Bralco: Büromöbel zwischen Eichenfurnier und rohem Stahl

Beim italienischen Hersteller Bralco prägt die Materialwahl ganze Büroeinrichtungen. Die Systeme Loopy, Glider und Take-off zeigen, wie unterschiedlich Arbeitsplätze gestaltet werden können.
Nürnberg. Sichtbare Schweißnähte, Farbunterschiede und Bearbeitungsspuren gehören bei einer Metallausführung von Bralco ausdrücklich zum Erscheinungsbild. Das Finish FG erhält eine transparente Schutzbehandlung, die den industriellen Charakter des Stahls sichtbar lässt. Es ist Teil der Materialpalette für die Bürosysteme Loopy, Glider und Take-off. An diesem Detail zeigt sich, wie weit die Gestaltungsmöglichkeiten dieser Programme reichen: Nicht nur das Format der Tischplatte, sondern auch ihre Oberfläche und die Wirkung des Gestells bestimmen den Arbeitsplatz.
In Italien entwickelt und produziert
Bralco hat seinen Sitz im italienischen Susegana und entwickelt und produziert seine Möbelserien in Italien. Das Unternehmen richtet seine Planung auf die Menschen aus, die einen großen Teil ihres Tages im Büro verbringen. Entsprechend umfasst das Sortiment neben Arbeits- und Besprechungstischen auch Stauraum, Empfangseinrichtungen, Sitzmöbel und Lösungen zur Raumteilung.
Die Programme sind dabei nicht ausschließlich einer bestimmten Position im Unternehmen zugeordnet. Loopy, entworfen von Gianantonio Perin und Giorgio Topan, ist beispielsweise für Büroarbeitsplätze ebenso wie für Leitungsbüros konzipiert. Zur Linie gehören Schreibtische und Besprechungstische. Das eröffnet die Möglichkeit, verschiedene Arbeitsbereiche gestalterisch aufeinander abzustimmen, ohne überall denselben Tisch aufzustellen.
Holzoptik ist nicht gleich Holzfurnier
Wie unterschiedlich eine solche Einrichtung wirken kann, lässt sich an den angebotenen Oberflächen ablesen. Für Loopy führt Bralco unter anderem Eichenfurniere, melaminbeschichtete Ausführungen und rückseitig lackiertes Sicherheitsglas. Bei den Furnieren reicht die Auswahl von Natureiche bis zu grauen und tabakfarbenen Varianten. Die Glasoberflächen gibt es in matten und glänzenden Ausführungen.
Für die Auswahl ist eine Unterscheidung wichtig: Ein Eichenfurnier und ein melaminbeschichtetes Eichendekor gehören zu verschiedenen Materialgruppen, auch wenn ihre Farbbezeichnungen ähnlich klingen. Die Entscheidung sollte deshalb nicht allein anhand eines Farbnamens fallen. Materialart, Oberflächenwirkung und die Kombination mit dem Gestell verdienen einen gemeinsamen Blick.
Beim Gestell kommt eine weitere Entscheidung hinzu: Sollen Material- und Bearbeitungsspuren sichtbar bleiben, wie es die Ausführung FG vorsieht, oder ist eine farbige Oberfläche gewünscht? Bralco führt für Loopy beispielsweise auch schwarze, weiße und bronzefarbene Metallausführungen. Die industrielle Anmutung ist somit eine Option, kein verbindlicher Stil der gesamten Serie.
Akustik und Kabelführung gehören zur Planung
Die Unterschiede innerhalb einer Linie beschränken sich nicht auf das Aussehen. Loopy lässt sich auch als zusammenhängende Arbeitsplatzgruppe, eine sogenannte Bench, konfigurieren. Bralco nennt dafür unter anderem schallabsorbierende Platten und farbige Kabelwannen als Ausstattungsmöglichkeiten. Neben den Tischmaßen lassen sich damit auch die Trennung benachbarter Plätze und die Unterbringung von Leitungen berücksichtigen.
Für eine Büroplanung bedeutet das: Die Anordnung der Arbeitsflächen sollte gemeinsam mit den benötigten Anschlüssen betrachtet werden. Auch bei seinen Besprechungstischen berücksichtigt Bralco die technische Ausstattung. Der Hersteller beschreibt verdeckte Kabelführungen und Steckdosen für den Anschluss von Computern und weiteren Geräten. So bleibt die Frage, wohin die Technik gehört, nicht erst der späteren Einrichtung überlassen.
Bralco ist auch im Sortiment der Raum & Form Seidel GmbH vertreten: Über die Bralco-Seite auf design-kiste.de sind Produkte des Herstellers erhältlich. Dort werden unter anderem die Schreibtische Loopy und Glider DIR sowie Empfangslösungen vorgestellt. Damit lässt sich die Beschäftigung mit Materialien und Arbeitsplatzkonzepten anhand konkreter Modelle fortsetzen.
Für die Auswahl ergibt sich daraus eine sinnvolle Reihenfolge: Zuerst werden Nutzung und Ausstattung geklärt, anschließend Materialien und Oberflächen auf den Raum abgestimmt. Ob ein Arbeitsplatz zurückhaltend, wohnlich oder deutlich industriell wirken soll, lässt sich dann an konkreten Ausführungen entscheiden. Der gemeinsame Serienname legt den Charakter eines Büros noch nicht fest.
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Die Raum & Form Seidel GmbH mit Sitz in Nürnberg ist im Möbelhandel sowie in der Einrichtungsberatung und Innenarchitektur tätig. Über design-kiste.de stellt das Unternehmen Möbel und Einrichtungsgegenstände verschiedener Hersteller vor und ermöglicht Anfragen zu Produkten und Planungsprojekten. Das Sortiment umfasst unter anderem Sofas, Sessel, Tische, Stühle, Leuchten und Accessoires. Die Beratung berücksichtigt Möblierung, Materialien und Beleuchtung für Wohn- und Arbeitsräume. Zum Leistungsangebot gehören außerdem die Planung von Raumkonzepten sowie die Begleitung der Umsetzung einschließlich Bestellung, Lieferung und Montage. Das Unternehmen wird durch Geschäftsführer Peter Seidel vertreten.
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