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Die Zukunft des Berliner Sports: Sozial und ökologisch?

Politik trifft Sport im Berliner Abgeordnetenhaus. Im Rahmen des sportpolitischen Nachmittags diskutieren die sportpolitischen Sprecher*innen mit Vertreter*innen aus Sport und Zivilgesellschaft.

BildRunder Tisch “Nachhaltiger Sport in Berlin” bringt Politik, Verbände und Zivilgesellschaft zusammen

Wie kann der Berliner Sport sozial gerechter, ökologischer und zukunftsfähig gestaltet werden?

Diese Frage stand am Freitag, den 8. Mai 2026, im Mittelpunkt des sportpolitischen Nachmittags im Berliner Abgeordnetenhaus. Die sportpolitischen Sprecher*innen der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, CDU, Die Linke und SPD diskutierten gemeinsam mit über 40 Vertreter*innen aus Sport und Zivilgesellschaft über zentrale Herausforderungen und Chancen einer nachhaltigen Sportentwicklung in der Hauptstadt.

Die Veranstaltung ist Teil des Vernetzungsformats “Runder Tisch Nachhaltiger Sport in Berlin”, welches fünf mal jährlich vom Aktionsbündnis Fairer Handel Berlin ausgerichtet wird.

In der moderierten Podiumsrunde sprachen die sportpolitischen Sprecher*innen Klara Schedlich, Stephan Standfuß, Claudia Engelmann und Dennis Buchner über Förderprogramme, klimaneutrale Sportstätten und Events sowie nachhaltige Umsetzungsallianzen aus Amateur- und Profisport. Weniger Einigkeit herrschte bei den Potenzialen einer Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele in Berlin. Während Grüne und Linke dringenden Handlungsbedarf bei der nachhaltigen Konzepterstellung sehen, sind CDU und SPD von der Machbarkeit sowie der langfristigen Stadtrendite überzeugt.

Im Anschluss arbeiteten die Teilnehmenden in thematisch wechselnden Gruppen im direkten Austausch mit den sportpolitischen Sprecher*innen. Diskutiert wurden der öko-faire Einkauf im Sport, die Ausrichtung von Großsportevents mit nachhaltiger Wirkung, das Erreichen der Basis und weitere kreative Ideen für eine lebenswerte Sportstadt.

Die Veranstaltung bot Berliner Sportakteur*innen und interessierten Bürger*innen die Möglichkeit, direkt mit politischen Entscheidungsträger*innen ins Gespräch zu kommen und Einblicke in aktuelle Herausforderungen, Prioritäten und Zukunftsstrategien der Berliner Sportpolitik zu erhalten. Die Dokumentation der erarbeiteten Ideen wird allen Teilnehmenden und der Politik als konkrete Empfehlungen zur Verfügung gestellt.

Stephan Standfuß,
Sportpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion:

Über Maßnahmen zum Fairen Handel im Sport: “Wichtig ist, dass man ein Verständnis dafür schafft. Und das vor allem in den Vereinen, weil da die meisten Sportlerinnen und Sportler unterwegs sind, über 800.000 bei uns in Berlin.”

“Ich nehme von heute mit, dass es die verschiedensten Menschen gibt, die sich über das Thema Nachhaltigkeit Gedanken machen. Dass es toll ist, dass wir auf diese Erfahrung zurückgreifen können und für zukünftige Projekte mit einbringen und umsetzen können.”

Dennis Buchner,
Sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:

“Heute ist deutlich geworden, wie breit der Nachhaltigkeitsbegriff ausgelegt werden kann: ökonomisch, ökologisch und sozial, sowie alle Punkte, bei denen wir durch Sport und im Sport nachhaltige Entwicklung erreichen können.”

“Für mich ist auch der soziale Bereich wichtig: mehr für die Gesellschaft tun und Feindlichkeit abbauen. Alle Punkte sind gleich wichtig und alle Punkte sind heute gleichberechtigt zur Debatte gekommen.”

Klara Schedlich,
Sportpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen:

“Es braucht verstetigte Gelder, damit alle Vereine die Möglichkeit haben, fair gehandelte Produkte zu kaufen und auch wissen, dass es diese Gelder gibt und sie unbürokratisch beantragen können.”

“Ich bin heute wieder sehr beeindruckt, wie viel Expertise zusammengekommen ist, also wie viele gute kreative Ideen es gab. Zum Beispiel die Vergaberichtlinien für Großveranstaltungen zu ändern, damit Nachhaltigkeit dort auch verpflichtend ist.”

Claudia Engelmann,
Sportpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke:

“Mich hat heute auch nochmal bewegt, wie der queere Bereich und Zugänge zum Sport diskutiert wurden und was das mit Nachhaltigkeit zu tun hat und wie wir da in der Politik noch besser werden können, um das Thema vor allem schon ganz früh platzieren zu können in dem Lebensalter der Kinder.”

“Ich nehme ganz viele gute Ideen mit und dass wir an dem Thema gemeinsam arbeiten. Und an unterschiedlichen Orten wurde schon einiges bewegt, aber es gibt auch viele Leerstellen, vor allem wenn man sich den Bereich Kommerzialisierung im Sport anschaut. Und wir haben viel darüber diskutiert, was das mit Nachhaltigkeit macht, wie Gegenstrategien entwickelt werden können und die ganz große Frage, wie das durch Sportgroßereignisse wie eine Olympiabewegung tatsächlich zu bewältigen ist oder ob dadurch die Knebelverträge und die Kommerzialisierung noch viel schlimmer werden, dass wir an eigentlichen Problemen haben, dass Kinder selbst in der Schule noch mehr den Schulsport richtig machen können.”

2026 ist ein entscheidendes Jahr für den Berliner Sport

Wahlen des Berliner Abgeordnetenhauses, Entscheid zur innerdeutschen Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele und die Basketball-WM der Frauen. Dieses Jahr stehen drei richtungsweisende Entscheidungen und Sporthighlights an, die das Jetzt sowie die Zukunft der Hauptstadt beeinflussen. Sozial-ökologische Aspekte müssen von Anfang an mitdiskutiert werden.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Aktionsbündnis Fairer Handel
Hannah Gußner
Am Sudhaus 2
12053 Berlin
Deutschland

fon ..: 0151 722 09 673
web ..: http://www.fairerhandel.berlin
email : presse@fairerhandel.berlin

Aktionsbündnis Fairer Handel Berlin
Das Aktionsbündnis macht die Vielfalt und Wirkkraft der Fair-Handels-Bewegung in Berlin sicht- und greifbar. Rund 60 Akteure aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung setzen sich gemeinsam für gerechten Handel und nachhaltigen Konsum ein. Die Geschäftsstelle bietet eine zentrale Anlaufstelle rund um Fairen Handel in Berlin und koordiniert Kooperationsprojekte.

Highlights 2026:
– Berlins erstes fair produzierter Basketballjersey
– Berlinweite Kampagne zum Fairen Handel
– Ausstellung auf der Messe Bazaar Berlin

www.fairerhandel.berlin/sport

Pressekontakt:

Aktionsbündnis Fairer Handel
Hannah Gußner
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