Trockener Herbst: Regenwasser wird zur kostbaren Reserve

Im September fiel fast 40 Prozent weniger Regen als üblich – Oberirdische Wasserspeicher können helfen, Trockenperioden zu überbrücken
Gießen, Oktober 2026. Der Herbst hat ungewöhnlich trocken begonnen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) fielen im September bundesweit nur rund 40 Liter Regen pro Quadratmeter. Üblich sind 65 Liter. Besonders wenig regnete es im Südwesten Deutschlands. Auch Hessen blieb mit rund 30 Litern pro Quadratmeter deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt.
Was viele als angenehme Verlängerung des Sommers empfunden haben dürften, bereitet andernorts Sorgen. Denn gerade im Herbst und Winter müssen sich die Wasservorräte im Boden wieder auffüllen. Fehlt der Regen, kann das bis ins nächste Frühjahr hinein Folgen haben. Besonders für junge Bäume, Neupflanzungen und Grünanlagen, die längere Trockenperioden nur schwer verkraften.
Dabei mangelt es nicht unbedingt an Regen. Häufig ist vielmehr dessen Verteilung das Problem. Längere trockene Phasen wechseln sich mit kräftigen Niederschlägen ab. Viel Wasser fließt dann ungenutzt ab, statt für regenarme Wochen zur Verfügung zu stehen.
Wasservorräte ohne aufwendige Erdarbeiten
Hier setzen dezentrale Speicherlösungen an. Ein Beispiel ist der Regensammler PLUVARA, der ohne Dachflächen, Regenrinnen oder Wasseranschlüsse auskommt. Über einen trichterförmigen Aufsatz mit 3,15 Quadratmetern Auffangfläche gelangt das Regenwasser direkt in einen handelsüblichen IBC-Container. Ein Filter hält Laub und gröbere Verschmutzungen zurück.
Anders als bei unterirdischen Zisternen wird das Wasser oberirdisch gespeichert. Erd- und Aushubarbeiten sind nicht erforderlich. Die Behälter lassen sich auf geeigneten Flächen aufstellen und bei steigendem Wasserbedarf durch zusätzliche Container ergänzen. Die Speicherkapazität ist damit nahezu beliebig erweiterbar.
Bei einem kräftigen Regenschauer mit 30 Litern Niederschlag pro Quadratmeter können auf der Auffangfläche rechnerisch rund 95 Liter Wasser zusammenkommen. Ein einzelner IBC-Container fasst bis zu 1.000 Liter.
Interessant ist das vor allem dort, wo Wasser benötigt wird, aber kein Anschluss vorhanden ist. Etwa bei Straßenbäumen, Streuobstwiesen, abgelegenen Grünflächen oder landwirtschaftlich genutzten Grundstücken. Kommunen, Garten- und Landschaftsbaubetriebe sowie Grundstücksbesitzer können auf diese Weise Wasser vor Ort bevorraten und Transporte reduzieren.
Pflanzsaison 2027 frühzeitig vorbereiten
Der trockene Herbst dürfte auch bei den Planungen für das kommende Jahr eine Rolle spielen. Wer 2027 neue Bäume, Hecken oder Grünanlagen anlegen möchte, sollte deren spätere Bewässerung bereits jetzt berücksichtigen. Gerade junge Pflanzen sind in den ersten Jahren auf eine regelmäßige Wasserversorgung angewiesen.
Wer rechtzeitig Speicher aufstellt, kann die Niederschläge der kommenden Monate nutzen, um Reserven für Frühjahr und Sommer anzulegen. Das kann Trinkwasser sparen und die Bewässerung insbesondere an abgelegenen Standorten erleichtern.
Der September hat einmal mehr gezeigt, dass auch in der vermeintlich regenreichen Jahreszeit längere Trockenphasen auftreten können. Regenwasser aufzufangen und für spätere Zeiten vorzuhalten, dürfte deshalb weiter an Bedeutung gewinnen.
Weitere Informationen: www.pluvara.de
_Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Deutschlandwetter im September 2026. Niederschlagswerte gerundet._
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Über Pluvara: Gegründet wurde das Unternehmen 2025 von vier Unternehmern aus Gießen in Mittelhessen. Die Idee entstand – wie so oft – aus einem konkreten praktischen Bedarf. Als Betreiber der Stiftung “Lugredu”, die sich dem Erhalt und Ausbau von Streuobstwiesen widmet, standen die Gründer vor der Herausforderung, neu gepflanzte Bäume regelmäßig mit Wasser zu versorgen. Frischwasser musste aufwendig per Anhänger herangeschafft und in IBC-Container umgefüllt werden. Aus dieser Praxis heraus entstand die Idee eines autarken Regenwassersammelsystems – die Geburtsstunde von Pluvara
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