Adventistische Kirchenleitungen bekräftigen ihre “Stellungnahme zur gesellschaftlichen Situation”

Angesichts gesellschaftlicher Debatten erinnert die Leitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten an ihre gemeinsame “Stellungnahme zur gesellschaftlichen Situation” vom September 2024.
Gegenwärtig seien die Debatten von wachsendem Misstrauen zwischen den politischen Lagern sowie von einer spürbaren Verunsicherung darüber geprägt, wie Zusammenhalt in einer pluralen Gesellschaft noch gelingen könne.
Für eine offene, demokratische Gesellschaft
Am 24. September 2024 wurde von den Leitungsgremien (Ausschüssen) des Nord- und Süddeutschen Verbandes mit großer Mehrheit eine “Stellungnahme zur gesellschaftlichen Situation” beschlossen. Darin wird die Beobachtung formuliert, dass politische Ansichten radikaler würden und Gruppierungen und ganze Parteien zunehmend extremistische Konzepte verträten. Die Stellungnahme enthält einen Appell, sich für eine offene und demokratische Gesellschaft einzusetzen. Es gelte die Menschenwürde aller zu schützen und ihnen unabhängig von Ethnie, Herkunft und Kultur in Nächstenliebe zu begegnen. Wo Verantwortung gemeinsam getragen werde und Menschen in ihrer Vielfalt respektiert würden, könne das Beste für Stadt und Land gedeihen, heißt es darin.
Gegen Gewalt entscheiden
Die Präsidenten des Nord- und Süddeutschen Verbandes, Johannes Naether und Werner Dullinger, rufen dazu auf, sich bei gesellschaftlichen Konflikten bewusst gegen Gewalt zu entscheiden: “Wenn wir in Angst und Wut verharren, spielen wir all jenen in die Hände, die bewusst das Mittel der Gewalt wählen, um eine Gesellschaft zu destabilisieren, indem sie Angst und Schrecken verbreiten”, so die Kirchenpräsidenten. Stattdessen ermutige das Evangelium dazu, sich bewusst gegen Gewalt zu entscheiden und andere Zugänge zur Konfliktlösung zu wählen, ein anderes Denken zuzulassen und konsequent anzuwenden. Es brauche einen “prophetischen Mut”, STOPP zu sagen.
Die Stellungnahme findet sich unter https://adventisten.de/aktuelles/presse kann unter folgendem Shortlink heruntergeladen werden: https://tinyurl.com/3xchnpmv.
Adventisten in Deutschland
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten wurde 1863 in den USA gegründet, ihre Wurzeln liegen in den Erweckungsbewegungen, die um 1800 in Europa und Nordamerika entstanden sind. Gegenwärtig hat die Kirche weltweit rund 22 Millionen mündig getaufte Mitglieder, die sich in über 93.000 Kirchengemeinden und zahlreichen Gruppen versammeln. In Deutschland zählt die Freikirche rund 34.500 Mitglieder in 544 Kirchengemeinden. Sie feiert in diesem Jahr unter dem Motto “Mut für morgen” ihr 150-jähriges Bestehen in Deutschland und ist in jedem Bundesland als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt. Zu den Grundsätzen der Freikirche gehört die Freiwilligkeit, die sich unter anderem in der Finanzierung durch freiwillige Spenden ausdrückt. Außerdem tritt sie für die Trennung von Kirche und Staat ein. Die Freikirche ist Mitglied der Deutschen Bibelgesellschaft und Gastmitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und der Vereinigung evangelischer Freikirchen (VeF). Weitere Informationen: www.adventisten.de
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Der Adventistische Pressedienst (APD) Deutschland wurde 1984 gegründet und informiert über Aktivitäten sowohl aus der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten als auch aus der christlichen Welt. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Themen wie soziales Engagement, Bildung, Gesundheit, Religionsfreiheit und Spiritualität. Der APD hat seinen Sitz in Darmstadt.
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