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Das Erbe der NS-Zeit: Das Finanzamt Charlottenburg

In Berlin befinden sich noch an vielen Orten Bauten aus der Zeit des Nationalsozialismus, die die bauliche Ästhetik und den absoluten Machtanspruch des NS-Staates abbilden. Eines davon ist das Finanzamt Charlottenburg, dessen Geschichte Dr. Martin Friedenberger und Thomas Haase in ihrem Buch “… das größte Finanzamt im ganzen Reich! Das Finanzamt Charlottenburg als Spiegel der historischen Entwicklung in der NS-Zeit und in der Nachkriegszeit (1936 – 1950)” (https://www.grin.com/document/1703788), das im März 2026 bei GRIN erschienen ist, näher beleuchten.

Sowohl in seiner Baugeschichte als auch in seiner Verwaltungstätigkeit spiegelt das Finanzamt Charlottenburg die historische Entwicklung Berlins nicht nur der NS-Zeit, sondern auch der unmittelbaren Nachkriegszeit besonders deutlich wider. Dr. Martin Friedenberger und Thomas Haase veranschaulichen dies in ihrer Publikation an bisher unveröffentlichtem Bild- und Archivmaterial.

Machtdemonstration durch Architektur

Errichtet wurde der Finanzamtskomplex als repräsentativer Verwaltungsbau an der Ost-West-Achse der gigantomanischen Umgestaltungsplanungen Berlins als “Welthauptstadt Germania”. Bis heute sind dabei die Tendenzen zur Monumentalität und Machtarchitektur, wie die Säulengestaltung im Eingangsbereich, der Reichsadler als Symbol der Macht und andere mehr deutlich sichtbar. In der NS-Zeit war das Finanzamt Charlottenburg Teil der Reichsfinanzverwaltung, die mit Sondersteuern wie der Reichsfluchtsteuer und der Judenvermögensabgabe wesentlich an der wirtschaftlichen Existenzvernichtung der deutschen Juden mitwirkte. In “Das Finanzamt Charlottenburg als Spiegel der historischen Entwicklung in der NS-Zeit und in der Nachkriegszeit (1939 – 1950)” wird außerdem deutlich, vor welchen Herausforderungen man nach dem Ende des Krieges mit der weiteren Nutzung herrschaftlicher Gebäude aus der NS-Zeit stand. Dazu zählen neben der allgemeinen Notlage in der Nachkriegszeit Stromsperren, Heizungskontingentierung und Wohnungsnot, von der auch die Verwaltungen betroffen waren. Das Buch richtet sich vor allem an Berliner Verwaltungsangestellte, aber auch an Historiker:innen und andere interessierte Leser:innen.

Über die Autoren

Dr. Martin Friedenberger (geb. 1964) studierte Geschichte in Marburg und Berlin und promovierte an der TU Berlin. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte der Reichsfinanzverwaltung. Als Diplom-Finanzwirt (FH) und Master of Public Administration ist er in der Steuerabteilung des Bundesministeriums der Finanzen tätig.

Thomas Haase (geb. 1965) ist Diplom-Finanzwirt (FH) und in der Steuerabteilung der Senatsverwaltung für Finanzen Berlin tätig und war von 1993 bis 2007 im Finanzamt Charlottenburg beschäftigt.
Die fachliche Expertise, die die beiden Autoren aus ihrer beruflichen Tätigkeit gewonnen haben, lassen sie umfangreich in das Buch mit einfließen.

Das Buch ist im März 2026 im GRIN Verlag erschienen (ISBN 978-3-389-18310-6).

Direktlink zur Veröffentlichung: https://www.grin.com/document/1703788

Kostenlose Rezensionsexemplare sind direkt über den Verlag unter presse@grin.com zu beziehen.

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