Technischen Dienst stärken – IGBI fordert moderne Strukturen und faire Karrierewege
Der ZBI unterstützt die Forderung des IGBI zur Einführung einer technischen Einheitslaufbahn im öffentlichen Dienst.
Der Fachkräftemangel im Ingenieurwesen macht auch vor dem öffentlichen Dienst nicht halt. Unbesetzte Stellen führen dazu, dass wichtige Projekte ins Stocken geraten und dringend benötigte Innovationen verzögert werden. Nach Auffassung des ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. erschweren zudem die bestehenden Laufbahnverordnungen die Gewinnung qualifizierter Ingenieurinnen und Ingenieure zusätzlich.
Vor diesem Hintergrund unterstützt der ZBI die Forderung des IGBI, der Interessenvertretung des technischen Dienstes in der Bundeswehr, nach einem umfassenden Modernisierungsschub. Dies gilt insbesondere im Zusammenhang mit dem beschlossenen “100-Milliarden-Euro-Paket” für Investitionen von Ländern und Kommunen in moderne Infrastruktur, Bildung, Krankenhäuser und Digitalisierung.
Meister, Techniker, Ingenieure und Naturwissenschaftler gewährleisten tagtäglich die technische Einsatzbereitschaft – doch die strukturellen Rahmenbedingungen entsprechen aus Sicht des IGBI längst nicht mehr den aktuellen Anforderungen.
“Der technische Dienst ist ein strategischer Erfolgsfaktor für die Einsatzfähigkeit. Unsere hochqualifizierten Meister, Techniker, Ingenieure und Naturwissenschaftler verdienen klare Karrierewege, faire Beurteilungen und echte Entwicklungsperspektiven. Wenn wir Fachkräfte gewinnen und langfristig binden wollen, müssen wir Strukturen modernisieren – konsequent, gerecht und leistungsorientiert”, betont Jens Obermeyer, Bundesvorsitzender des IGBI.
Eine Laufbahn für alle – leistungsorientiert und durchlässig
Der IGBI fordert die Einführung einer technischen Einheitslaufbahn anstelle der bisherigen Trennung in mittleren, gehobenen und höheren Dienst. Einstieg und Entwicklung sollen sich konsequent an Ausbildung, Qualifikation und beruflicher Erfahrung orientieren – vom Facharbeiter bis zum Masterabsolventen.
Karrierewege müssen barrierefrei sein: Leistung, Expertise und kontinuierliche Weiterbildung statt formaler Laufbahnschranken.
Individuelle Perspektiven statt Zufallsprinzip
Mit einem verbindlichen Personalentwicklungsplan (PEP) für jede Beschäftigte und jeden Beschäftigten sollen transparente Entwicklungsperspektiven geschaffen werden. Ob Fachtechnik oder Management – Beförderungen sollen sich klar an Fachkompetenz oder Führungsverantwortung orientieren, nicht an starren Quoten.
Faire Leistungsbewertung
Das aktuelle Beurteilungssystem wird von vielen Beschäftigten als ungerecht empfunden. Der IGBI fordert eine objektivere Leistungsbewertung ohne Quotierung – nachvollziehbar, transparent und motivierend.
Ausbildung modernisieren
Die Laufbahnausbildung soll praxisnäher und effizienter gestaltet werden – als modernes Trainee-Programm im zukünftigen Einsatzbereich mit kompakten Verwaltungsanteilen.
Gerechtigkeit bei Einkommen und Ruhestand
Der Verband setzt sich für die Wiedereinführung der Technikerzulage ein, um selbstfinanzierte Qualifikationen angemessen zu berücksichtigen und Einkommensgerechtigkeit herzustellen.
Zudem müssen externe Studienzeiten als Dienstzeiten anerkannt werden. Wer sich qualifiziert, darf im Ruhestand nicht benachteiligt werden.
Aufstieg ermöglichen statt begrenzen
Die Quotierung beim Aufstieg nach § 24 BLV wirkt leistungshemmend und verschärft Personalengpässe. Gefordert wird eine konsequente, gesetzeskonforme Anwendung für leistungsstarke Beamtinnen und Beamte – ohne künstliche Deckelung.
Gleiche Arbeitszeit – gleiche Wertschätzung
Unterschiedliche Arbeitszeiten zwischen Statusgruppen führen zu Unmut und Demotivation. Eine einheitliche und gerechte Regelung ist aus Sicht des IGBI überfällig.
Starke Stimme im Ingenieurwesen
Der IGBI ist Mitglied im ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e.V., einem Spitzenverband im Bereich des Ingenieurwesens. Dort sind maßgebliche Verbände aus Architektur, Bauingenieurwesen, Eisenbahnwesen, Geodäsie und Geoinformatik, Telekommunikation, Umweltschutz und Umwelttechnik, Wasserbau sowie Wasserwirtschaft vertreten. Der ZBI bündelt die Interessen von über 40.000 Ingenieurinnen und Ingenieuren und vertritt sie gegenüber Politik und Gesellschaft. Präsident des Verbandes ist Wilfried Grunau aus Edewecht.
www.zbi-berlin.de
Fazit:
Der technische Dienst ist ein zentraler Pfeiler der Einsatzfähigkeit. Mit klaren Reformen, fairen Karrierewegen und moderner Personalentwicklung kann seine Attraktivität nachhaltig gesteigert werden. Der IGBI setzt sich dafür mit Nachdruck ein.
Weitere Informationen:
https://www.igbi.de/downloads/Konzept_des_IGBI.pdf
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V.
Herr Dr. Heinz Leymann
Christinenstr. 79
44575 Castrop-Rauxel
Deutschland
fon ..: 02305 9679087
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email : leymann@zbi-berlin.de
Der ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine ist ein Spitzenverband im Bereich des Ingenieurwesens. Zu seinen Mitgliedern gehören Ingenieurvereine und Organisationen, die sich mit dem Ingenieurwesen befassen. Der ZBI bündelt die Interessen und Belange seiner Mitgliedsverbände mit über 40.000 Ingenieuren und vertritt sie gegenüber Politik und Gesellschaft. Der ZBI nimmt Einfluss auf die Gesetzgebung von Bund und Ländern und pflegt hierzu seine fachlichen und direkten Kontakte zu Politikern aller Parteien.
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