Passkeys: Die Zukunft der sicheren Anmeldung

– einfacher, komfortabler und besser gegen Phishing geschützt
Die digitale Anmeldung gehört längst zum Alltag. Über viele Jahre war dabei das Passwort der zentrale Schlüssel zur digitalen Identität. Doch klassische Passwörter haben eine entscheidende Schwachstelle: Sie müssen vom Menschen erstellt, gemerkt, eingegeben und geschützt werden. Mit der zunehmenden Zahl digitaler Dienste wächst deshalb auch das Sicherheitsproblem. Lange und einzigartige Passwörter sind zwar weiterhin ein wichtiger Bestandteil der IT-Sicherheit. In der Praxis werden Passwörter jedoch häufig mehrfach verwendet, unsicher gespeichert oder auf gefälschten Internetseiten eingegeben.
Passkeys setzen genau hier an. Sie ermöglichen eine Anmeldung, bei der der Benutzer im Regelfall kein klassisches Passwort mehr eingeben muss. Stattdessen wird die Identität kryptografisch abgesichert und die Anmeldung über das eigene Gerät freigegeben.
Was sind Passkeys? Passkeys basieren auf moderner asymmetrischer Kryptografie. Bei der Registrierung eines Passkeys wird für einen bestimmten Online-Dienst ein kryptografisches Schlüsselpaar erzeugt.
Der öffentliche Schlüssel wird beim jeweiligen Dienst gespeichert. Der private Schlüssel bleibt dagegen geschützt auf dem verwendeten Gerät bzw. innerhalb des eingesetzten Passkey-Anbieters. Für die Anmeldung muss der Benutzer diesen privaten Schlüssel nicht sichtbar eingeben. Stattdessen bestätigt er die Nutzung beispielsweise mit einer Geräte-PIN, einem Fingerabdruck oder einer Gesichtserkennung.
Ein wichtiger Punkt dabei: Das biometrische Merkmal wird grundsätzlich nicht an den jeweiligen Onlinedienst übertragen. Fingerabdruck oder Gesichtserkennung dienen lediglich dazu, die Nutzung des geschützten privaten Schlüssels auf dem eigenen Gerät freizugeben. Damit verändert sich das Prinzip der Anmeldung grundlegend: Nicht mehr ein vom Menschen eingegebenes Geheimnis steht im Mittelpunkt, sondern ein kryptografischer Nachweis.
Ein Passwort kann gestohlen werden – ein Passkey funktioniert anders. Eine der wesentlichen Stärken von Passkeys liegt im Schutz vor Phishing. Bei einem klassischen Passwort kann ein Angreifer beispielsweise eine täuschend echt aussehende Anmeldeseite erstellen. Gibt der Benutzer dort sein Passwort ein, kann dieses anschließend missbraucht werden. Passkeys sind dagegen an den jeweiligen Dienst beziehungsweise dessen Internetdomain gebunden. Ein Passkey kann deshalb nicht einfach auf einer fremden, gefälschten Website eingegeben und anschließend vom Angreifer weiterverwendet werden.
Passkeys gelten deshalb als phishing-resistente Authentifizierungsmethode. Das bedeutet allerdings nicht, dass ein Benutzer oder ein Online-Konto automatisch gegen jeden denkbaren Angriff geschützt ist. Wenn ein Dienst beispielsweise weiterhin ein schwaches Passwortverfahren oder einen unsicheren Wiederherstellungsprozess als Alternative anbietet, kann ein Angreifer versuchen, genau diese Schwachstelle auszunutzen.
Passkeys verbessern somit einen wichtigen Teil der Sicherheitskette – sie ersetzen aber kein ganzheitliches Sicherheitskonzept.
Welche Vorteile haben Passkeys für Anwender? Für Benutzer ergeben sich mehrere praktische Vorteile:
-Komplexe Passwörter müssen nicht mehr selbst erstellt und eingegeben
werden.
-Passkeys können nicht einfach auf mehreren Websites wiederverwendet
werden.
-Klassisches Phishing wird erheblich erschwert.
-Das Risiko schwacher oder mehrfach verwendeter Passwörter sinkt.
-Die Anmeldung kann schneller und komfortabler werden.
-Die Freigabe erfolgt über ein bereits vertrautes Gerät und dessen
lokale Sicherheitsfunktion.
Gerade die Kombination aus Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit macht Passkeys interessant. Denn IT-Sicherheit funktioniert in der Praxis besonders dann gut, wenn sichere Verfahren nicht unnötig kompliziert sind.
Wo werden Passkeys gespeichert? Passkeys können abhängig von der technischen Umsetzung auf unterschiedlichen Geräten oder innerhalb unterschiedlicher Systeme verwendet werden. Dazu gehören beispielsweise Smartphones, Tablets, Notebooks, Betriebssysteme, Browser, Hardware-Sicherheitsschlüssel oder entsprechend ausgestattete Passwort- und Credential-Manager.
Dabei ist zwischen zwei grundsätzlichen Varianten zu unterscheiden.
-Gerätegebundene Passkeys verbleiben auf einem bestimmten Gerät oder Hardware-Sicherheitsschlüssel. Sie können insbesondere für besonders schützenswerte Zugänge interessant sein.
-Synchronisierte Passkeys können dagegen verschlüsselt über mehrere Geräte eines Benutzers bereitgestellt werden. Das erleichtert beispielsweise den Gerätewechsel und erhöht den Komfort.
Für private Anwender kann diese Synchronisierung ausgesprochen praktisch sein. Im Unternehmensumfeld entstehen dadurch allerdings zusätzliche Fragen nach Kontrolle, Verwaltung und Nachvollziehbarkeit.
Passkeys sind keine Konkurrenz zu jeder Form des Passwortmanagements. Die zunehmende Verbreitung von Passkeys bedeutet nicht, dass klassische Passwörter von heute auf morgen verschwinden werden. Viele ältere Anwendungen, interne Systeme und spezialisierte Unternehmenslösungen arbeiten weiterhin mit Benutzernamen und Passwörtern. Hinzu kommen beispielsweise Wiederherstellungscodes, technische Zugänge, Zertifikate oder andere sensible Informationen. Deshalb werden unterschiedliche Formen digitaler Zugangsdaten noch über längere Zeit parallel bestehen.
Professionelle Passwort- und Credential-Manager können dabei eine wichtige Rolle spielen. Sie ermöglichen es, unterschiedliche Zugangsinformationen geschützt und strukturiert zu verwalten und den Übergang von klassischen Passwörtern zu moderneren Authentifizierungsverfahren zu unterstützen.
Passkeys werden zum Bestandteil der digitalen Zukunft, Immer mehr Plattformen, Betriebssysteme und Onlinedienste unterstützen Passkeys oder bauen entsprechende Funktionen aus. Für Anwender bedeutet dies: Die klassische Anmeldung mit Benutzername und Passwort wird zunehmend durch moderne, kryptografisch abgesicherte Verfahren ergänzt.
Passkeys bieten dabei eine interessante Kombination: mehr Sicherheit, weniger Passwortstress und einen komfortableren Anmeldeprozess. Ihre besondere Stärke liegt vor allem darin, dass sie eine der wichtigsten Schwachstellen klassischer Passwörter – das Abfangen über gefälschte Anmeldeseiten – erheblich erschweren.
Gleichzeitig sollten Benutzer verstehen, dass auch Passkeys verantwortungsvoll eingesetzt werden müssen. Geräte müssen geschützt, Wiederherstellungsverfahren sinnvoll eingerichtet und alternative Anmeldemöglichkeiten kritisch betrachtet werden.
Fazit: Ein wichtiger Schritt in Richtung passwortloser Anmeldung. Passkeys gehören zu den wichtigsten Entwicklungen im Bereich der digitalen Authentifizierung. Sie können klassische Passwörter bei unterstützten Diensten ersetzen und dabei sowohl die Sicherheit als auch den Bedienkomfort verbessern. Der entscheidende Vorteil besteht darin, dass der Benutzer kein Passwort mehr an einen Onlinedienst übermitteln muss. Stattdessen wird der Zugriff über ein kryptografisches Schlüsselpaar und die sichere Freigabe auf dem eigenen Gerät ermöglicht. Damit wird die Anmeldung nicht nur einfacher, sondern insbesondere gegenüber klassischen Phishing-Angriffen widerstandsfähiger.
Passkeys sind damit ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Zukunft. Sichere digitale Identitäten, die weniger vom menschlichen Umgang mit Passwörtern und stärker von moderner Kryptografie und sicheren Geräten geprägt werden.
Für Unternehmen stellen sich allerdings weiterführende Fragen: Wie lassen sich Passkeys kontrolliert einführen, verwalten und bei Geräteverlust, Rollenwechsel oder Ausscheiden eines Mitarbeitenden sicher behandeln?
Mit genau diesen Anforderungen beschäftigt sich ein weiterer Presseartikel, der kurzfristig an gleicher Stelle folgen wird. Er zeigt auf, welche organisatorischen und technischen Voraussetzungen Unternehmen bei der Einführung von Passkeys berücksichtigen sollten – und warum Passkey-Management, Identitätsmanagement, Geräteverwaltung und professionelles Credential-Management gemeinsam betrachtet werden müssen.
Die ALPEIN Software SWISS AG entwickelt Software- und Sicherheitslösungen für Unternehmen unterschiedlicher Branchen. Zu den Schwerpunkten gehören eigene Security-Produkte, professionelles Passwortmanagement, SAP-Lösungen sowie individuelle Software- und Integrationsprojekte.
Mit ihren Lösungen unterstützt die ALPEIN Software SWISS AG Unternehmen dabei, sensible Daten und geschäftskritische Zugänge geschützt zu verwalten, digitale Prozesse sicher zu gestalten und ihre IT-Infrastruktur nachhaltig weiterzuentwickeln.
Bei Fragen zum Themenkreis Sicherheitslösungen, Authentifizierungen und Identitätsmanagement stehen die Sicherheitsspezialisten der ALPEIN Software SWISS AG jederzeit gerne über www.alpeinsoft.ch zur Verfügung.
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