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Alzheimer, Parkinson, Long-Covid: Wie die Forschung zu neuen Wegen in der Therapie führt

Neuromodulation trifft Ursachenmedizin: Dr. Sven Seewald erklärt im Interview, warum das Gehirn nicht mehr isoliert betrachtet werden darf und welche aktuellen Therapiechancen sich daraus ergeben.

BildWas haben verschiedenste Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson oder Post-Covid gemeinsam? Mehr, als lange angenommen wurde. Denn die moderne Medizin erkennt zunehmend, dass viele Krankheiten nicht isoliert betrachtet werden können – die eine, entscheidende Ursache gibt es nicht. Vielmehr können chronische Entzündungsprozesse (silent inflammation), Stoffwechselstörungen, Umweltbelastungen und Veränderungen neuronaler Netzwerke auf unterschiedliche Weise zusammenwirken. Gleichzeitig eröffnen moderne Entwicklungen aus dem Bereich der Neuromodulation neue therapeutische Perspektiven.

Was bedeutet das für Patienten? Darüber sprach die Wissenschaftsjournalistin und Chefredakteurin von ALZHEIMER DEUTSCHLAND, Katja C. Schmidt, mit dem österreichischen Mediziner Dr. med. Sven Seewald. Der Ursachen-, Regulations- und Neuromodulationsmediziner verbindet in seinen Praxen klassische medizinische Verfahren längst mit aktueller Umweltmedizin, erweiterter Diagnostik und verschiedenen Methoden der Neurostimulation.

Die Medizin beginnt, die Sprache der Nervenzellen zu sprechen

Neuromodulation ist ein neuer wissenschaftlicher Weg: Bislang wurden neurodegenerative Erkrankungen nahezu ausschließlich pharmazeutisch behandelt. Doch Medikamente beeinflussen nur die biochemischen Prozesse und greifen auch – Stichwort Nebenwirkungen – in andere Körperfunktionen ein. Was bis vor Kurzem wenig beachtet wurde, ist die Tatsache, dass unsere Zellen jedoch nicht nur biochemisch, sondern eben auch über elektrische Signale agieren und kommunizieren. Man könnte auch sagen: Rund 50 Prozent unserer zellulären Funktionsweisen wurden schlicht “vergessen”. Doch nun holt die wissenschaftliche Forschung schnell auf.

Daher verbreitet sich das neue Segment der Neuromodulations-Therapien zusehends: Rein biophysikalische, nicht-invasive Verfahren wie die Transkranielle Pulsstimulation (TPS), die Gleichstromstimulation (tDCS) oder die Vagusnervstimulation nutzen natürliche Impulse wie elektromagnetische Wellen oder Stoßwellen, um die Aktivität des Nervensystems gezielt zu beeinflussen.

Für Seewald sind diese Möglichkeiten eine zentrale Erweiterung seines medizinischen Konzepts. Sein Ziel ist nicht die oberflächliche Behandlung einzelner Symptome, sondern die Unterstützung der körpereigenen Regulationsfähigkeit.

Long-Covid: Wenn ein schwerkranker Patient wieder durchs Leben tanzt

Auch für Long- und Post-Covid-Betroffene, für die es bislang keine offiziellen Therapieangebote gibt, bietet die Neuromodulation neue Chancen. Eindrucksvoll schildert Seewald einen aktuellen Patientenfall im Interview: Ein Unternehmer Anfang fünfzig litt nach mehreren COVID-19-Infektionen jahrelang unter schwerer Erschöpfung und massiven Konzentrationsstörungen. Sein Berufsleben, aber auch sein Alltag waren nahezu vollständig zum Erliegen gekommen.

Nach einer umfassenden, mehrstufigen Behandlung, die schließlich auch Neuromodulationsverfahren wie die TPS-Therapie einschloss, fühlt sich der Patient heute nach eigenen Angaben wieder gesund. Er arbeitet wieder und konnte letzthin sogar auf einem Ball in Wien bis in die frühen Morgenstunden tanzen.

Neues aus der Umweltmedizin und Ursachenforschung: Warum das Gehirn nicht allein erkrankt

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist die Frage, welche Rolle Umweltbelastungen, Darmgesundheit, Stoffwechsel und chronische Entzündungsprozesse bei neurologischen Erkrankungen spielen können. Gerade hierzu gibt es aus den letzten beiden Jahren eine Vielzahl neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Auch Seewald sieht dies in seinen Praxen: Es gäbe keinen einzigen Patienten mehr, der nicht durch Schwermetalle, Pestizide, Mikroplastik, PFAS oder sonstige Chemikalien belastet wäre, so der Mediziner. Die körpereigene Regulationsfähigkeit zu stärken, ist deshalb erstes Ziel von Seewald, bevor er zu den Therapien greift. Mehr zu Dr. med. Sven Seewald: https://www.zentrumseewald.at

“Ressourcen statt Reparatur”: Dr. Sven Seewald fordert ein neues Gesundheitsverständnis

Diese Erkenntnisse stehen auch im Mittelpunkt seines 2026 erschienenen Buches “Ressourcen statt Reparatur – Wie Gesundheit entsteht, wenn der Mensch wieder im Mittelpunkt steht” (Verlag Malottke) – u. a. erhältlich bei Amazon: https://www.amazon.de/Ressourcen-statt-Reparatur-Grundlagenbuch-Selbstwirksamkeit/dp/3912797013

Warum Seewald die Neuromodulation künftig als festen Bestandteil der neurologischen Medizin sieht, weshalb er Prävention für unverzichtbar hält und was Patienten selbst zu ihrer Gesundheit beitragen können, erfahren Leser im ausführlichen Interview auf ALZHEIMER DEUTSCHLAND:

https://www.alzheimer-deutschland.de/aktuelles/interviews/alzheimer-dr-sven-seewald-neuromodulation

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

ALZHEIMER DEUTSCHLAND – Ärztliche Interessensgemeinschaft TPS
Frau Katja Christina Schmidt
Spumberg 19 b
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Über “Alzheimer Deutschland” und die “Ärztliche Interessensgemeinschaft TPS”

“Alzheimer Deutschland” ist ein unabhängiges, journalistisches Informationsportal rund um Alzheimer-Demenz, andere neurophysiologische Erkrankungen, Prävention und moderne Behandlungsmöglichkeiten aus dem Bereich der nicht-invasiven Hirnstimulations-Methoden (NIBS) wie die Transkranielle Pulsstimulation (TPS). Im Mittelpunkt des Informationsportals steht die leicht verständliche, wissenschaftlich fundierte Aufklärung über zukunftsweisende Therapieansätze, neurologische Forschung und Möglichkeiten der Prävention, die Betroffenen und Angehörigen – übrigens auch zu Parkinson, Depressionen, Autismus und ADHS – aktuelle Informationen an die Hand geben soll.

Initiatorin des Portals ist Katja C. Schmidt, ursprüngliche Entwicklerin einer anderen Therapie auf elektromagnetischer Basis, die selbst viele Jahre ein Familienmitglied mit Alzheimer pflegte und zudem seit vielen Jahren als Medizinjournalistin aktiv ist. Gemeinsam mit der “Ärztlichen Interessensgemeinschaft TPS” – einem Zusammenschluss von Ärzten und Wissenschaftlern, die mit TPS arbeiten und/oder dazu forschen – setzt sie sich aus Überzeugung für mehr Sichtbarkeit und Aufklärung ein. Ziel ist es, modernen nicht-invasiven Hirnstimulationsverfahren wie der TPS den Weg in die öffentliche Wahrnehmung zu ebnen und die Offenheit gegenüber medizinischen Innovationen zu fördern – mit klarem Blick auf das, was Patientinnen und Patienten heute wirklich helfen kann.

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