Kollektiver Seitenschutz an der Dachkante: Sicherheit auf dem Dach ganzheitlich denken

Werden Dächer regelmäßig begangen, rückt ein Thema zwangsläufig in den Fokus: der wirksame Schutz vor Abstürzen.
Dabei greift es zu kurz, Dächer nur als passiven Teil der Gebäudehülle zu betrachten, denn tatsächlich werden sie vielerorts regelmäßig als Arbeitsbereich genutzt. In der Praxis sind sie häufig mit technischer Infrastruktur belegt, beispielsweise mit PV-Anlagen, Blitzschutz, Antennen, Lichtkuppeln oder Dachbegrünung. Damit werden sie zum wiederkehrenden Arbeitsort mit eigenem Gefährdungsprofil. Sicherheit muss deshalb als Gesamtsystem aus Technik, Organisation und verlässlicher Anwendung geplant werden.
Technische Schutzmaßnahmen und Vorrang des Kollektivschutzes
Die Grundprinzipien des Arbeitsschutzes sind entsprechend klar: Technische Schutzmaßnahmen haben Vorrang vor organisatorischen und persönlichen Maßnahmen. Ein festes Geländer entlang der Dachkante ist eine der wirksamsten Lösungen, da es unabhängig davon ist, ob sich einzelne Personen korrekt sichern. Genau hier setzt das SchutzGeländer-System von KRAUSE an. Als kollektiver Seitenschutz konzipiert, schafft es eine sichere Arbeitsumgebung auf Flach- und Hallendächern sowie an anderen absturzgefährdeten Bereichen, ohne dass Beschäftigte eine persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz anlegen müssen. “Bei Absturzgefahren auf Dachflächen ist kollektiver Seitenschutz die robusteste Lösung, weil er unabhängig vom Verhalten einzelner Personen wirkt. Genau darauf ist unser SchutzGeländer-System ausgelegt: normkonform, modular und ohne Eingriff in die Dachhaut montierbar”, heißt es aus dem KRAUSE-Produktmanagement.
Gefährdungsbeurteilung als Grundlage der Schutzmaßnahme
Welche Schutzmaßnahme erforderlich ist, ergibt sich nicht aus Routine, sondern aus einer strukturierten Bewertung der Gefährdungen. Neben der offensichtlichen Absturzkante gehören in der Praxis dazu auch Durchsturzrisiken, etwa an Lichtkuppeln, sowie witterungsbedingte Einflüsse wie Wind, Nässe oder Hitze. Je nach Ausstattung sind auch elektrische Gefährdungen im Umfeld von PV-Anlagen zu berücksichtigen. Grundlage ist eine dokumentierte Gefährdungsbeurteilung. Diese darf nicht als einmaliges Papier verstanden werden, sondern muss bei Änderungen an Dachaufbauten oder Arbeitsabläufen überprüft und fortgeschrieben werden.
Durchdringungsfreie Montage und Schutz der Dachabdichtung
Ein zentrales Merkmal des Systems ist die durchdringungsfreie Befestigung. Anstelle von Verschraubungen in der Dachabdichtung sorgen Ballastgewichte aus Beton oder Kunststoff für die erforderliche Standfestigkeit. Unterlegte Schutzvliese reduzieren das Risiko von Druckstellen oder Beschädigungen, sodass die Dachhaut intakt bleibt. Dies ist ein relevanter Vorteil, insbesondere bei Bestandsgebäuden und sensiblen Abdichtungen. Gerade im Bestand ist eine unversehrte Dachabdichtung oft der entscheidende Faktor. Durch die Ballastierung können auch empfindliche Dachflächen sicher geschützt werden, ohne dass neue Schwachstellen entstehen.
Modulares System für Dachgeometrien und zusätzliche Gefahrenstellen
Das modular aufgebaute System lässt sich an unterschiedliche Dachgeometrien anpassen, einschließlich Ecken in variablen Winkeln, Attika-Absätzen oder Aufbauten. Dadurch ist ein durchgehender Seitenschutz entlang relevanter Absturzkanten möglich, ohne dass zwangsläufig Sonderkonstruktionen erforderlich sind. Mit denselben Komponenten lassen sich außerdem Gefahrenstellen wie Lichtkuppeln, Schächte oder technische Anlagen einfassen. Optional integrierbare, selbstschließende Zugangstüren unterstützen einen sicheren Übergang vom Aufstieg in den geschützten Bereich. Wo keine ausreichende Attika vorhanden ist, kann eine Fußleiste ergänzt werden, um herabfallende Gegenstände zu verhindern.
Sicherer Dachzugang mit ortsfesten Steigleitern
In vielen Betrieben erfolgt der Zugang zum Dach über ortsfeste Steigleitern. Somit beginnt die Sicherheit bereits beim Weg dorthin und nicht erst oben auf der Dachfläche. Ein rutschhemmender, kontrollierbarer Aufstieg, ein sicherer Durchstieg und ein definierter Übergang in den geschützten Bereich sind entscheidend dafür, ob ein Schutzkonzept im Alltag verlässlich funktioniert. KRAUSE stellt neben dem Seitenschutz auch ortsfeste Steigleitern her. Dadurch können Betreiber Aufstieg und Absturzsicherung als zusammenhängende Systemlösung planen – insbesondere dort, wo Dächer regelmäßig für Wartung und Inspektion genutzt werden und der Zugang organisatorisch kontrolliert werden muss.
Betreiberverantwortung, Organisation und Nachweisführung
Selbst eine gute technische Ausstattung ersetzt nicht die organisatorische Verantwortung. Zu den Betreiberpflichten gehören nicht nur die Auswahl, Planung und Montage sowie die wiederkehrende Prüfung der Sicherungstechnik, sondern auch die Festlegung von Regeln für Zutritt und Nutzung. So sollten Dächer beispielsweise nur von befugten und unterwiesenen Personen betreten werden und der unbefugte Zutritt muss organisatorisch verhindert werden. Werden Fremdfirmen eingesetzt, bleibt die Verantwortung beim Betreiber, einschließlich der Auswahl- und Einweisungspflichten sowie der Koordination, wenn mehrere Gewerke parallel tätig sind. Ebenso wichtig ist die laufende Kontrolle der Einhaltung von Schutzmaßnahmen sowie die Dokumentation von Unterweisungen, Prüfungen und Wartungen. Denn im Ereignisfall zählt nicht nur, was vorhanden war, sondern auch, was nachweislich organisiert und überwacht wurde.
Wirksamkeit über den Lebenszyklus durch Prüfung und Instandhaltung
Das SchutzGeländer-System erfüllt die Anforderungen der DIN EN 13374 für temporäre Seitenschutzsysteme und unterstützt die Umsetzung der Arbeitsstätten- und der Betriebssicherheitsverordnung. Es ist aus Aluminium-Strangpressprofilen und Edelstahl gefertigt, für den Außeneinsatz ausgelegt, witterungs- und korrosionsbeständig sowie recycelbar. Damit ein Dachschutzkonzept dauerhaft wirksam bleibt, müssen technische Schutzmaßnahmen regelmäßig geprüft und instandgehalten werden.
Dabei stellt sich für Betreiber nicht nur die Frage nach der richtigen technischen Lösung, sondern auch nach der dauerhaft rechtssicheren Umsetzung im Betrieb. Wiederkehrende Prüfungen sind zentral, um den ordnungsgemäßen Zustand der Absturzsicherung zu bestätigen, Verschleiß oder Veränderungen am Dachaufbau frühzeitig zu erkennen und die lückenlose Nachweisführung gegenüber internen und externen Stellen zu gewährleisten. KRAUSE kann diese Prüfaufgaben im Rahmen von KRAUSE INSPECT übernehmen – von der fachgerechten Kontrolle über die Dokumentation bis zur Ableitung konkreter Maßnahmen, falls Anpassungen erforderlich sind. Auf Wunsch kann die Dokumentation auch digital unterstützt werden, beispielsweise durch die Lösungen zur Arbeitsmittelprüfung von wosatec. So wird der Prüfprozess im Alltag nicht unnötig verkompliziert.
Zur ganzheitlichen Betrachtung gehört außerdem, dass im Ernstfall klar ist, wie reagiert werden muss, denn Sicherheit auf dem Dach ist auch immer eine Frage der Rettungsfähigkeit und der definierten Abläufe.
Zusammenspiel von Technik, Zugang und Organisation
Ein kollektiver Seitenschutz an der Dachkante ist mehr als nur Pflichterfüllung. Er ist ein zentraler Baustein moderner Sicherheitskonzepte, da er unabhängig vom Verhalten einzelner Personen schützt und Arbeitsabläufe spürbar vereinfacht. Die Dachnutzung wird jedoch erst dann nachhaltig sicher, wenn Technik, Zugang, Unterweisung, Koordination und Nachweisführung als zusammenhängendes System verstanden und betrieben werden. Mit KRAUSE kommen dafür alle Komponenten und Services zusammen – vom sicheren Dachzugang über den kollektiven Seitenschutz bis zur Prüfung und Dokumentation aus einer Hand.
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