Pflegekrise als Prüfstein der Demokratie: Wer schützt Gesellschaft und Alter?

Umfragen zeigen immer wieder breiten Reformbedarf in Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Im Fokus steht zentral die Pflegekrise, der Fachkräftemangel und der Blick auf die Herausforderungen im Alter.
Eine neue Ohrfeige aus der Öffentlichkeit trifft Politik und Wirtschaft: Die aktuelle RTL/ntv-Forsa-Umfrage zeigt unbestechlich, woran es längst brennt. Nicht einmal fünf Prozent finden Deutschland gut gerüstet. 82 Prozent fordern grundlegende Reformen in Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Die Debatte um Steuern und Sozialleistungen ist nicht mehr Randthema, sie ist der Kernkonflikt unserer Zeit. Das Vertrauen in die Bundesregierung ist auf dem Tiefststand. Und mittendrin – ein unausweichliches Thema, deren Brisanz kaum jemand laut ausspricht: Wie gehen wir mit den Herausforderungen im Alter um? Wie gelingt Pflege in Zukunft wirklich?
Pflegekrise, dieses Schlagwort, das viele immer noch übersehen, ist der eigentliche Testsieger – oder sollen wir sagen Verlierer – der Demografie. Der Druck wächst: Demografie trifft auf chronische Unterfinanzierung, Personalüberlastung und eine Gesellschaft, die Pflege erst dann wirklich wahrnimmt, wenn die Einzelnen davon betroffen sind. Es ist, so scheint es, nur ein Problem im Alter. Dabei ist es allgegenwärtig, in jedem Alter. Aber was ist, wenn Pflegebedürftigkeit eintritt? Der Aufschrei ist groß, die Hilflosigkeit enorm und die Unterstützung von Seiten der Politik dürftig. Diese jüngste Umfrage verschärft den Druck: Ohne mutige, spürbare Pflegepolitik riskieren wir nicht nur Menschenwürde im Alter, sondern auch wirtschaftliche Stabilität und soziale Kohärenz.
Hinschauen ist gefragt und das ist unausweichlich.
Innovationen in Zeiten der Pflegekrise sind unverhandelbar.
Forderungen werden allerorts immer lauter, unbequem, aber alternativlos.
Eine, die genau hinschaut, ist Rednerin Angelika Niedermaier. Sie setzt sich seit Jahrzehnten als Pflegeberaterin für die Pflegebedürftigen und ihre Rechte ein. Als ehemalige Einrichtungs- und Regionalleiterin in der Altenpflege weiß sie ganz genau, wie krass die Herausforderung ist, ausreichend Mitarbeiter zu finden – und dazu noch gut ausgebildete Fachkräfte.
In ihrem Vortrag Strategien für die Pflege der Zukunft legt sie ihre Finger in die Wunden der Politik, aber auch der Gesellschaft.
Es braucht eine Personalpolitik mit Biss: Wir brauchen eine Offensive für Fachkräfte, die Fachkräfte auch tatsächlich anzieht, dauerhaft bindet und vor allem wertschätzt. Das bedeutet deutlich bessere Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen, reale Arbeitszeitentlastung, klare Karrierepfade. Tarifbindung muss Pflicht werden, damit Mitarbeiter finden – und behalten – auch eine reale Chance hat. Wer von Zuwanderung redet, muss auch Rahmenbedingungen schaffen, sonst bleibt der Fachkräftemangel ein Bumerang in der Dauerschleife.
Finanzierungsgerechtigkeit statt Haushaltsakrobatik: Pflege darf kein Spielball der Etatdebatte sein. Wer zahlt, wer profitiert, wer wird ausgeschlossen? Eine ehrliche Debatte über Pflegeversicherung: solidarisch, verpflichtend, nachhaltig finanziert. Zusatzleistungen, Bürgerversicherungen, Mischformen – alles auf dem Tisch, solange die Lasten fair verteilt sind und keine verschlossenen Türen Schönrechnungen zulassen. Weiter im politischen Sinkflug zu bleiben bedeutet, Lebensqualität für Pflegebedürftige und Pflegekräfte wird weiter sinken. Der Fachkräftemangel verschärft sich, wenn Mitarbeiter keine Perspektive sehen.
Infrastrukturpflege jenseits der Station: Ambulante Pflege, Tages- und Nachtpflege, betreutes Wohnen – die Infrastruktur muss mitwachsen, nicht stagnieren. Sektorübergreifende Koordinationszentren, vernetzte Pflegedienste, digitale Pflegeakte – kein Beiwerk, sondern Grundstock einer modernen Versorgung. Schnelles Handeln auch in ländlichen Regionen, wo Pflege oft zum Ortskernproblem wird. Innovationen sind kein Nice-to-have, sondern zwingende Voraussetzung, damit Alter und Pflege in Würde gestaltbar bleiben. Andere Länder sind hier schon viel weiter. Und es stellt sich die Frage: will unsere Regierung, unsere Politik den Blick überhaupt auf unsere alten, pflege- und hilfebedürftigen Menschen wenden oder werden diese immer mehr an den Rand der Gesellschaft gedrängt? Unnötiger Balast, der nur Kosten verursacht, war kürzlich in einem Interview zu hören. In heutiger Zeit – und vor allem rückblickend auf unsere Geschichte – unfassbar!
Wie eine reine Provokation wirkt es: Die Regierung hat eine “Pflege-Versicherung” versprochen – doch der Katalog der Ankündigungen wird zur endlosen Checkliste. Personalabbau, Honorarkürzungen, Filialschließungen schreien lauter als Worte der Perspektive für Pflegebedürftige gleichermaßen wie für die Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen. Die Bürgerinnen und Bürger wollen greifbare Ergebnisse: bessere Löhne, weniger Bürokratie, unmittelbare Nähe zu den Pflegebedürftigen. Wer das verweigert, spielt mit der Stabilität des gesamten Sozialstaats – und riskiert, dass der Ruf nach Reformen in einen faden Einheitsbrei kippt. Fachkräfte wandern ab in andere Jobs, teils auch in andere Länder und besonders ältere Fachkräfte werden durch Überlastung abgeschreckt.
Eine klare Ansage an Politikerinnen und Politiker muss deshalb lauten: Reformen dürfen nicht nur Lippenbekenntnisse bleiben, sondern müssen zur Pflichtaufgabe werden. Pflege muss ganz oben auf der Agenda stehen – nicht als Nebensatz der Haushaltspolitik. Konkrete Maßnahmen, messbare Ziele, klare Verantwortlichkeiten – das ist die neue Minimalforderung. Und sofortige Innovationsschritte, damit die jüngere Generation erkennt: Hier gibt es echte Perspektiven für Mitarbeiter, sowohl beruflich als auch bei der Vereinbarkeit von Alter und Pflege.
Ist die Regierung bereit, das Ruder wirklich herumzureißen? Werden in den kommenden Monaten Mut und wirkliche Innovationen gezeigt, um die Pflege der Zukunft zu gestalten – oder bleiben es abgestandene Phrasen, während Mitarbeiter, Pflegebedürftige und pflegende Angehörige weiter auf Verbesserungen warten? Diese Umfrage von Forsa wirkt wie ein Alarm: Jetzt zählen Taten statt Floskeln. Wer nicht liefert, riskiert, dass die Pflegekrise zum Grundproblem der gesamten Sozialordnung wird.
Fazit: Der Ruf nach Gerechtigkeit, Effizienz und Menschlichkeit in der Pflege war noch nie lauter. Wer nicht liefert, verliert nicht nur Vertrauen, sondern auch Zukunftsmöglichkeiten und kompetente wichtige Fachkräfte. Die nächste Regierung darf Pflege nicht erneut zur Randnotiz degradieren. Es braucht sichtbare Ergebnisse, die man fühlen kann – sofort. Pflegekrise, Fachkräfte, Fachkräftemangel, Mitarbeiter, Alter, Innovationen – diese Begriffe müssen in jeder Debatte über Pflegepolitik auftauchen und in konkrete, sofort umsetzbare Maßnahmen übersetzt werden
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Pflegeberatung Regensburg – HilDa UG (hb)
Frau Angelika Niedermaier
Am Galgenberg 6
93164 Laaber
Deutschland
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email : impulsrednerin@angelikaniedermaier.com
Seit 2016 ist Angelika Niedermaier selbständig als zertifizierte Pflegeberaterin § 7a SGB XI. Jahrzehnte vorher war sie selbst pflegende Angehörige, Heimleiterin und vor ihrer Selbständigkeit Regionalleitung von zehn Pflegeheimen bayernweit.
In ihren Beratungen gibt sie ihren Klienten nicht nur alle Antworten auf deren Fragen rund um die Pflege, sondern hilft ihnen auch, den richtigen Pflegegrad zu bekommen und ihre Versorgung zu regeln.
Weitere Informationen erhalten Sie auf ihren Homepages
www.angelikaniedermaier.com
und
www.pflegeberatung-regensburg.de
Die vielen Biographien und Erkenntnisse aus jahrzehntelanger Tätigkeit in der Pflegebranche haben nicht nur ihre eigenes Leben stark beeinflusst, sondern haben sie auch dazu inspiriert, mit ihrer Expertise und ihren Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu gehen. Sie will den Fokus noch mehr auf die brisanten Pflegethemen legen und die Gesellschaft aufrütteln, den Blick auf das Alter, das Älterwerden, auf die damit verbundenen Lebensthemen zu verändern.
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