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Dr. Reuter Investor Relations: Chipproduktion außerhalb Asiens: Ohne Tantal geht es nicht!

Spätestens mit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs drängen die EU und die USA mit Milliardenbeträgen auf die Ansiedlung einer heimischen Chipproduktion. Dabei spielt auch Tantal als unverzichtbarer Rohstoff eine besondere Rolle.

In der Corona-Pandemie wurde allzu deutlich, wie sehr viele Länder von der Chipproduktion in Taiwan und China abhängig sind. Die Lieferzeiten bei Autos oder Elektronikprodukten wurden deutlich länger und es bestand ein Engpass, da die Nachfrage das Angebot weit überstieg. Schon 2021 wurde weltweit in Politik und Wirtschaft diskutiert, wie die Supply Chains neu organisiert werden können. Klar ist: Es gibt zu wenig Produktion in Europa und Nordamerika. Stattdessen haben westliche Chipfirmen die Fabrikation ihrer Chips vor allem an den Weltmarktführer TSMC ausgegliedert. Das taiwanesische Unternehmen beliefert namhafte Konzerne wie Apple, AMD, Broadcom und Qualcomm.

Mit dem Beginn des Ukraine-Kriegs und den geopolitischen Folgen ist die Dringlichkeit einer heimischen Produktion noch deutlicher geworden. Denn alles läuft auf einen Wettstreit der Systeme zwischen den USA und China hinaus. Grenzen werden neu gezogen, Abhängigkeiten sollen reduziert werden. Mark Liu, der Chairman von TSMC, hat in einem seiner wenigen Interviews die Abhängigkeit der Welt von seinem Unternehmen gegenüber CNN deutlich gemacht: In einem Krieg zwischen China und Taiwan würden alle verlieren.

Dieses Risiko wollen die USA und die Europäische Union nicht eingehen. Und so laufen derzeit milliardenschwere Förderprogramme, um die Chipproduktion auch in diesen Erdteilen auszuweiten. So wollen die USA 52,7 Mrd. US-Dollar investieren, um bei Quantencomputern, der Atomenergie, der Raumfahrt und bei der Chipproduktion den Wettbewerb mit China zu gewinnen. TSMC hat bereits den Bau einer Chipfabrik in Arizona in Angriff genommen. Und auch Europa nimmt Milliarden in die Hand, um die Ansiedlung von Chipfabriken zu fördern. Erste Erfolge sind sichtbar: So will Intel eine Produktionsstätte in Magdeburg aufbauen. Der US-Konzern Global Foundries und die französisch-italienische ST Microelectronics siedeln eine gemeinsame Fabrik in Grenoble an.

Mit dem Ausbau der Chipindustrie in Europa stellt sich auch die Frage nach den Rohstoffen für all die neue Chipfabriken. Dabei steht vor allem Tantal im Blickpunkt der Industrie. Es ist das seltenste aller stabilen Elemente im gesamten Sonnensystem. Tantal bietet dabei viele Vorteile: Es lässt sich bei Zimmertemperatur schmieden und besitzt mit 3.942 °C einen extrem hohen Schmelzpunkt. Als Werkstoff für die Chipindustrie ist Tantal aufgrund seiner Leitfähigkeit, Härte und Beständigkeit unverzichtbar. Heute geht bereits 32 Prozent der weltweiten Tantalproduktion in die Halbleiterindustrie. Daneben wird das 1802 vom Schweden Anders Gustav Ekeberg entdeckte Element auch als Leistungsadditiv für die Produktion von korrosions-, säure- und hitzebeständigen Stählen genutzt. Sie kommen dann beispielsweise in der Kerntechnik oder im Flugzeug- und Raketenbau zum Einsatz. Laut der deutschen Rohstoffagentur Dera in Berlin wird die Nachfrage nach Tantal in den kommenden Jahren weiter steigen.

Das Problem ist, dass das meiste Tantal aus der Gegend rund um die großen Seen Zentralafrikas stammt. Die mit Abstand größte Förderung findet sich in der Demokratischen Republik Kongo. 700 Tonnen und damit ein Drittel der globalen Produktion stammten 2021 aus dem politisch eher instabilen Land, wie Daten des US Geological Service (USGS) zeigen. Mit deutlichem Abstand folgt Brasilien. Zudem wird geschätzt, dass mehr als die Hälfte dabei aus dem nicht professionellen Kleinbergbau in Afrika – dem artisinal mining – stammt. Hier schürfen Menschen unter oft katastrophalen Bedingungen nach dem Material.

Dementsprechend sind Vorkommen aus sicheren Jurisdiktionen mit Sozial- und Umweltstandards sehr gefragt. Eines der wenigen aktuell in Entwicklung befindlichen Vorkommen ist das Swanson-Projekt in Namibia von Arcadia Minerals. Das Unternehmen arbeitet aktuell an einer endgültigen Machbarkeitsstudie (definitive Feasibility Study), die die technischen und finanziellen Rahmendaten für eine Produktion zeigen soll. Zudem wird bereits der Finanzierung des Projekts gearbeitet. Die Swanson-Lagerstätte umfasst bisher 2,59 Mio. Tonnen Erz und weist mit einem Durchschnittsgrad an Tantal (Ta205) mit 486 ppm einen deutlich höheren Wert als viele der bereits in Betrieb befindlichen Tantal-Minen auf. Die Aktie ist eine der weltweit wenigen Möglichkeiten, direkt in den Tantal-Markt zu investieren.

Arcadia Minerals
ISIN: AU0000145815
WKN: A3C7FG
www.arcadiaminerals.global
Land: Australien / Namibia

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