Kampfkunst oder Kampfsport? Was man bei der Wahl wissen sollte
Die Begriffe werden oft gleichgesetzt, meinen aber Verschiedenes. Das Taekwon-Do Center Terranova erklärt, worauf es bei der Entscheidung für eine Schule ankommt.
Zürich/Freiburg. Wer sich für Taekwon-Do, Karate oder Judo interessiert, stösst schnell auf zwei Begriffe, die im Alltag wie Synonyme verwendet werden: Kampfkunst und Kampfsport. Für die Wahl der richtigen Schule ist der Unterschied jedoch entscheidend. Das Traditional Taekwon-Do Center Terranova mit Standorten in Zürich, Winterthur und Freiburg ordnet die Begriffe ein und zeigt, welche Fragen Interessierte vor dem ersten Probetraining stellen sollten.
Kampfsport: Der Wettkampf steht im Mittelpunkt
Im Kampfsport überwiegt, wie der Name sagt, der sportliche Aspekt. Im Mittelpunkt steht der Vergleich: Wer ist besser, schneller oder stärker? Das Ziel ist in der Regel der direkte Wettbewerb mit anderen: Wettkämpfe gewinnen, Meisterschaften bestreiten, Titel erreichen, Pokale oder Medaillen gewinnen. Ein Trainer vermittelt sein Wissen so, dass Athletinnen und Athleten sportlich erfolgreich werden. Entsprechend konzentriert sich das Training auf schnelle, effektive Techniken, die im Wettkampf Punkte bringen, und übt diese bis zur Perfektion. Das ist vollkommen legitim. Andere Bestandteile, die bei Meisterschaften nicht gefragt sind, treten dabei allerdings häufig in den Hintergrund.
Aus Sicht der traditionellen Kampfkunst fördert dieser ständige Vergleich zwangsläufig auch das Denken in Konkurrenz: Ich gegen meinen Gegner, ich gegen die anderen. Der Massstab für den eigenen Erfolg liegt damit wesentlich im Aussen und in der Frage, ob man einen anderen Menschen besiegen kann. Die klassische Kampfkunst setzt an einem anderen Punkt an: Nicht den anderen zu besiegen, sondern sich selbst, ist ihr eigentliches Ziel.
Kampfkunst: Die Entwicklung des Menschen als Ziel
Bei einer traditionellen Kampfkunst wird die Kunst in ihrem vollen Umfang gelehrt. Der Körper wird gestärkt und der Geist geschult. Wichtiger als der sportliche Erfolg ist die persönliche Entwicklung der Schülerin oder des Schülers. Das Unterrichtskonzept umfasst bewusst auch Inhalte, die für den Wettkampf nicht ausschlaggebend sind, aber zur Gesamtheit der Kunst gehören: Werte, Charakterbildung, Zielstrebigkeit und Durchsetzungsvermögen.
Im traditionellen Taekwon-Do, wie es im Center Terranova unterrichtet wird, bilden fünf Tugenden das Fundament: Höflichkeit, Durchhaltevermögen, Integrität, Selbstdisziplin und Unbezwingbarkeit. Der Kampf ist dabei nur ein Mittel, um diese Grundsätze der Lebensführung zu vermitteln. Die Endung “Do” steht für den geistigen Weg und damit für die Schulung des Geistes. Die Lehre vom Do, dem Weg, zielt weniger auf das blosse Erweitern körperlicher Fähigkeiten als auf das Entwickeln des eigenen Potenzials.
Während es im Kampfsport darum geht, einen anderen zu besiegen, geht es in der klassischen Kampfkunst darum, sich selbst zu besiegen. Gemeint ist damit jener “innere Saboteur”, den man umgangssprachlich auch den “inneren Schweinehund” nennt: die eigenen Ängste, Zweifel, Begrenzungen und Widerstände, die einen Menschen daran hindern können, sein Potenzial zu entfalten. In der traditionellen Lehre lässt sich dieser innere Kampf auch als Auseinandersetzung mit dem eigenen Ego verstehen. Wer lernt, nicht jedem Gedanken, jeder Emotion und jedem inneren Widerstand automatisch zu folgen, gewinnt zunehmend innere Freiheit.
Damit geht Kampfkunst aus Sicht von Grossmeister Salvatore Terranova noch über das hinaus, was heute häufig als “Mindset” bezeichnet wird. Es geht um Bewusstsein: um die Fähigkeit wahrzunehmen, dass wir Gedanken und Emotionen haben, ohne mit ihnen vollständig identisch sein zu müssen. Wer seine Gedanken beobachten kann, schafft Abstand zu automatischen Reaktionen und gewinnt dadurch die Möglichkeit, bewusster zu handeln.
Genau darin liegt ein wesentlicher Gedanke des “Do”: Der Mensch arbeitet nicht nur an seinem Körper, sondern nutzt den Körper als Werkzeug zur Schulung des Geistes. Körperliche Grenzen, Anstrengung, Angst, Ungeduld und Widerstände werden im Training unmittelbar erfahrbar. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, wie der Mensch innerlich damit umgeht. In diesem Verständnis steht die Entwicklung des Geistes über dem blossen körperlichen Leistungsvermögen – und das Überwinden der eigenen inneren Begrenzungen über dem Besiegen eines anderen Menschen.
Woran erkennt man eine Kampfkunstschule?
Für Interessierte lässt sich der Unterschied oft schon beim Probetraining erkennen. Einige Anhaltspunkte:
– Wird von Lehrern oder von Trainern gesprochen? In der Kampfkunst steht der Lehrer in einer Linie, im Fall von Terranova als direkter Schüler von Grossmeister Kwon Jae-Hwa.
– Geht es hauptsächlich darum, besser als andere zu werden, oder darum, an sich selbst zu arbeiten? In einer traditionellen Kampfkunst steht nicht das Besiegen eines Gegners, sondern das Überwinden der eigenen Grenzen im Mittelpunkt.
– Wird neben dem Körper auch der Geist geschult? Die Endung “Do” bezeichnet den geistigen Weg. Konzentration, Selbstwahrnehmung, Selbstdisziplin und der bewusste Umgang mit Gedanken, Emotionen und inneren Widerständen sind deshalb Teil der Ausbildung.
– Gibt es neben Technik und Kondition auch Formenlauf (Hyong), Gymnastik und Haltungsschulung? Diese Elemente gehören zur vollständigen Kunst.
– Wie wird mit Körperkontakt umgegangen? Im traditionellen Taekwon-Do wird im Freikampf (Taeryon) bewusst ohne Körperkontakt trainiert. Verletzungen sind dadurch selten.
– Welche Rolle spielen Respekt, Etikette und Werte im Unterricht? Werden sie aktiv vermittelt oder nur vorausgesetzt?
– Für wen ist das Training gedacht? Eine Kampfkunstschule bietet in der Regel Kurse für unterschiedliche Altersstufen, im Center Terranova von Kindern ab 5 Jahren bis zu Erwachsenen über 50.
Kampfkunst und Kampfsport verfolgen unterschiedliche Ziele
Kampfsport und Kampfkunst sind nicht besser oder schlechter, sondern verfolgen unterschiedliche Ziele. Wer den sportlichen Vergleich sucht, sich mit anderen messen und Medaillen oder Titel gewinnen möchte, ist in einer Kampfsportschule gut aufgehoben. Wer dagegen einen Ausgleich zum Alltag sucht, an Konzentration, Beweglichkeit und Selbstvertrauen arbeiten und gleichzeitig lernen möchte, mit den eigenen Ängsten, Widerständen und Begrenzungen bewusster umzugehen, findet in einer traditionellen Kampfkunst den passenderen Rahmen.
Vereinfacht lässt sich der Unterschied auf einen Satz bringen: Im Kampfsport lernt man, einen anderen zu besiegen. In der traditionellen Kampfkunst lernt man, sich selbst zu besiegen.
Das Center Terranova versteht sich ausdrücklich als Kampfkunstschule. Die Schulung von Körper und Geist und die persönliche Entwicklung stehen im Mittelpunkt. Turniere innerhalb des Verbands gehören zwar dazu, etwa in den Disziplinen Form, Bruchtest und Freikampf, sie sind aber nicht der Zweck des Trainings, sondern eine Station auf dem Weg. Der Wettkampf dient damit letztlich demselben Ziel wie das tägliche Training: nicht das eigene Ego zu bestätigen, sondern sich selbst besser kennenzulernen und über die eigenen Grenzen hinauszuwachsen.
Weitere Informationen und kostenloses Probetraining: taekwondo-terranova.com/einsteiger
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Traditional Taekwon-Do Center Terranova
Herr Salvatore Terranova
Dorfstrasse 2
8037 Zürich
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email : center@taekwondo-terranova.com
Das Traditional Taekwon-Do Center Terranova unterrichtet traditionelles Taekwon-Do in der Linie von Grossmeister Kwon Jae-Hwa an vier Standorten: im Center Zürich (Hauptsitz, Dorfstrasse 2), am Standort Zürich Sihlcity, im Center Winterthur und im Center Freiburg im Breisgau. Gegründet wurde die Schule 2002 von Grossmeister Salvatore Terranova (5. Dan), einem direkten Schüler von Kwon Jae-Hwa. Das Angebot umfasst Kurse für Kinder ab 5 Jahren, Jugendliche, Familien, Erwachsene und Menschen über 50, sieben Tage die Woche, auch in den Ferien. Die Schule wurde innerhalb des Kwon-Jae-Hwa-Verbands als beste Schule ausgezeichnet und ist in Freiburg als anerkannte Bildungseinrichtung zugelassen.
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