myriamed bringt humane Herzmuskelzellen über bit.bio in den globalen Markt der Wirkstoffforschung

Exklusive Partnerschaft eröffnet dem iPSC-basierten Herzmodellen aus Göttingen der myriamed GmbH einen weltweiten Vertriebsweg und markiert den Beginn der internationalen Expansion.
Göttingen / Cambridge (Großbritannien), 23. September 2026 – Die myriamed GmbH, Spezialist für humane Herzmodelle und Ausgründung aus dem Labor von Prof. Wolfram-Hubertus Zimmermann an der Universitätsmedizin Göttingen, hat eine exklusive Partnerschaft mit bit.bio geschlossen.
Das im britischen Cambridge ansässige Unternehmen ist auf die Programmierung humaner Zellen spezialisiert. Die Vereinbarung führt das iPSC-basierte kardiale Zellportfolio von myriamed in einen weltweiten Vertriebskanal und ist ein wichtiger Schritt in der internationalen Wachstumsstrategie des Unternehmens.
Für myriamed beantwortet die Partnerschaft eine Frage, vor der jedes forschungsgetriebene Technologieunternehmen steht: Wie gelangt exzellente Wissenschaft zu den Forschenden, die sie benötigen, und zwar im Tempo des Marktes? Statt von Göttingen aus eine eigene weltweite Vertriebsorganisation aufzubauen, setzt myriamed auf einen Partner, dessen Reichweite und Technologieplattform die eigenen Stärken verstärken. Herzmodelle aus mehr als einem Jahrzehnt spezialisierter Forschung werden damit für Teams in der Wirkstoffforschung weltweit verfügbar, ohne dass myriamed Kapital oder Aufmerksamkeit von der Wissenschaft abziehen muss, aus der sie hervorgegangen sind.
_”myriamed hat sich durch jahrzehntelange Forschungs- und Technologiearbeit an die Spitze der humanen Herzmodellierung gearbeitet. Die Partnerschaft mit bit.bio verschafft uns eine erhebliche Reichweite und dazu eine Zellprogrammierungsplattform, die unsere eigene Arbeit ergänzt. Gemeinsam können wir die Verbreitung humanrelevanter Modelle beschleunigen und die Arzneimittelentwicklung neu ausrichten, mit der menschlichen Biologie im Zentrum schnellerer und verlässlicherer Entscheidungen”, _sagt Arne Östlind, CEO der myriamed GmbH.
Im Rahmen der Vereinbarung werden die Kardiomyozyten von myriamed exklusiv über bit.bio angeboten. Das Portfolio umfasst kryokonservierte humane iPSC-basierte ventrikuläre und atriale Kardiomyozyten, ein Krankheitsmodell für die dilatative Kardiomyopathie sowie Reporter-Herzzellen für phänotypisches Screening in Echtzeit. Da alle Zelltypen auf denselben Spenderhintergrund zurückgehen, steht Forschenden ein genetisch identisches System zur Verfügung: für die Untersuchung von Krankheitsphänotypen ebenso wie für kammerspezifische Vergleiche zwischen atrialer und ventrikulärer Biologie. Die genetisch abgeglichenen Krankheitsmodelle von myriamed ermöglichen darüber hinaus die Erforschung von Kardiomyopathien und Herzrhythmusstörungen.
Die Zellen werden kryokonserviert und gebrauchsfertig geliefert; aufwendige eigene Differenzierungsprotokolle entfallen. Sie bilden zugleich die Grundlage der dreidimensionalen EHM-Plattform (Engineered Human Myocardium) und der funktionellen Screening-Services von myriamed, die Forschende von der einzelnen Zelle bis zur kontraktilen Messung auf Gewebeebene führen und chronische Applikationen sowie Langzeitstudien ermöglichen, die zweidimensionale Monolayer-Kulturen nicht abbilden können. Dieselben Zellen lassen sich ebenso in anderen dreidimensionalen Systemen einsetzen und stellen über die Integration in die CRISPR-Screening-Services von bit.bio den physiologischen Hintergrund für genetische Screens bereit.
_”Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit bit.bio. Mit unserer komplementären Expertise aus jahrzehntelanger Grundlagenforschung sind wir gut aufgestellt, um Kundinnen und Kunden aus Wissenschaft und Industrie zu bedienen. Unser Anspruch war immer die Qualität humaner Zell- und Gewebemodelle. Diese bringen wir nun in die weltweite Wirkstoffforschung”, _sagt Prof. Dr. Wolfram-Hubertus Zimmermann, Gründer der myriamed GmbH.
Hinter der kommerziellen Logik steht eine wissenschaftliche. Kardiotoxizität zählt nach wie vor zu den häufigsten Ursachen für das Scheitern von Wirkstoffkandidaten, begünstigt durch den frühen Einsatz von Modellen, die die menschliche Herzbiologie nicht abbilden. Regulatorische Rahmenwerke wie der FDA Modernization Act 2.0 haben den Umstieg der Branche auf humanrelevante Methoden beschleunigt. myriamed verzeichnet eine deutlich steigende Nachfrage der internationalen Pharmaindustrie nach validierten und reproduzierbaren humanen Herzmodellen. Die Partnerschaft versetzt das Unternehmen in die Lage, diesen Bedarf im großen Maßstab zu bedienen.
Dr. Emma Pepperell, CEO von bit.bio, sagt: _”Mit der Aufnahme der myriamed-Kardiomyozyten in unser Portfolio erhalten Forschende genau die Zellen, die sie benötigen: für die Modellierung einer Kardiomyopathie, für den Aufbau eigener 3D-Herzgewebe oder für ein Sicherheitsscreening, und das durchgehend auf demselben physiologisch relevanten Hintergrund. Partnerschaften wie diese können den Wandel der Pharmaindustrie hin zu prädiktiveren, humanrelevanten Ansätzen in der Arzneimittelentwicklung beschleunigen.”_
Die Plattform von myriamed reicht von definierten humanen iPSC-basierten Zellen, darunter Kardiomyozyten, Skelettmuskelzellen und Fibroblasten, bis zu funktionellem dreidimensionalem Muskelgewebe und Technologien für phänotypisches Screening. Die Vereinbarung mit bit.bio betrifft das kardiale Portfolio; die übrige Plattform verbleibt bei myriamed und wird weiterentwickelt. Das Unternehmen geht davon aus, dass das hier etablierte Partnerschaftsmodell auch die Markteinführung weiterer Gewebesysteme prägen wird.
Auf einen Blick
* Das kardiale Zellportfolio von myriamed wird künftig exklusiv über bit.bio angeboten. Das Göttinger Unternehmen erhält damit eine weltweite Vertriebsreichweite, die es allein nicht in diesem Tempo hätte aufbauen können
* Die Vereinbarung umfasst kryokonservierte ventrikuläre und atriale Kardiomyozyten, ein Modell der dilatativen Kardiomyopathie sowie Reporter-Herzzellen für Echtzeitmessungen – sämtlich auf genetisch identischem Spenderhintergrund
* myriamed-Produkte werden in die CRISPR-Screening-Services von bit.bio integriert und damit Teil eines breiteren Workflows in der Wirkstoffforschung
* Die Partnerschaft ist der erste Schritt der Strategie, myriamed vom spezialisierten Anbieter zum Referenzstandard für humane Herzmodelle in der präklinischen Arzneimittelentwicklung zu entwickeln
Die myriamed GmbH ist ein Biotechnologieunternehmen mit Sitz in Göttingen. Es ist spezialisiert auf humane iPSC-basierte Zellen, biotechnologisch hergestellte humane Gewebe und funktionelle Screening-Technologien für Wirkstoffforschung und Krankheitsmodellierung. Als Ausgründung aus dem Labor von Prof. Wolfram-Hubertus Zimmermann an der Universitätsmedizin Göttingen verbindet myriamed mehr als ein Jahrzehnt kardiologischer Forschungsexpertise mit eigenen Technologien zur Abbildung menschlicher Physiologie und Erkrankungen.
bit.bio mit Sitz in Cambridge, Großbritannien, ist ein Unternehmen für die Programmierung humaner Zellen und liefert humane iPSC-basierte Zellprodukte für Forschung und Wirkstoffentwicklung in den Bereichen Herz, Leber und Zentralnervensystem.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
myriamed GmbH
Herr Arne Östlind
Rudolf-Wissel-Straße 28a
37079 Göttingen
Deutschland
fon ..: +491729031564
web ..: https://www.myriamed.com
email : arne.oestlind@myriamed.com
Die myriamed GmbH ist ein Biotechnologieunternehmen mit Sitz in Göttingen. Es ist spezialisiert auf humane iPSC-basierte Zellen, biotechnologisch hergestellte humane Gewebe und funktionelle Screening-Technologien für Wirkstoffforschung und Krankheitsmodellierung. Als Ausgründung aus dem Labor von Prof. Wolfram-Hubertus Zimmermann an der Universitätsmedizin Göttingen verbindet myriamed mehr als ein Jahrzehnt kardiologischer Forschungsexpertise mit eigenen Technologien zur Abbildung menschlicher Physiologie und Erkrankungen.
Pressekontakt:
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