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Emissionsminderung in Notfällen: Wenn schnelle Reaktion über Sicherheit, Umwelt und Betrieb entscheidet

Am Terminal läuft alles im Takt: Ein Schiff legt an, Tanks werden entleert, Ladung wird übernommen, die nächste Abfahrt ist bereits eingeplant. Fällt dann ohne Vorwarnung das stationäre System zur Dampf- und Gasbehandlung aus, gerät der gesamte Ablauf ins Stocken. Gas- und Dampfströme, die zuvor kontrolliert behandelt wurden, können nicht mehr sicher abgeführt werden. Unkontrollierte Emissionen drohen auszutreten – mit unmittelbaren Folgen für Mannschaften, Terminalbetrieb, umliegende Anlagen und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. In einem solchen Szenario zählt jede Minute.

Kommentar von David Wendel, Geschäftsführer der ETS Degassing GmbH

Notfälle in industriellen Anlagen wie Häfen, Tanklagern, Raffinerien, chemischen und petrochemischen Anlagen oder im Transport gefährlicher Güter treten ohne Vorwarnung auf. Ein Leck in einer Pipeline, eine Havarie eines Gastankers, ein Unfall eines Tankwagens, entgleiste Kesselwagen oder eine ungeplante Anlagenabschaltung: All diese Situationen können durch den unkontrollierten Austritt von Gasen und Dämpfen innerhalb kurzer Zeit erhebliche Risiken für Gesundheit und Umwelt verursachen. Entscheidend ist es, austretende Schadstoffe kontrolliert zu erfassen, zu behandeln und die Freisetzung in die Luft zu stoppen.

Unkontrollierte Emissionen können insbesondere bei flüchtigen, brennbaren, toxischen oder geruchsintensiven Stoffen zur erheblichen Gefahr werden. Das sorgt für einen hohen Zeitdruck, die Gefahrenlage möglichst schnell zu stabilisieren, austretende Emissionen zu behandeln, beschädigte Komponenten zu entleeren und gleichzeitig Prozesse abzusichern. Lösungen für die mobile Emissionsminderung und Entgasung leisten in solchen Situationen einen wichtigen Beitrag zum Notfallmanagement, da sie unabhängig von stationärer Infrastruktur direkt am Einsatzort bereitgestellt werden können.

Mobile Systeme als temporäre Sicherheitsinfrastruktur

Der größte Vorteil mobiler Emissionsbehandlung liegt in der schnellen Verfügbarkeit und flexiblen Einsetzbarkeit. Mobile Anlagen können innerhalb weniger Stunden per Trailer oder Container an den Standort des Notfalls gebracht und direkt in bestehende Prozesse eingebunden werden. Das ist besonders relevant, wenn keine feste Infrastruktur zur Gasbehandlung vorhanden ist oder wenn stationäre Systeme nicht verfügbar sind.

Mobile Brennkammern können in Notfallsituationen die kontrollierte thermische Behandlung von Gasen, Gasgemischen und Dämpfen übernehmen. Die Anlagen bauen Stoffe der Gefahrengruppen IIA, IIB und IIC mit einer Effizienz von über 99,99 % und ohne offene Flamme ab. Dadurch können Schadstoffe gezielt erfasst und abgebaut werden, anstatt sie unkontrolliert in die Umgebung freizusetzen. Das reduziert Sicherheitsrisiken und unterstützt zugleich Compliance mit Vorgaben für den Umweltschutz und Schadstoffgrenzwerte.

Mobile Emissionsbehandlung in Notfällen

Typische Anwendungsfälle von mobilen Brennkammern für die Emissionsbehandlung in Notfällen sind unter anderem:

· Entgasung von Lagertanks und Pipelines: Bei Leckagen, beschädigten Anlagenteilen oder ungeplanten Reparaturen müssen Tanks, Rohrleitungen und angeschlossene Systeme häufig komplett geleert werden. Erst wenn sie gasfrei sind, können weitere Arbeiten beginnen. Anstatt die Gase und Dämpfe unkontrolliert austreten zu lassen, ermöglichen mobile Brennkammern die kontrollierte Erfassung und thermische Behandlung der Schadstoffe. Wenn die Komponenten vollständig gasfrei sind, können Reparaturen und weitere Maßnahmen sicher durchgeführt werden.

· Havarien: Bei Havarien, beschädigten Tankcontainern oder anderen Unfällen mit Gefahrgut steht die schnelle Sicherung von Gesundheit und Umwelt im Fokus. Mobile Brennkammern unterstützen dabei, austretende Schadstoffe sicher zu behandeln, Restgase zu entfernen, explosionsfähige Atmosphären zu vermeiden und betroffene Tanks oder Systeme für Bergung, Reparatur oder Weitertransport vorzubereiten. Die Anlagen können unter anderem für Schiffe, LNG-Tanker, Binnenschiffe, Tankwagen und Kesselwagen eingesetzt werden.

· VRU-Ausfall: Wenn eine stationäre Anlage für die Emissionsbehandlung (Vapor Recovery Unit, VRU) unerwartet ausfällt, können Be- und Entladeprozesse in Häfen, Tanklagern und Terminals erheblich beeinträchtigt werden. Mobile Brennkammern können temporär die Emissionsbehandlung übernehmen und so helfen, den Betrieb kontrolliert fortzuführen, bis die stationäre Anlage wieder verfügbar ist. So lässt sich ein kompletter Stillstand vermeiden, Prozesse können sicher fortgesetzt werden, und die Versorgungssicherheit ist gewährleistet.

· Spülung mit Stickstoff: Bei reaktiven, brennbaren oder explosionsgefährdeten Stoffen wie LNG oder Ammoniak kann eine Inertisierung eine sichere Umgebung schaffen. Durch Spülung mithilfe von mobilen Stickstoffverdampfern lässt sich das Risiko von Oxidation, Entzündung und Explosion reduzieren. Als Inertgas reagiert Stickstoff nicht mit anderen Produkten. Wenn ein Behältnis mit einem brennbaren oder explosionsgefährdeten Stoff gespült wird, bringt das die Konzentration im Tank unter die UEG (untere Explosionsgrenze), und der Stoff kann sicher aus dem Tank gespült werden.

Fazit

Emissionsminderung in Notfällen schützt Menschen, Umwelt und Infrastruktur und ermöglicht es, gefährliche Gase und Dämpfe auch unter Zeitdruck kontrolliert zu behandeln. Ob bei Havarien, Leckagen, VRU-Ausfällen oder ungeplanten Stillständen: Anlagen für die mobile Entgasung sind schnell verfügbar, besonders flexibel und ermöglichen einen sicheren und nachhaltigen Prozess. Damit sind mobile Lösungen ein wichtiger Baustein für wirksames industrielles Notfallmanagement.

ETS Degassing ist Experte für eine sichere, saubere und nachhaltige Emissionsminderung und mobile Entgasung. Als Nachfolger der seit über 17 Jahren erfolgreichen Unternehmen SIS und ENDEGS verfügt ETS Degassing über große Erfahrung in der umweltfreundlichen Verbrennung von schädlichen Emissionen wie Kohlenwasserstoffen sowie flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) und gefährlichen Luftschadstoffen (HAP). Die mobilen Brennkammern des Unternehmens verbrennen alle Gase, Gasgemische und Dämpfe der Gefahrengruppen IIA, IIB und IIC mit einer Verbrennungsrate von über 99,99 % sowie ohne offene Flamme und völlig geruchslos. ETS Degassing-Technologien tragen wesentlich dazu bei, dass Kunden ihre Emissionen reduzieren und sicherstellen können, dass sie auch die strengsten Umweltvorschriften und -gesetze einhalten.

Firmenkontakt
ETS Degassing GmbH
Denise Klein
Zum Täckenfeld 12
21385 Amelinghausen
+49 152 5924 7368
www.ets-degassing.com

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