ALLGEMEIN

Verboten. Verdrängt. Unvergessen – Festival FREMDE ERDE

Das Wiener Festival FREMDE ERDE welches sich Musik, Kabarett und Literatur von Künstlerinnen und Künstlern widmet, die in der NS-Zeit verboten waren, geht in die zweite Hälfte.

BildMit eindrucksvollen Konzerten, literarischen Programmen und interdisziplinären Formaten geht das Festival FREMDE ERDE in seine zweite Hälfte und verdichtet seine künstlerische wie gesellschaftliche Aussage: Die Wiederentdeckung verfemter Musik wird zur eindringlichen Auseinandersetzung mit Erinnerung, Exil und künstlerischem Überleben.

Das von VIVA LA CLASSICA! initiierte Festival widmet sich Komponistinnen und Komponisten, deren Werke während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verdrängt, verboten oder vergessen wurden. In Kooperation mit renommierten Institutionen bringt FREMDE ERDE diese Musik zurück auf die Bühne – als lebendiges kulturelles Gedächtnis und als künstlerisches Statement gegen das Vergessen.

VIELFÄLTIGE KÜNSTLERISCHE PERSPEKTIVEN

Die zweite Festivalhälfte eröffnet ein breites Spektrum an Ausdrucksformen:
Am 23. April steht ein literarisch-musikalischer Abend mit Ruth Cerha im Mittelpunkt, der die Lebenswege verfemter Komponistinnen nachzeichnet und deren Werke in einen bewegenden biografischen Kontext stellt.

Am 24. April folgt ein Ausflug in die Welt des jüdischen Kabaretts der 1920er- und 1930er-Jahre – eine Kunstform zwischen scharfem Witz, politischer Reflexion und existenzieller Bedrohung, deren Stimmen durch das NS-Regime zum Verstummen gebracht wurden.

Mit dem Konzert “Passacaille” (22. April) rückt die Kammermusik in den Fokus: Werke von Szymon Laks, Karol Rathaus und Mieczyslaw Weinberg spiegeln eindringlich die Erfahrungen von Verfolgung, Lagerhaft und Exil wider.

KLANG GEWORDENE ERINNERUNG

Weitere Höhepunkte bilden Programme, die sich intensiv mit existenziellen Themen auseinandersetzen:
Das Konzert “Leben, Traum und Tod” (28. April) verbindet Musik mit visuellen Elementen und präsentiert teils selten gespielte oder erstmals in Österreich aufgeführte Werke verfemter Komponisten.

Den Abschluss des Festivals bildet ein groß angelegtes Konzert, das dem Komponisten Mieczyslaw Weinberg gewidmet ist. Sein Werk steht exemplarisch für die Erfahrungen von Flucht, Verlust und künstlerischer Resilienz im 20. Jahrhundert.

EIN FESTIVAL MIT HALTUNG

FREMDE ERDE versteht sich nicht nur als Konzertreihe, sondern als kulturelles Erinnerungsprojekt. Die präsentierten Werke sind Zeugnisse einer Zeit, in der Kunst unterdrückt und Künstler verfolgt wurden – und zugleich Ausdruck von Widerstand, Identität und Hoffnung.

Mit seiner zweiten Festivalhälfte setzt FREMDE ERDE ein starkes Zeichen für die Relevanz historischer Erinnerung in der Gegenwart und lädt dazu ein, Musik als Medium des Dialogs, der Reflexion und der gesellschaftlichen Verantwortung neu zu entdecken.

Festival FREMDE ERDE
12.-29. April 2026
Wien Neubau
Weitere Informationen: https://www.vivalaclassica.com”>www.vivalaclassica.com

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

VIVA LA CLASSICA!
Barbara Vanura
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1030 Wien
Österreich

fon ..: +436763417548
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email : office@vivalaclassica.com

VIVA LA CLASSICA! entwickelt interdisziplinäre künstlerische Produktionen mit dem Schwerpunkt Musik.

Verschiedene Ausdrucksformen wie szenische Darstellung, Literatur, Tanz, Video machen anspruchsvolle Musik aus verschiedenen Epochen mit allen Sinnen erlebbar und damit auch einem breiteren Publikum zugänglich. Menschlich und gesellschaftlich relevante Themen bilden den übergeordneten Rahmen.

VIVA LA CLASSICA! widmet sich der Wiederentdeckung in der NS-Zeit verfolgter Komponist:innen.

Mit Uraufführungen möchte der Verein noch unbekannte zeitgenössische Komponist:innen fördern, mit der Einbeziehung von Werken und Künstler:innen aus verschiedenen Ländern und Kulturen zu Vielfalt und Offenheit beitragen.

Pressekontakt:

Kultur PR
Frau Barbara Frank-Vanura
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