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EEAktuell wertet 9.898 Berechnungen zu Solar, Speicher, Wärmepumpe aus

Datenreport aus zwölf interaktiven Rechnern liefert Amortisationszeiten, Anlagengrößen und Speicherbedarf privater Haushalte, vom Balkonkraftwerk bis zur Sanierung.

30. Juli 2026. Die unabhängige Wissensplattform EEAktuell ( erneuerbare-energien-aktuell.de (https://erneuerbare-energien-aktuell.de)) veröffentlicht ihren ersten Datenreport zur privaten Energiewende in Deutschland. Grundlage sind 9.898 anonyme Berechnungen aus zwölf interaktiven Rechnern der Plattform, erhoben zwischen Dezember 2025 und Juni 2026. Der Report beschreibt, wie Privathaushalte Balkonkraftwerke, Solaranlagen und Batteriespeicher dimensionieren und in welchem Zeitraum sich diese Investitionen amortisieren.

Das Balkonkraftwerk ist mit 5.019 Berechnungen das häufigste Thema der Auswertung. Im Median amortisiert sich ein Balkonkraftwerk nach 4,6 Jahren, ohne Speicher bereits nach 4,2 Jahren. Regional führt Nordrhein-Westfalen mit einem Anteil von 21,7 Prozent aller Berechnungen vor Bayern (17,1 Prozent) und Baden-Württemberg (15,7 Prozent). Bei allen PV-Rechnern dominiert dagegen Süddeutschland mit Anteilen von 34 bis 43 Prozent.

Bei vollständigen Photovoltaikanlagen liegt die typische Anlagengröße bei 9,0 Kilowatt-Peak, die Amortisation bei 6,2 Jahren. Über die Hälfte der Nutzer:innen plant zusätzlich eine Ladestation für das E-Auto ein (53,6 Prozent), knapp die Hälfte eine Wärmepumpe (48,6 Prozent). Solaranlage, Speicher und E-Mobilität werden in der Planung selten getrennt betrachtet.

Haushalte, die einen Batteriespeicher einplanen, weisen im Median einen doppelt so hohen Autarkiegrad auf wie jene ohne Speicher: 80 gegenüber 40 Prozent. Der finanzielle Gesamtvorteil über 20 Jahre beträgt bei Haushalten mit Speicher 31.500 Euro gegenüber 13.843 Euro ohne, ein Unterschied von 17.657 Euro. Diese Werte stammen aus dem Eigenverbrauch-Rechner und beschreiben Tendenzen aus einer frühen Betriebsphase. Bei Erweiterungen bestehender Anlagen besitzen 86 Prozent der Haushalte bereits einen Speicher.

Der Report bildet zudem ein Nord-Süd-Gefälle beim Solarertrag ab: Bayern erzielt mit 818 Kilowattstunden pro Kilowatt-Peak und Jahr 23 Prozent mehr als Schleswig-Holstein mit 666 Kilowattstunden. An der grundsätzlichen Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen im Norden ändert der Unterschied wenig.

„Mich freut, wie flexibel das Balkonkraftwerk geplant wird. Nur 58 % der Berechnungen betreffen tatsächlich den Balkon, der Rest verteilt sich auf Flachdach, Fassade, Schrägdach und Garten. Wer eine eigene Dachfläche hat, sollte allerdings parallel prüfen, ob eine größere Anlage nicht die bessere Rechnung ist.“
Jessica Dzikonski, Gründerin und Herausgeberin, EEAktuell

Der vollständige Datenreport „Die Energiewende in Zahlen“ (14 Seiten, inklusive Pressegrafiken zur freien Verwendung mit Quellenangabe) steht unter EEAktuell Datenreport H1 2026 (https://erneuerbare-energien-aktuell.de/wp-content/uploads/2026/07/EEAktuell_Datenreport_H1_2026.pdf) zum Download bereit.

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