German Tech Holding GmbH & Co. KGaA: GTH prüft Beteiligung an einem BioTech-Startup mit disruptivem Radiopharmakon für die Krebsdiagnostik

Frankfurt am Main (IRW-Press/07.10.2026) –
German Tech Holding prüft Beteiligung an einem BioTech-Startup mit disruptivem Radiopharmakon für die Krebsdiagnostik
* Klinisch erprobtes Zirkonium‑89-basiertes Verfahren für die PSMA‑PET/CT-Bildgebung mit mehrjähriger Anwendung und publizierter klinischer Evidenz
* Bis zu 100-fach höherer Tumor-zu-Hintergrund-Kontrast verbessert die Früherkennung und Lokalisierung von Tumorherden und Metastasen
* Klinische Expertise des Forscherteams um Professor Dr. Samer Ezziddin, einen der führenden Experten für PSMA-PET-Bildgebung
* German Tech Holding prüft Beteiligung mit 10 % an der Zirnostics GmbH
* Großer und wachsender Markt für bildgebende Verfahren in der Krebsdiagnostik
Frankfurt am Main, 7. Oktober 2026 – Die German Tech Holding GmbH & Co. KGaA (GTH), eine 2012 gegründete Holdinggesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main, prüft eine Beteiligungsopportunität an einem Startup mit einem bereits klinisch eingesetzten Radiopharmakon für die Krebsdiagnostik. Dabei handelt es sich um einen mit Zirkonium 89 markierten Tracer für die PSMA PET/CT-Bildgebung zur Diagnostik von Prostatakrebs, der durch verzögerte Bildgebung eine deutlich verbesserte Darstellung und Lokalisierung von Tumorherden und Metastasen ermöglicht. Das Verfahren wird bereits seit mehreren Jahren klinisch angewendet und ist Gegenstand mehrerer publizierter Auswertungen des Forscherteams um Prof. Dr. Samer Ezziddin, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum des Saarlandes, einer der führenden Experten für PSMA PET Bildgebung.
Das Prostate-Specific Membrane Antigen (PSMA) ist eine Zielstruktur, die bei Prostatakrebszellen und deren Metastasen häufig stark ausgeprägt ist. Das mit Zirkonium 89 markierte Radiopharmakon (Tracer) macht diese in der PET Bildgebung sichtbar. Anders als herkömmliche PET Tracer erlaubt Zirkonium 89 Bildaufnahmen noch mehrere Tage nach der Injektion. Dies führt zu einem bis zu 100 fach höheren Tumor-zu-Hintergrund-Kontrast und damit zu einer deutlich präziseren Detektion, also Darstellung und Lokalisierung von Tumorherden und Metastasen. Dadurch können selbst kleine oder bislang schwer erkennbare Tumorherde und Metastasen sichtbar gemacht und zusätzliche Krankheitsherde identifiziert werden, die in der konventionellen PSMA-PET/CT nicht erkennbar sind. Das ist naturgemäß von enormer Bedeutung für die Therapie und deren Erfolg. Zugleich ist das mit Zirkonium 89 markierte Radiopharmakon in der Herstellung nicht teurer als herkömmliche PMSA-Tracer und bietet aufgrund der deutlich längeren Halbwertszeit Vorteile bei der Distributionslogistik.
Die wissenschaftliche Grundlage liefern mehrere publizierte klinische Auswertungen des Forscherteams um Professor Dr. Samer Ezziddin. In einer ersten Untersuchung mit sieben Patienten wurden Verteilung des mit Zirkonium 89 markierte Radiopharmakon im Körper, Strahlenexposition und spätere Bildgebungszeitpunkte bis 72 Stunden nach der Injektion untersucht. Eine weitere veröffentlichte Untersuchung umfasste 23 Patienten mit Wiederauftreten eines Prostatakarzinoms und zuvor negativer Gallium 68 PSMA PET/CT. Bei 18 von 23 Patienten zeigte die Zirkonium-89-PET/CT verdächtige Läsionen. Eine 2026 veröffentlichte Machbarkeitsstudie untersuchte 65 Patienten mit sehr niedrigen PSA Werten (≤ 0,2 ng/ml) und ergab bei 72 % einen positiven Befund. Mit herkömmlichen PSMA-Tracern liegt die Positivitätsrate in dieser Patientengruppe laut einer multizentrischen Auswertung nur bei rund 30 %.
Diese Daten sowie die mehrjährige Anwendung des Verfahrens unterstreichen aus Sicht der GTH das Potenzial für eine weltweite Kommerzialisierung. Voraussetzung dafür ist eine Arzneimittelzulassung in den jeweiligen Märkten, die zunächst umfangreiche klinische Studien erfordert. Diese dürften allerdings im Vergleich zu klinischen Studien für Therapeutika nicht als Doppelblindstudien auszugestalten sein, mit kleineren Patientenzahlen auskommen und deutlich weniger Zeit in Anspruch nehmen, da die Wirkung von Radiopharmaka nicht erst nach Jahren, sondern sofort ablesbar ist. Nach den vielfältigen, erfolgreich abgeschlossenen Untersuchungen bestehen keine wesentlichen Zweifel an der Zulassungsfähigkeit. Zu diesem Zweck hat das Team kürzlich die Zirnostics GmbH mit Sitz im Science Park Saar in Saarbrücken und Christoph Gerlinger als Geschäftsführer gegründet.
In der westlichen Welt ist Prostata-Krebs ist mit einem Anteil von rund ein Viertel die häufigste Krebsneuerkrankung bei Männern. Externe Marktstudien gehen für den Markt für PSMA PET/CT Radiopharmaka weltweit von einem Volumen von rund 2 Mrd. USD im Jahr 2030 aus – allein das in den USA führende Präparat erzielte bereits 2024 einen Umsatz von rund 1 Mrd. USD. Der Zirkonium-89 basierte PSMA Tracer adressiert damit bereits heute einen attraktiven Markt in der bildgebenden Krebsdiagnostik. Gleichzeitig profitiert die Technologie von den langfristigen Wachstumsperspektiven des globalen Marktes für Prostatakrebsdiagnostik, dessen Volumen laut Grand View Research von 8,6 Mrd. USD im Jahr 2023 auf 13,2 Mrd. USD im Jahr 2030 steigen soll. Aus Sicht der GTH unterstreichen diese Marktindikatoren ebenfalls das Potenzial für die weltweite Kommerzialisierung.
Die GTH und ihr CEO und Gründer Christoph Gerlinger bringen ihre Erfahrung bei der Finanzierung und Entwicklung junger Technologieunternehmen ein. Die GTH prüft ihre Finanzierungsoptionen für einen Erwerb der Beteiligung an der Zirnostics GmbH.
Christoph Gerlinger: “Für uns vereint diese BioTech-Beteiligungsopportunität ein bereits klinisch erprobtes, stark überlegenes Radiopharmakon, ein renommiertes Forscher- und Gründerteam und einen sehr attraktiven Wachstumsmarkt. Die Zirkonium 89-Technologie hat ihre diagnostischen Vorteile bereits in mehreren klinischen Auswertungen gezeigt und besitzt das Potenzial, sich aufgrund ihrer nachgewiesenen, stark überlegenen Detektionsrate als disruptiven, wegweisenden Radiotracer für die präzisere Darstellung und Lokalisierung von Tumorherden und Metastasen zu etablieren. Eine Beteiligung im Rahmen der sich uns bietenden Opportunität und weiterer künftiger Finanzierungsrunden der Zirnostics hätte das Potenzial, die GTH zu prägen und damit ihre strategische Neuausrichtung zu bewirken.”
Prof. Dr. Samer Ezziddin: “Die Ergebnisse sind drastisch in Ausmaß und Impact für die weitere Behandlung des Prostatakarzinoms. Bis heute erfolgt immer noch sehr häufig eine das gesunde Gewebe schädigende sogenannte Blindbestrahlung eines mutmaßlich im Beckenbereich angesiedelten Lokalrezidivs, da die Tumor-Detektion nicht gelingt. Mit dem neuen Verfahren basierend auf unserer Zirkonium-89-Technologie konnten wir hingegen bei der Mehrheit der Patienten, deren konventionelle PSMA-PET/CT negativ war, Tumorherde und Metastasen bereits in einem frühen Stadium genau lokalisieren und nicht selten einen Befall an ganz anderer Stelle im Körper aufdecken und damit eine gezielte Therapie ermöglichen.”
Über die German Tech Holding
Die German Tech Holding (GTH) ist eine 2012 gegründete Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main. Die GTH firmierte bis zum 19. August 2026 unter The Payments Group Holding.
In ihrer aktiven Zeit als führender deutscher Venture Capital-Anbieter unter dem Namen German Startups Group war die GTH unter anderem mit großem Erfolg an Chrono24, Delivery Hero, Fiagon, MisterSpex, Remerge und Scalable Capital beteiligt. Bis heute hält sie Beteiligungen unter anderem an AuctionTech, SoundCloud und Thinksurance. AuctionTech ist mit ihrer SaaS‑basierten White‑Label‑Lösung PropNow für digitale Bieter‑ und Angebotsverfahren im Immobilienmarkt europäischer Marktführer.
Die GTH verfolgt Opportunitäten in den Bereichen Artificial Intelligence und BioTech. Cognicare AI, eine Ausgründung aus der Beteiligung der GTH am Company Builder Softmax AI, adressiert mit stark nachgefragten KI-Anwendungen den strukturell wachsenden Markt für Senioren‑Pflegeeinrichtungen. Die Softmax AI plant in den nächsten zwölf Monaten mehrere weitere Ausgründungen für verschiedene bereits in fortgeschrittener Entwicklung befindliche Produktfamilien für dedizierte Kundengruppen.
Daneben beschäftigt sich die GTH mit der Realisierung ihrer Forderungen gegenüber der SGT Capital‑Gruppe in Höhe von 6,1 Mio. Euro.
WKN A1MMEV
ISIN DE000A1MMEV4
Kürzel GTH
Weitere Informationen: germantechholding.com (
https://germantechholding.com/index.php/uber-uns/)
Investor Relations Kontakt
Rosenberg Strategic Communications
Mario Groß
m.gross@rosenbergsc.com
(Ende)
Aussender: German Tech Holding GmbH & Co. KGaA
Adresse: Humboldtstraße 60B, 60318 Frankfurt am Main
Land: Deutschland
Ansprechpartner: Investor Relations
Tel.: +49 69 348690520
E-Mail: ir@germantechholding.com
Website: germantechholding.com
ISIN(s): DE000A1MMEV4 (Aktie)
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