Acht Meter Deckenhöhe, fünftes Obergeschoss, kein Aufzug

Was eine Münchner Altbauwohnung vom Maler verlangt ” und warum Standardlösungen dort schnell an ihre Grenzen kommen.
München. Rund 170 Quadratmeter, fünftes Obergeschoss, kein Aufzug, Deckenhöhen von teilweise acht Metern: Als Karl Severin Hirschberg diese Wohnung im Münchner Altbau übernahm, war klar, dass hier nichts nach Schema geht ” eine Altbausanierung in München der aufwendigeren Art. Genau solche Objekte sind der Grund, warum er sagt: “Altbau braucht Erfahrung, keine Standardlösung.”
Der Aufwand beginnt vor dem ersten Pinselstrich. Böden, Fenster, Türen und sämtliche Einbauten wurden abgedeckt und abgeklebt, alle Schalter- und Steckdosenabdeckungen demontiert, gereinigt und nach Abschluss wieder montiert. Acht Meter Deckenhöhe bedeuten Arbeiten über Kopf in großer Höhe. Und das fünfte Obergeschoss ohne Aufzug bedeutet: Jeder Eimer, jede Rolle, jede Platte wird getragen.
Der Untergrund ist die eigentliche Arbeit
In Münchner Altbauten treffen mehrere Generationen von Beschichtungen aufeinander: Kalkputz, Leimfarben aus den fünfziger Jahren, Dispersionsfarben, später Latex. Jede Schicht verhält sich anders. Leimfarbe ist wasserlöslich und kreidet; Latex ist dicht und lässt kaum Feuchtigkeit durch. Wer eine Dispersion auf Latex aufträgt, ohne den Untergrund zu prüfen, riskiert Haftungsprobleme, die erst nach Monaten sichtbar werden.
Malermeister Hirschberg prüft deshalb, was tatsächlich auf der Wand liegt, wie saugfähig der Untergrund ist und ob Risse nur oberflächlich oder tiefergehend sind. In diesem Projekt mussten zahlreiche Löcher verspachtelt und viele Flecken isoliert werden, bevor gestrichen werden konnte. Die Bäder und die Toilette erhielten eine Latexfarbe-Beschichtung, anschließend wurden alle Flächen zweimal beschichtet.
Wo Altbau anders reagiert
Stuck: Er wird nicht einfach mitgestrichen. Profilierungen brauchen einen anderen Auftrag, sonst verschwinden Kanten unter der Farbe. Risse: Ein Riss im Putz ist selten nur ein Riss ” er zeigt, dass sich etwas bewegt hat. Wird er nur überstrichen, öffnet er sich wieder. Hohe Räume: Sie verändern nicht nur den Aufwand, sondern auch das Licht. Was in drei Metern Höhe egal aussieht, fällt bei acht Metern auf.
Und schließlich die Qualitätsstufen beim Spachteln: Q1 bis Q4 bezeichnen, wie glatt eine Fläche ist. Unter Streiflicht ” also bei schräg einfallendem Licht, etwa von einem Fenster an der Seite ” sieht man den Unterschied zwischen Q2 und Q4 deutlich. In einem Altbau mit großen Fenstern ist das kein akademisches Thema, sondern der Unterschied zwischen “gestrichen” und “fertig” ” und der Grund, warum Spachtelarbeiten hier mehr Zeit brauchen als in einem Neubau.
“Bei acht Metern Deckenhöhe sieht man jede Entscheidung, die man beim Untergrund getroffen hat. Das ist unbequem, aber es ist ein fairer Prüfer.”
Karl Severin Hirschberg, Malermeister
Für Hirschberg ist an solchen Objekten vor allem eines wichtig: vorher zu sagen, was geht und was nicht. “Ich erkläre lieber am Anfang, warum eine Fläche zwei, selten sogar drei Anstriche braucht, als am Ende zu begründen, warum sie es nicht bekommen hat.”
Gerade bei großen Flächen spielt Streiflicht eine entscheidende Rolle. Fällt das Licht flach auf die Wand oder Decke, zeigt sich jede Unebenheit und jeder Ansatz, und der Anstrich wirkt schnell streifig. Das lässt sich vermeiden, wenn drei Dinge zusammenpassen: Die Farbe muss die richtige Konsistenz haben, das Material muss stimmen, etwa eine tuchmatte Farbe, die Licht möglichst gleichmäßig streut, und die Verarbeitung muss sauber sein. Fehlt eines davon, sieht man es hinterher im Licht. Bei großen Flächen wird das zuerst sichtbar.
Wir arbeiten ausschließlich mit Leitern in solchen Fällen da sie wesentlich flexibler sind wie starre Gerüste!
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Malermeister Hirschberg
Herr Karl Severin Hirschberg
Hiltenspergerstrasse 7
80798 München
Deutschland
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email : malermeister_hirschberg@aol.de
Malermeister Hirschberg ist ein Münchner Meisterbetrieb für Maler-, Lackier- und Sanierungsarbeiten. Inhaber Karl Severin Hirschberg begann seine Ausbildung mit 14 Jahren bei Maler Kusche in München, arbeitete danach als Vorarbeiter und Projektleiter auf Großbaustellen und legte 2007 die Meisterprüfung ab. Der Betrieb sitzt in der Hiltenspergerstraße 7 in 80798 München und ist in allen Stadtbezirken sowie im Münchner Umland tätig. Mehr als 1.000 Kunden hat der Betrieb bisher beauftragt, vom einzelnen Zimmer über die Altbauwohnung bis zur Fassade und zum Treppenhaus. Der Schwerpunkt liegt auf sorgfältiger Untergrundvorbereitung, klaren Angeboten und termingerechter Ausführung.
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