Corona und Jobeinstieg: Wie Unternehmen dem akademischen Nachwuchs jetzt helfen können

Corona und Jobeinstieg: Wie Unternehmen dem akademischen Nachwuchs jetzt helfen können

Corona und Jobeinstieg: Wie Unternehmen dem akademischen Nachwuchs jetzt helfen können

München, 16. Juni 2021. “Mit Optimismus und digitalem Setup aus der Pandemie” – das scheint aktuell das Motto vieler Unternehmen, die weiterhin MitarbeiterInnen suchen. Dem stehen die Sorgen der jungen Talente gegenüber, die neben sozialer Isolation auch mehr und mehr um ihre berufliche Perspektive bangen. Das belegt eine aktuelle repräsentative Umfrage des Recruiting- und Employer Branding-Experten für junge Talente JobTeaser unter 100 Personalverantwortlichen und rund 3.000 Studierenden. Demnach ist die Gen Z zunehmend orientierungslos und verunsichert – nicht zuletzt bei der Jobsuche. Geht es nach dem akademischen Nachwuchs, sollten die Unternehmen sie wieder stärker mit Praktika und Werkstudentenjobs, aber auch einer besseren digitalen Präsenz unterstützen.

Corona verändert das Recruiting

HR-Abteilungen blicken optimistisch in die Zukunft. Die deutliche Mehrheit (79 Prozent) der Personalverantwortlichen gibt an, nach wie vor auf die Rekrutierung akademischer Nachwuchskräfte zu setzen. 40 Prozent sehen sich dabei durch Corona nicht negativ beeinflusst.

Dennoch verändert die Pandemie das Recruiting. Zwar stellt der Großteil der Unternehmen die gleichen Anforderungen an die jungen Talente wie vor der Pandemie, die PersonalerInnen bemerken jedoch eine veränderte Erwartungshaltung bei den BewerberInnen. So werden KandidatInnen seit Beginn der Pandemie vor allem bezüglich ihrer Aufgaben und ihres Arbeitsumfelds als kompromissbereiter wahrgenommen (44 Prozent). Zeitgleich hat allerdings die Relevanz der Unternehmenskultur stark zugenommen (58 Prozent) und auch das sozial-gesellschaftliche Engagement der Unternehmen rückt vermehrt in den Fokus (44 Prozent). Im Klartext: Der akademische Nachwuchs zeigt sich zwar flexibler hinsichtlich des Aufgabenbereichs und des eigentlichen Arbeitsumfelds, in Sachen Unternehmenskultur und unternehmerischer Verantwortung macht er aber keine Abstriche.

Die Jobsuche als Sisyphusarbeit

Die Gen Z bewertet die eigene Situation hingegen vergleichsweise drastisch. So berichtet jede/r achte Studierende (13 Prozent) von pandemiebedingten Problemen auf dem Arbeitsmarkt: Sechs Prozent haben aufgrund der Krise ihren Arbeitsplatz sogar wieder verloren, weitere sieben Prozent berichten von abgesagten oder verschobenen Stellenangeboten. Drastisch ist vor allem die Situation der AbsolventInnen: Knapp die Hälfte (48 Prozent) der aktuell auf Jobsuche befindlichen Befragten findet aufgrund der Pandemie derzeit keine Arbeitsstelle. “Die Sorge um den Berufseinstieg korrespondiert mit den Schwierigkeiten, bereits im Studium praktische Berufserfahrungen sammeln zu können. Die Studierenden befürchten natürlich durch wegfallende Praktika, Werkstudentenstellen und Auslandsaufenthalte, wichtige Qualifikationen und Orientierungsmöglichkeiten zu verpassen”, weiß Svenja Rausch, Head of Communications & Marketing DACH bei JobTeaser.

Dazu fühlen sich die jungen Talente zunehmend orientierungslos und sozial isoliert. Während sich noch im September 2020 nur 32 Prozent der Studierenden in ihrer beruflichen Zukunft durch die Pandemie beeinträchtigt sahen, haben ein gutes halbes Jahr später mehr als 80 Prozent keinen klaren Karriereweg mehr vor Augen. Zudem sorgen sie sich um die soziale Isolation. Mehr als zwei von fünf Alumni (43 Prozent), die frisch ins Berufsleben gestartet sind, und jedem/r zweiten Studierenden (53 Prozent) bereitet die Vereinsamung große Sorgen. Rund ein Drittel der Studierenden sorgt sich darüber hinaus um die Finanzierung des Studiums.

Trotz allem sind die Anforderungen der Gen Z an ihre künftigen Arbeitgeber nach wie vor hoch. Sind die jungen Talente zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen, legen sie neben der klaren Definition der ausgeschriebenen Position (86 Prozent) und den konkreten Gehaltsangaben (54 Prozent) vor allem Wert auf Informationen bezüglich des Teams (36 Prozent) und der Unternehmenskultur (35 Prozent).

Wie Unternehmen den akademischen Nachwuchs jetzt unterstützen können

Die Umfrageergebnisse verdeutlichen: Der Großteil der Unternehmen (79 Prozent) rekrutiert trotz der Pandemie weiterhin akademischen Nachwuchs. Dies steht steht konträr der Verunsicherung und Orientierungslosigkeit des Großteils der Befragten gegenüber. 62 Prozent der Alumni sorgen sich unbegründet um den Mangel an Jobangeboten und 80 Prozent der Studierenden haben keinen klaren Karriereweg mehr vor Augen. “Orientierung schaffen und helfende Hände reichen, ist in Zeiten der anhaltenden Unsicherheit daher wichtiger denn je”, weiß Svenja Rausch.

Unternehmen sind aktuell gut beraten der nicht wegzudiskutierenden Orientierungs- und Perspektivlosigkeit der Studierenden und Alumni etwas entgegenzusetzen. “Neben konkreten Stellenangeboten geht es hier vor allem auch darum, den Berufseinstieg vorzubereiten. Auf Unternehmensseite sind es vor allem Praktika und Werkstudierendenstellen, die bei Studierenden für Ein- und Durchblick in puncto Erwartungen an das Berufsleben sorgen”, so Svenja Rausch weiter. Unternehmen sollten auf den Nachwuch zugehen und die jungen Talente dort adressieren, wo sie sich gerade zur Zeit sehr intensiv aufhalten: Zum einen in der Hochschule und zum anderen in den sozialen Medien. Auf digitalen Plattformen sollten sie ansprechbar sein, sich als Berater positionieren und der Generation die gewünschte Hilfe und Führung bieten. “Daneben kann im Schulterschluss mit den Hochschulen der Weg über die Career Services erschlossen werden”, so Svenja Rausch weiter. “Die Ergebnisse belegen, dass gerade hier noch viel Luft nach oben ist und die Studierenden auch hier entsprechende Unterstützung bei der Vorbereitung ihres Jobeinstiegs immer mehr einfordern.”

In unserem Presseraum stehen der Report, Infografiken, Bildmaterial und Interviews mit Testimonials für Sie zum Download bereit: https://www.pr-ip.de/jobteaser/

Methodik

Zur Beleuchtung der Situation hat JobTeaser Unternehmen, Studierende und Alumni in Deutschland und Österreich befragt. Bei den Gruppen wurden unterschiedliche Methoden der Datenerhebung angewandt, die zur Gewährleistung der wissenschaftlichen Vollständigkeit im Folgenden kurz vorgestellt werden.

Studierende und Alumni
Im Zeitraum 6.- 30. April 2021 wurden 2.728 Studierende und Alumni online über das JobTeaser Netzwerk anhand eines Fragebogens zu ihrer aktuellen Situation befragt.

Unternehmen
Insgesamt wurden 100 Unternehmen in Deutschland, die KundInnen von JobTeaser sind, zwischen dem 12. und 21. April telefonisch durch das Marktforschungsinstitut Krämer Marktforschung interviewt.

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Svenja Rausch
Oskar-von-Miller-Ring 20
80333 München
+49 (0) 163 1581235
svenja.rausch@jobteaser.com

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