Kleine Köpfe, große Ideen: Die deutschen GewinnerInnen des Kinder-Erfinder-Wettbewerbs ideas4ears von MED-EL

Kleine Köpfe, große Ideen: Die deutschen GewinnerInnen des Kinder-Erfinder-Wettbewerbs ideas4ears von MED-EL

In diesem Jahr konnte besonders der elfjährige Bastian aus Hamburg mit seiner kreativen Idee die Jury überzeugen, die ihn zum deutschen Gewinner kürte

Kleine Köpfe, große Ideen: Die deutschen GewinnerInnen des Kinder-Erfinder-Wettbewerbs ideas4ears von MED-EL

ideas4ears-Gewinnerkind Bastian (11 Jahre) aus Hamburg (Bildquelle: ©privat)

Starnberg, 14. März 2022: MED.I – so nennt der elfjährige Bastian aus Hamburg seine Erfindung, mit der er beim diesjährigen ideas4ears Wettbewerb von MED-EL den ersten Platz in Deutschland belegt. Bastian ist der erste Gewinner mit einem Vibrant Soundbridge Hörimplantat – eine Technologie, die von ideas4ears-Gründer Geoffrey Ball entwickelt wurde und noch heute selbst von ihm getragen wird. Dieses Jahr feiert der Wettbewerb, der ins Leben gerufen wurde, um junge, gehörlose Kinder zu inspirieren, neue Technologien zu erfinden, die das Leben von Menschen mit Hörverlust verbessern sollen, sein fünfjähriges Jubiläum.

Im Jahr 2022 wurden fast 300 Erfindungen aus 19 Ländern von über 270 Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren eingereicht – 20 davon aus Deutschland. Die kreativen Einsendungen reichen dabei über “Rückspiegel”, die es gehörlosen Fußgängern ermöglichen, das Geschehen hinter sich wahrzunehmen, ein “Batterie Signal”, das dem Implantat-Träger eine halbe Stunde, bevor die Batterien leer sind, einen Hinweis gibt und einer “Vibrationsmatte” in verschiedenen Größen, die beispielsweise mit dem Handy oder der Türklingel verbunden werden kann, und per Vibration dem Nutzer zeigt, dass ein Anruf eingeht oder jemand an der Tür klingelt. All diese Ideen führen vor Augen, welche Herausforderungen Menschen mit Hörverlust im täglichen Leben meistern müssen.

Die Erfinder von morgen mit Weitblick und Kreativität
Unter allen Einsendungen, die in Form von Videopräsentationen, Zeichnungen, Gemälden oder sogar realen Prototypen erfolgen, wurden die neun besten Erfindungen weltweit ausgezeichnet. Einer davon ist der elfjährige Bastian aus Hamburg, der seine Idee in einem kurzen Video vorstellt: “Die Erfindung ist eine KI. Sie heißt MED.I und ist über Sprachbefehl steuerbar – ähnlich wie Alexa. Ich muss beispielsweise sagen ´MED.I, blende Nebengeräusche aus´ und dann blendet MED.I alle Nebengeräusche aus.” Es handelt sich dabei um einen sprachgesteuerten Audioprozessor, der alle Geräusche ausblenden kann, wenn der Benutzer Stille wünscht. Die Idee kam ihm beim Homeschooling mit seinen vier Geschwistern, nachdem er bei einem hohen Geräuschpegel Schwierigkeiten hat, sich zu konzentrieren. Neben dem Ausblenden von Nebengeräuschen kann MED.I auch Vokabeln abfragen und bei den Hausaufgaben helfen und agiert dabei wie ein guter Freund beim Lernen – so Bastians Vorstellung. Über seinen Sieg sagt er: “Toll, dass ich gewonnen habe. Ich hätte nicht damit gerechnet. Der Wettbewerb hat mir viel Spaß gemacht. Ich hoffe, dass meine Idee, eine Hörlösung, die Störgeräusche ausblendet, bald umgesetzt wird.”

In Deutschland teilen sich nach Bastian aus Hamburg, der elfjährige Maximilian aus Uelzen und die siebenjährige Clara aus Darmstadt den zweiten Platz. Maximilian liegt das Thema Umweltschutz am Herzen, weshalb seine Idee den Einsatz von Akkus anstelle von Batterien umfasst, die durch Sonnenenergie angetrieben werden sollen. Clara hat einen ähnlichen Gedanken und ein Modell erfunden, bei dem das CI ganz ohne Batterien auskommt und nur durch Sonnenlicht betrieben werden kann. “Die Welt aus Kindersicht ist voller Optimismus. Sie gehen mit einer ungefilterten Linse an eine Erfindung heran und lassen ihrer Kreativität freien Lauf. Ich bin jedes Jahr aufs Neue beeindruckt, welche kreativen und innovativen Ideen uns immer wieder erreichen. Und dabei ist die Erfindung selbst nur ein Teil der Aufgabe – die große Herausforderung ist es ja, die eigenen Ideen zu präsentieren. Auch hier haben sich die Kinder sehr viel Mühe gegeben. Es gibt Kinder, die jedes Jahr mit neuen Ideen antreten. Das zeigt wahren Erfindergeist und Ausdauer”, kommentiert Geoffrey Ball den diesjährigen Wettbewerb. Geoffrey Ball selbst wurde als Kleinkind taub und erfand daraufhin ein revolutionäres Mittelohrimplantat zur Behandlung seiner eigenen Schwerhörigkeit: die Vibrant Soundbridge. Mit dem Wettbewerb ideas4ears, welcher im Jahr 2017 ins Leben gerufen wurde, möchte er die nächste Generation von Hörimplantat-Erfindern ermutigen, ihre Erfindungsreise schon in jungen Jahren zu beginnen und im Bereich MINT groß zu denken und zu träumen.

Weitere Informationen zum ideas4ears-Wettbewerb finden Sie unter: www.ideas4ears.org
Honorarfreie Bilder und Infografiken finden Sie zum kostenfreien Download im Bildarchiv unter: http://www.comeo.de/pr/kunden/med-el/bildarchiv.html

Über HÖRVERLUST
Mehr als 5% der Weltbevölkerung – 466 Millionen Menschen – leben mit einschränkendem Hörverlust (432 Millionen Erwachsene und 34 Millionen Kinder)1. Schätzungen zufolge werden 2050 bereits 900 Millionen Menschen – also jeder Zehnte – von einschränkendem Hörverlust betroffen sein. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt bei Hörverlust verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit. Dazu zählen auch Hörimplantate.1

Über Geoffrey Ball, Chefjuror von Ideas4ears und Erfinder der VIBRANT SOUNDBRIDGE
Geoffrey Balls außergewöhnliches technologisches Abenteuer begann im legendären Silicon Valley in Kalifornien. Jahre später führte es ihn nach Innsbruck im Herzen der österreichischen Alpen, wo er noch heute lebt und arbeitet. Schon als Kind war Ball klar, dass Gebärdensprache, herkömmliche Hörgeräte und Lippenlesen nichts für ihn waren. Daher beschloss er, selbst nach einer Lösung für seinen Hörverlust zu suchen. Er ließ sich nie von seiner Hörbeeinträchtigung aufhalten und entwickelte sich zu einem modernen Renaissance-Wissenschaftler mit breit aufgestellten Interessen und Fähigkeiten, kombiniert mit einem unternehmerischen Talent für Innovationen.

Über MED-EL
MED-EL Medical Electronics, führender Hersteller von implantierbaren Hörlösungen, hat es sich zum vorrangigen Ziel gesetzt, Hörverlust als Kommunikationsbarriere zu überwinden. Das österreichische Familienunternehmen wurde von den Branchenpionieren Ingeborg und Erwin Hochmair gegründet, deren richtungsweisende Forschung zur Entwicklung des ersten mikroelektronischen, mehrkanaligen Cochlea-Implantats (CI) führte, das 1977 implantiert wurde und die Basis für das moderne CI von heute bildet. Damit war der Grundstein für das erfolgreiche Unternehmen gelegt, das 1990 die ersten Mitarbeiter aufnahm. Heute beschäftigt MED-EL mehr als 2200 Mitarbeiter aus 75 Nationen in 30 Niederlassungen weltweit. Das Unternehmen bietet die größte Produktpalette an implantierbaren und implantationsfreien Lösungen zur Behandlung aller Arten von Hörverlust; Menschen in 124 Ländern hören mithilfe eines Produkts von MED-EL. Zu den Hörlösungen von MED-EL zählen Cochlea- und Mittelohrimplantat-Systeme, ein System zur Elektrisch Akustischen Stimulation, Hirnstammimplantate sowie implantierbare und operationsfreie Knochenleitungsgeräte. www.medel.com

MED-EL Elektromedizinische Geräte Deutschland GmbH
Die MED-EL Elektromedizinische Geräte Deutschland GmbH wurde 1992 als erste Tochterfirma des Innsbrucker Medizintechnik-Unternehmens MED-EL Medical Electronics in Starnberg gegründet. Über 150 MitarbeiterInnen sind für Nutzer von MED-EL Hörimplantat-Systemen tätig und betreuen Kliniker, Audiologen, Techniker, Hörakustiker und Verantwortliche im Vertriebsgebiet Deutschland, Niederlande, Finnland, Luxemburg und den ABC Inseln in den Niederländischen Antillen. Mehr Informationen unter www.medel.de

MED-EL Schweiz GmbH
Im Dezember 2017 wurde darüber hinaus die MED-EL Schweiz GmbH mit Sitz in Tägerwilen im Kanton Thurgau gegründet. Diese Niederlassung ist hundertprozentiges Tochterunternehmen der MED-EL Medical Electronics in Innsbruck. Geschäftsführer der MED-EL Schweiz GmbH ist Gregor Dittrich. Das Schweizer Team ist für Nutzer von MED-EL Hörimplantat-Systemen tätig und betreut Kliniker, Audiologen, Techniker, Hörgeräteakustiker und Verantwortliche in der gesamten Schweiz. www.medel.com/ch

MED-EL Care & Competence Center GmbH
Die MED-EL Care & Competence Center GmbH mit Sitz in Starnberg ist hundertprozentiges Tochterunternehmen der MED-EL Elektromedizinische Geräte Deutschland GmbH. Geschäftsführer der MED-EL Care & Competence Center™ GmbH und der MED-EL Elektromedizinische Geräte Deutschland GmbH ist Gregor Dittrich. Mit den MED-EL Care Centern™ in Berlin, Bochum, Dresden, Frankfurt am Main, Hannover, München und Tübingen, sowie in Helsinki und dem niederländischen Utrecht erfüllt das Unternehmen den Anspruch eines lokalen Kompetenzzentrums und bietet Informationen rund um das Thema MED-EL Hörimplantat-Lösungen und Nachsorge. Speziell geschulte Experten bieten umfassenden Service und Informationen für Menschen, die bereits ein Hörimplantat nutzen sowie Menschen mit Hörverlust. Zudem unterstützt das Unternehmen durch die enge Zusammenarbeit mit Kliniken sowie durch qualitativ hochwertige Fort- und Weiterbildungsprogramme den gesamten Versorgungs- und Nachsorgeprozess. Öffnungszeiten der MED-EL Care Center™ und weitere Informationen zur MED-EL Care & Competence Center GmbH unter www.medel.de

Firmenkontakt
MED-EL Elektromedizinische Geräte Deutschland GmbH
Julia Kujawa
Moosstraße 7 / 2.OG
82319 Starnberg
+49 (0)8151 77 03 73
julia.kujawa@medel.de
www.medel.com/de/

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