Talachse Eitorf: Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit zum Austausch

Zweites Zukunftsforum: Rahmenplan und Schlüsselorte intensiv diskutiert
Eitorf, 20.10.2026 – Das zweite Zukunftsforum ermöglichte einen konstruktiven Dialog über die zukünftige Entwicklung. Die anwesenden Bürgerinnen und Bürger informierten sich über den aktuellen Planungsstand, stellten Fragen und brachten eigene Anregungen ein. Dabei wurde deutlich, dass die Talachse als Gesamtprojekt (https://projekt-qqv3xe1.mitmachen.app/info) die Menschen in Eitorf bewegt.
Im Mittelpunkt im Leonardo in Eitorf standen der Rahmenplan für die gesamte Talachse und vertiefende Entwürfe für ausgewählte Schlüsselorte. Die Wirtschaftsförderung der Gemeinde Eitorf und das Planungsbüro Pesch und Partner zeigten, wie die Ergebnisse der ersten Beteiligungsrunde in die Planung eingeflossen sind.
Wie bereits beim Auftakt im Frühjahr war der Austausch lebhaft und konstruktiv. Besonders gefragt waren die nächsten Schritte, die Umsetzbarkeit einzelner Ideen sowie die Auswirkungen auf Wohnen, Arbeiten, Mobilität, Innenstadt und Freiräume.
Vom Zukunftsbild zum Rahmenplan
Der vorgestellte Rahmenplan verbindet die Ansätze aus der ersten Beteiligungsrunde. Eine lebendige Innenstadt, die Sieg und ihre Freiräume, zukunftsfähige Gewerbe- und Arbeitsstandorte, attraktive Wohnquartiere und eine bessere Vernetzung. Damit wird die Perspektive für die Talachse räumlich und thematisch konkreter.
Konkrete Orte im Fokus
Besonders intensiv diskutiert wurden die vertiefenden Entwürfe für die ausgewählten Lupenräume. Die Quartiersentwicklung auf Gauhes Wiese und dem Iris-Lack-Gelände, das ehemalige Krewel-Meuselbach-Gelände, das Bahnhofsumfeld mit dem Nahversorgungsstandort Brückenstraße sowie der Knotenpunkt Im Auel mit ZF.
Die Fragen und Anregungen machten zugleich deutlich, dass die Schlüsselorte nicht isoliert betrachtet werden. Im Fokus standen auch ihre Verbindungen und die Weiterentwicklung der Talachse als Wohn-, Arbeits-, Wirtschafts- und Lebensraum.
Bürgermeister Rainer Viehof betonte, dass Arbeitsplätze eine leistungsfähige Anbindung brauchen. Rainer Viehof verbindet mit der Talachse zwei zentrale Ziele: „Wir wollen auf den freiwerdenden Flächen neue Betriebe und neue Arbeitsplätze ansiedeln. Dafür brauchen wir eine leistungsfähige Anbindung über die L 333. Die Politik fordert sie seit über 60 Jahren und diese wird noch dieses Jahr im Ausschuss und dem Rat beraten. Die Variante ist lediglich 2,5 Kilometer lang und könnte die acht Kilometer lange Strecke durch das Siegtal deutlich vom Schwerlast- und auch vom Individualverkehr entlasten.“
Interesse am Gesamtprojekt bleibt hoch
Das große Interesse aus der ersten Beteiligungsrunde setzte sich damit auf einem deutlich konkreteren Planungsstand fort.
„Der Austausch und die aufgeworfenen Fragen verdeutlichen, dass die Talachse als Gesamtprojekt in Eitorf angekommen ist. Jetzt werden die Hinweise ausgewertet und in den weiteren Prozess einbezogen“, sind sich Wirtschaftsförderung und Bürgermeister einig.
Auch nach dem 2. Zukunftsforum besteht wieder die Möglichkeit, sich online zu beteiligen. Bürgerinnen und Bürger können die vorgestellten Planungen noch einmal in Ruhe ansehen, bewerten und kommentieren. Die Rückmeldungen fließen in die weitere Bearbeitung des Strukturkonzepts ein. Die Onlineteilnahme ist bis zum 01.11.2026 möglich.
Link zur Onlinebeteiligung. (https://projekt-qqV3xe1.mitmachen.app/survey/RaCSQsZ3tf)
Wie es weitergeht
Die Rückmeldungen aus dem Zukunftsforum fließen in die nächste Bearbeitungsphase ein. Nun folgen Umsetzungsempfehlungen und die Zusammenführung der Ergebnisse zum Strukturkonzept als strategische Grundlage für die langfristige Entwicklung der Talachse. Vorgestellt wird dieses Konzept Anfang Dezember im Gemeinderat.
Auch die Eitorfer Jugend soll die Talachse mitgestalten und sich beteiligen. Die Gemeinde hat sich bei der Hertie-Stiftung für das Projekt „Jugend entscheidet“ beworben und wurde als eine von 15 Kommunen deutschlandweit ausgewählt. Im Rahmen dieses Projekts sollen die Jugendlichen ihre Vorstellungen von der Talachse einbringen, damit sie in die Planung aufgenommen werden. Im kommenden Jahr setzt das Projekt dann an, um diese Beteiligung dauerhaft zu leben und die Umsetzung der Vorhaben anzugehen.
Das Projekt Talachse Eitorf:
Aufgrund der bevorstehenden tiefgreifenden Transformationsprozesse, die die Gemeinde Eitorf betreffen, ist die Entwicklung einer integrierten Gesamtperspektive für die Talachse unerlässlich. Das Strukturkonzept soll insbesondere die Transformation der gewerblichen und untergenutzten Flächen in der Talachse begleiten, die erheblichen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, die soziale Infrastruktur und die Wohn- und Lebensqualität der gesamten Gemeinde haben. Seit September 2025 begleitet und unterstützt das Planungsbüro Pesch und Partner aus Dortmund die Gemeinde bei der strategischen Ausrichtung.
Kontakt
Wirtschaftsförderung Gemeinde Eitorf
Lydia Reinhardt
Markt 1
53783 Eitorf
02243 89 214
https://www.eitorf.de/
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