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“Schöpfung und Frieden” – eine religionsverbindende Feier am Ort der Weltreligionen im Riemer Park

Vertreter aus sechs Weltreligionen trafen sich in München auf dem Platz der Weltreligionen zu einer religionsverbindenden Feier anlässlich des 800. Todestags von Franz von Assisi

BildVertreter der Bahá’í, des Buddhismus, des Christentums, des Judentums, des Hinduismus und des Islam trafen sich am Platz der Menschenrechte, um sich kurz vorzustellen. Tanja Mancinelli, Geschäftsführerin vom Haus der Kulturen und Religionen München und der Freunde Abrahams und Gerhard Endres, Theologe aus der Messestadt und Vorstandsmitglied des KAB Bildungswerk und Miriam Lücke vom Münchner Bildungswerk begrüßten die circa 50 Menschen.

Anlass für die Feier war der 800.Todestag von Franz von Assisi, der für die Schöpfung wie auch für den Frieden weltweit geachtet wird.

In seinem wohl bekanntesten Gebet, der _Preghiera semplice_, dem “Einfachen Gebet”, heißt es: “Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens.”

Franziskus war der Überzeugung, dass Frieden nicht nur etwas ist, das wir uns wünschen können, sondern etwas, zu dem jeder einzelne Mensch beitragen kann. Er bestand deshalb darauf, dass seine Brüder einander mit den Worten begrüßen sollten: “Der Herr gebe dir Frieden.”

Bis heute lautet der traditionelle Gruß der Franziskaner: “Pace e Bene” – “Frieden und Gutes.”

Ein zweiter Wert, für den Franziskus steht, ist der Dialog. Wir erinnern uns an seine Begegnung mit dem Sultan al-Malik al-Kamil im Jahr 1219 in Damiette in Ägypten. Inmitten eines Kreuzzuges machte sich Franziskus auf den Weg, um dem muslimischen Herrscher zu begegnen und mit ihm ins Gespräch zu kommen.

Diese Begegnung ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, dass ein Mensch den Weg zum anderen suchen kann – auch dort, wo Trennungen, Konflikte und gegenseitiges Misstrauen bestehen. Und schließlich steht Franziskus in ganz besonderer Weise für seine Liebe zur Schöpfung. Es gibt unzählige Geschichten darüber: von seiner Predigt zu den Vögeln bis zu seiner Begegnung mit dem Wolf von Gubbio. Franziskus hat Tiere besonders geliebt. Für ihn waren sie nicht einfach Dinge, die dem Menschen zur Verfügung stehen, sondern Brüder und Schwester in der Schöpfung und vor Gott.

Besonders schön kommt diese Haltung im “Cantico delle creature”, dem Sonnengesang, zum Ausdruck. Franziskus dankt darin Gott für die verschiedenen Elemente und Geschenke der Schöpfung – für Bruder Sonne, Schwester Mond, Bruder Wind, Schwester Wasser, Bruder Feuer und unsere Schwester, die Mutter Erde.

Am Ort der Weltreligionen sind fünf Weltreligionen am Platz der Weltreligionen durch entsprechende Steine vertreten, allerdings sollte keine andere Religion oder Glaubensrichtung ausgeschlossen werden, auch Menschen die sich keiner Religion zugehörig fühlen waren herzlich eingeladen.

Die Lichter, die angezündet wurden, stehen symbolisch für das Licht des Friedens, das in allen Religionen und spirituellen Traditionen leuchtet.

Nach der Begrüßung und einer kurzen Einführung wanderten die Teilnehmer/innen gemeinsam durch den Riemer Park zum Ort der Weltreligionen, auch eine Rollstuhlfahrerin mit Begleiterin waren dabei. In der Mitte des Platzes wurde eine Kerze in einer Schale mit Sand angezündet.

In den Beiträgen verwiesen die Vertreter der verschiedenen Religionen auf die Zusammenhänge der Grundgedanken von Franziskus: Dialog, Schöpfung Frieden zu ihrer Religion: für den Hinduismus: Hans Towersten, für den Buddhismus: Christoph Hah, für die Bahá’í Manije Khabirpour, für das Judentum: Eva Haller und für das Christentum: Pastoralreferent Mateusz, Johanna Kirzinger, Pfarrerin Feher, für den Islam: Elif Coban.

Zum Abschluss versammelten sich alle um die zentrale Kerze, Diakon Hubert Linder leitete den SONNENGESANG, den wir gemeinsam sprachen.

Mit dem gemeinsamen Picknick unter dem Motto Teilen & sich MITteilen” mit mitgebrachten Essen und Getränken klang der intensive und erfüllende Tag aus.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Haus der Kulturen und Religionen München e.V.
Herr Dietmar Bruckmann
Oberföhringer Str. 127a
81925 München
Deutschland

fon ..: 08975077258
web ..: https://hdkrm.org
email : oeffentlichkeitsarbeit@hdkrm.org

Der Verein verfolgt die Vision, in München einen dauerhaften Ort der Begegnung zu schaffen, an dem Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen gemeinsam leben, lernen und feiern können. Es geht darum, ein respektvolles und friedliches gesellschaftliches Miteinander zu fördern.
Unter dem Motto: “Einheit in der Vielfalt” wollen wir in die Gesellschaft hineinwirken, als sichtbarer Ort in München, an dem sich Menschen verschiedener Kulturen und Religionen begegnen, miteinander leben und voneinander lernen.

Das Münchner Vorhaben ist die Verbindung des College of Interreligious Studies mit einem Wohnheim und einem Lehrhaus bzw. mit Erwachsenenbildungsprojekten. Die Tagung 2026 ist ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg zu diesem Ziel.

Zweck des Vereins ist die Förderung der Wissenschaft, der Volks-und Berufsbildung, einschließlich der Studentenhilfe und der internationalen Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens. Dabei wird insbesondere der interkulturelle und interreligiöse Dialog gefördert.

Pressekontakt:

Haus der Kulturen und Religionen München e.V.
Frau Tanja Mancinelli
Oberföhringer Str. 127A
81925 München

fon ..: 0174 9125286
email : tanja.mancinelli@hdkrm.org

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