Jesus und seine biologische Bedeutung für den heutigen Kulturmenschen

Die biologische Bedeutung der Lebensbotschaft von Jesus ist heute wichtiger denn je.
Eine der bis heute eklatantesten Folgen der sogenannten Standeskultur ist die Entstehung einer unnatürlichen und asozialen Herren-Untertanen-Beziehung, die jeweils zu einer “normal” werdenden sado-masochistischen zwischenmenschlichen Beziehungskonstellation führt. Dabei haben wir es psychologisch gesehen mit einem sozialen Supergau für den Menschen zu tun, der nicht nur zu widernatürlichen, sondern auch zu karzinogenen zwischenmenschlichen Beziehungen mit einer faktischen Zersetzung der sozialen menschlichen Natur führen kann. Dadurch entsteht ein typisch künstliches menschliches Verhalten, durch das die Betroffenen mit der Zeit die natürliche Empathie sowohl für das allgemeine natürliche Leben auf der Erde als auch für das eigene Leben einbüßen.
Wie wir heute durch eine Zusammenfassung der verschiedenen Sozialwissenschaften wissen, haben wir es bei der sado-masochistischen Beziehung mit einer tragisch einander ergänzenden und zunehmend intensivierenden Beziehung zu tun. Sowohl der nach einer absolutistischen Macht über andere strebende sadistisch agierende Mensch als auch der masochistisch sich organisierende Mensch, der nach einer absolutistischen Macht über das eigene Denken und Handeln für ein kulturelles “Anpassungsverhalten” strebt, tragen zu einer “fortschrittlich” sich ins Brisante forcierenden sado-masochistischen Beziehung bei.
Dadurch entwickeln alle davon betroffenen Menschen mit der Zeit ein destruktives Beziehungsverhalten, dass dazu tendiert die Beziehung in eine Selbstzerstörung zu führen. Dies gilt nicht nur für die persönliche Beziehung, sondern auch für die Statuten der gesellschaftlichen Beziehungen, die seit 5000 Jahren eine destruktive gesellschaftliche Entwicklung fördern und über einen längeren Zeitraum einen “normalen” kulturellen Teufelskreis von Hoffnung (Aufbau), Gleichgültigkeit (Konsolidierung) und Unerträglichkeit (Zerstörung) vollziehen.
Wir können den Beginn der sado-masochistischen Herren-Untertanen-Beziehung als den menschlichen Sündenfall, als den Beginn einer un-, über- und widernatürlichen zwischenmenschlichen Beziehung begreifen, die mit der Zeit karzinogene Beziehungskonsequenzen produziert. Eine derartige Beziehung zersetzt sowohl im sadistisch als auch im masochistisch sich organisierenden Menschen die eingeborene menschliche Natur und ersetzt sie durch ein chronisch werdendes künstliches Beziehungsverhalten. Dabei geht den davon Betroffenen mit der Zeit die natürliche Empathie für den Beziehungspartner und für sich selbst durch ein sich zunehmend “perfektionierendes” absolutistisches Machtstreben über den anderen oder über die eigene Existenz verloren.
Angesichts der Lebensbotschaft von Jesus, können wir heute davon ausgehen, dass Jesus der erste bekannt werdende Mensch war, der den persönlichen und gesellschaftlichen Teufelskreis der sado-maoschistischen Herren-Untertanen-Beziehungsformen erkannt hat. Es hat daher einen Grund, weshalb der Einfluss der Lebenslehre von Jesus durch die besondere Betonung einer natürlichen Empathie mit allem Leben, einer gelebten Nächstenliebe und der Betonung der Brüderlichkeit bis heute auf viele Menschen stark geblieben ist. Diese Lebensbotschaft hilft dem Kulturmenschen, sein natürliches soziales Wesen innerhalb einer unnatürlichen sado-masochistischen Standeskultur einigermaßen zu bewahren.
In den letzten 25 Jahren finden wir sowohl im westlichen als auch im östlichen Kulturkreis eine neue Phase der kulturellen Selbstzerstörung. Ein Mensch kann sich vor dieser Entwicklung nur hinreichend seelisch schützen, wenn er die Lebensbotschaft von Jesus auf eine biologische Weise relevant und als überaus wichtig begreift. Dank der wissenschaftlich erworbenen Erkenntnisse der letzten 150 Jahre ist es dem Menschen heute möglich, den traditionellen sado-masochistischen Beziehungs-Teufelskreis einer Standeskultur durch seine destruktiven Indizien und Symptome auf eine hinreichende Weise nachzuvollziehen und durch eine bewusste Verhaltenskorrektur zu beenden.
Eine solche Konsequenz entfaltet sich nicht auf eine sensationelle Weise, sondern still im seelischen Urgrund des Menschen, indem der Einzelne die Bedeutung der Lebensbotschaft von Jesus in einer ganzheitlichen Weise als eine biologische Frage von Sein oder Nicht-Sein begreift, als die Entscheidung zwischen einem natürlichen Leben und einem widernatürlichen Leben. Nur durch ein solches Verständnis kann sich der heutige Mensch von seinen vielen kulturell bedingten destruktiven Denk- und Handlungsgewohnheiten der unnatürlichen und widernatürlichen Art wieder erlösen.
Weil diese Möglichkeit de facto besteht, veranstalten die heutigen Herren der Kultur ein alle natürlichen Maße und Grenzen hinter sich lassendes ideologisches und mediales Medienfanal. Ein solches Fanal ist in der Lage eine persönliche aus dem Inneren heraus sich entwickelnde biologische Konsequenz in Bezug auf die destruktive Konsistenz der traditionellen Standeskultur durch “sensationelle” Ablenkungen aller Art zu verdrängen und zu verhindern. Vor allem aus diesem Grund ist in den letzten 25 Jahren eine zunehmende soziale Gleichgültigkeit, Verantwortungslosigkeit und Beliebigkeit in vielen Kulturen “normal” geworden. Dadurch droht der Homo sapiens an einer “normal” gewordenen asozialen Willkür der immer bodenloser werdenden Art zu scheitern.
Die biologische Bedeutung der Botschaft von Jesus ist daher heute wertvoller denn je. Sie vermag in ihrer Konsequenz auch das religiöse Tam-Tam zum Schweigen zu bringen, das die christlichen Standeskulturen des Westens seit 1500 Jahren um die Person Jesus veranstalten. Dadurch ist es den jeweiligen Herrschern in der Kultur gelungen, den einfachen Menschen “erfolgreich” von der eigentlichen Bedeutung der Lebensbotschaft von Jesus abzulenken.
Ein heute auffallend mit dieser geschichtlichen Entwicklung nach wie vor kämpfendes Volk sind die Deutschen. Dies liegt vor allem daran, dass Deutschland stets das zentrale europäische Transitland war, so dass alle Unarten, welche die europäischen Kulturmenschen im Lauf der Zeit entwickelt haben in Deutschland ein besonderes Sammelbecken und eine mitunter sehr ungünstige Konzentration gefunden haben.
Die Deutschen sind dadurch wie kein anderes Volk in den regelrechten Krieg einer katholischen und evangelischen Angst- und Schuldreligion bzw. in eine Machtreligion hineingeraten, die, wenn man heute eine kulturgeschichtliche Bilanz zieht, ausschließlich die Interessen der religiösen und weltlichen Machthaber durchgesetzt hat. Bis heute hat sich die daraus entstandene Unart im Kulturalltag normalisiert, die vermeintliche menschliche Schuld gegenüber einen absolutistischen belohnenden und bestrafenden Gott, die dadurch entstehende übernatürliche Angst aller Gläubigen und die daraus in der Regel resultierenden chronischen und bodenlosen Aggressionen auf Sündenböcke abzuladen.
Einer der Hauptgründe für diese Verirrung ist auf das offizielle katholische und evangelische Glaubensstatut zurückzuführen, dass Jesus für die Sünden der Menschen gestorben ist. Ein solcher Glaube kann wie wir heute wissen in mehrfacher Hinsicht verheerende Folgen haben. Neben der Tendenz Unschuldige mit bodenlos destruktiven Aggressionen zu belasten und zu tyrannisieren, besteht eine weitere eklatante Folgeerscheinung der traditionellen christlichen Schuldkonstitution darin, dass die Gläubigen bis heute durch eine generative Denk und Verhaltensvererbung ihre Probleme nicht auf eine natürliche, aktive und direkte zu lösen versuchen. Stattdessen beginnen viele Gläubige bei einem neu sich stellenden Problem sich zu beklagen und tendieren auf eine seltsam irrationale Weise dazu, eine Hoffnung zu entwickeln, dass sich irgendein “Erlöser” finden lässt, der sich des Problems annimmt und es löst.
Auf eine in der Regel unbewusste Weise tendieren viele Gläubige dadurch zu einer toxischen religiös untermauerten Passivität und orientieren sich dabei ob nun bewusst oder unbewusst an einem wesentlichen katholischen und evangelischen Symbol, an Jesus als einem Sündenbock und Erlöser von allen menschlichen Problemen (Sünden). Wie wir heute wissen sind diese Probleme und Sünden zum größten Teil kulturbedingt, da sie weder durch die Natur der Tiere noch durch die besondere Natur des Menschen hinreichend erklärbar und begründbar sind.
Auch der wissenschaftlich geprägte moderne Christ kommt aufgrund dieses eher unbewussten religiösen Verhaltenstendenzen in der Regel nicht auf die Idee, dass ein solches religiöses Verhalten absurd bzw. destruktiv sein könnte. Dies hat vor allem den Grund, dass die religiösen Verhaltensrollen seit 1000 Jahren in den christlichen bzw. scheinchristlichen Kulturen klar verteilt sind: Jesus nimmt alle Last und Schuld auf sich und sorgt für eine allgemeine und systematische Erlösung aller Menschen. Dieses “Amt” überträgt der christliche Glaube seit jeher auf alle “Statthalter Gottes auf Erden”, insbesondere auf die sogenannten Seelsorger. Dadurch verleiht der einfache Mensch diesen “Statthaltern Gottes auf Erden” auf eine grundlegende Weise eine unscheinbare und doch wirksame Macht über das eigene Leben und erwartet bevorzugt von den “Herren der Kultur” die Lösung seiner Lebensprobleme.
Geht diese Rechnung nicht auf, dann beschweren sich viele Christen auch heute noch über eine schlechte, verkommene Welt, die zweifellos früher besser war als heute, hier und jetzt. In der Regel kommen die wenigsten Gläubigen, die ein solches reguläres “Programm” vollziehen auf die Idee, dass ein solches Programm psychologisch, moralisch und gesellschaftlich nicht in Ordnung und unhaltbar sein könnte. Erst durch die Mahnung des Dritten Reichs, in dem nicht nur die Juden auf eine bodenlose Weise zu Sündenböcken geworden sind, sondern auch eine totalitäre Übertragung der Macht an eine zentrale Autorität einschließlich einer Abgabe des persönlichen natürlichen und sozialen Gewissens stattgefunden hat, hat das Brutale, Asoziale und Unerträgliche an einem solchen Verhaltensprogramm greifbar gemacht.
Die Gretchenfrage ist daher, ob es für den heutigen Christen nicht besser wäre, sich auf einfache biologische Denkweisen zu besinnen und bewusst damit aufzuhören, ständig nach Fluchthelfern, Sündenböcken und Entscheidungsträgern für seine Beziehungs- und Kulturprobleme zu suchen.
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Herr Wolfgang Hauke
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Wie und weshalb ich zu einem Autor für Anthropologie, Kulturgeschichte und Psychologie geworden bin.
Als ich in den späten 60ern geboren wurde, wurde ich, wie so viele Kinder eines katholischen oder evangelischen Haushalts (in meinem Fall ein katholisch-evangelischer Mischhaushalt), zu einem Lastenträger, Sündenbock und psychologischen Mülleimer sowohl für die Beschwernisse meiner Eltern als auch für die bereits entstanden sozialen Irritationen meines älteren Bruders, der im Gegensatz zu mir noch mit dem Besen geschlagen (erzogen) worden war.
Da meine Eltern im Begriff waren einen selbständigen Betrieb aufzubauen, hatten sie nur wenig Zeit für mich übrig, so dass die daraus erwachsende ständige Vernachlässigung meinerseits kein Unglück, sondern zu einem Glück für mich wurde. Ich konnte bereits mit 10 Jahren in einer regelrechten Weise den Bannkreis der Familie verlassen und meine Zeit größtenteils selbst gestalten. Dabei wurde für mich der Wald ein wichtiger, weil beruhigender Aufenthaltsort, der mir, wie ich heute weiß, viele der gravierenden “normalen” ideologischen und emotionalen Vergiftungen erspart hat, welche viele andere Nachkriegskinder erfahren haben. Da ich mich bereits frühzeitig daran gewöhnt hatte, meinen Tagesablauf weitestgehend selbständig zu gestalten, konnte ich zudem relativ stabile Freundschaften mit anderen Kindern aufbauen und dadurch eine relative soziale Befriedigung durch empathische Beziehungen finden.
Wie viel diese besondere konstruktive Flucht aus der Kultur wert war, ist mir erst im Lauf der Zeit klar geworden, da ich, wie viele Kinder noch heute, in die verlockende Falle eines scheinbaren religiösen Trostes geraten bin. Dadurch wurde auch bei mir eine übernatürliche Sehnsucht nach einem Paradies bis ins Haltlose forciert. Dies hat bei mir immer wieder zu einer Weichheit des Gemüts durch eine Anfälligkeit für ein von Jammer begleitetes Selbstmitleid geführt. Wie ich heute weiß, kann ein solcher Jammer die davon Betroffenen unfähig machen, ein ausgewogenes natürliches Leben zu führen.
Bereits mit 12 Jahren begann ich damit, das für mich rätselhafte Kulturleben zu studieren, das ebenso grausam wie kitschig sein konnte und stets in einem künstlichen Rausch des Übernatürlichen, des Sensationellen und der Unerträglichkeit zu baden schien. Heute ist mir klar, dass sich diese seltsame Welt eines künstlich verabsolutierten Scheinlebens dadurch auszeichnet, dass es gerade nicht natürlich, sondern stets zwanghaft übernatürlich ausfällt. Dies ist Fluch und Segen aller heutigen Menschen zugleich, da der Mensch seine eingeborene relative Sozialnatur innerhalb einer solchen Kultur nur bedingt oder in vielen Fällen gar nicht verwirklichen kann. Dies ist der eigentliche, stets zu hohe Preis der traditionellen Standeskultur, der gegenwärtig immer höher wird und für viele Menschen bereits so hoch ist, dass man ihn nicht mehr mit einem inneren Frieden und Wohlwollen hinnehmen kann.
Aus diesen Gründen heraus wurde es wie von selbst zu einer natürlichen Aufgabe für mich, auf diese fundamentalen Missverhältnisse und Irritationen in der Kultur und auf die sich daraus für den Menschen ergebenden Beziehungs- und Organisationsschwierigkeiten hinzuweisen.
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