ÖDP-Beitrag zur Rentenreform: “Kindererziehung ohne Risiko für Altersarmut.”

“Mütterrente der Koalition ist Etikettenschwindel”: Konzept der Naturschutzpartei gewährt Wahlfreiheit und verhindert verarmte Eltern.
(Berlin/Würzburg) – “Das Reform-Geschacher der aktuellen Bundesregierung geht mit Fokus auf die so genannte ,Mütterrente’ zumindest in die richtige Richtung”, ist der Bundesvorsitzende der _Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP – Die Naturschutzpartei) zwar halbwegs zufrieden. Günther Brendle-Behnisch: “Die Koalition versagt nur leider wieder auf halber Strecke. Besser wäre es, wenn die im Bundestag vertretenen Parteien sich mit dem _ÖDP_-Vorschlag eines Erziehungsgehalts anfreunden. Der erst schafft echte Wahlfreiheit für Menschen, die sich für Kinder entscheiden und dieses Konzept vermeidet spätere Armut im Alter – alles andere ist bloß Etikettenschwindel.”
Familientherapeutin Irmi Staehler kritisiert als stellvertretende Vorsitzende des _ÖDP_-Bundesarbeitskreises “Familie und Soziales” ohnehin den in der Renten-Reformdebatte verwendeten Begriff “Mütterrente”: “Diese Bezeichnung suggeriert, dass Mütter, die für die Betreuung ihrer Kinder mehrere Jahre aus ihrer Erwerbstätigkeit ausgestiegen sind, dafür eine eigenständige und auskömmliche Rente erhalten. Das ist keineswegs der Fall. Tatsächlich erhält der Elternteil, dem die Kindererziehungszeiten rentenrechtlich zugeordnet sind, nach der beschlossenen Anhebung derzeit maximal 127,56 Euro monatlich pro Kind. Das entspricht gerade einmal gut vier Euro pro Tag für eine Erziehungsleistung, ohne die unsere Gesellschaft und unsere sozialen Sicherungssysteme keine Zukunft hätten. Von einer ,Mütterrente’ zu sprechen, ist daher irreführend und stellt unser Rentenrecht für Mütter besser dar, als es ist.” Die _ÖDP_ fordert im Gegensatz zum aktuell diskutierten Reformversuch vielmehr ein sozialversicherungspflichtiges Erziehungsgehalt für Eltern, die ihre Kinder in den ersten Lebensjahren selbst betreuen. Dadurch würden nicht nur eigenständige Rentenanwartschaften entstehen, sondern zugleich das Armutsrisiko von Familien deutlich verringert.
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