Verstehen statt verzweifeln: Wenn Sprache keine Hürde mehr ist

Erweiterungen für Websites, die Sprachbarrieren abbauen, das Lernen erleichtern und neue Chancen eröffnen sollen – künstliche Intelligenz und Dienste der EU im Einsatz für mehr Teilhabe.
Eine junge Frau kann trotz guter Schulnoten nicht studieren. Eine andere möchte Deutsch lernen, bekommt aber keinen Sprachkurs. Andere finden nur schwer einen Arbeitsplatz, weil ihnen die nötigen Deutschkenntnisse oder Fachbegriffe fehlen. Auch im Schulunterricht, bei Behördengängen, in der Ausbildung oder im Berufsalltag können Sprachbarrieren zum Problem werden. Besonders schwierig wird es, wenn wichtige Informationen nur auf Deutsch verfügbar sind oder komplizierte Formulierungen selbst Muttersprachler vor Rätsel stellen.
Susanne Braun-Speck aus Reinfeld im Kreis Stormarn kennt solche Geschichten aus ihrem Umfeld. Durch ihre Arbeit und ihre Kontakte zu Lehrkräften, Mitarbeitenden von Kommunen und der Arbeitsagentur sowie Arbeitgebern – insbesondere aus kleinen Unternehmen – kennt sie auch die andere Seite. Sprachbarrieren erschweren die Verständigung, kosten Zeit und führen immer wieder zu Missverständnissen. Oft fehlen geeignete Hilfsmittel, um Informationen verständlich zu vermitteln, Mitarbeitende zu entlasten und selbstständiges Lernen zu ermöglichen.
“Sprachbarrieren gehören zu den größten Herausforderungen in unserem Land – für die Betroffenen genauso wie für Schulen, Behörden und Unternehmen. Und obwohl die Probleme bekannt sind, gibt es viel zu wenige Hilfen, die sofort und unkompliziert eingesetzt werden können”, sagt Braun-Speck. “Die Politik debattiert. Ich entwickle Lösungen.”
Drei konkrete Anwendungen für WordPress-Websites stellt die Reinfelderin jetzt vor. Sie sollen sowohl den Betroffenen als auch Schulen, Kommunen und Betrieben einen praktischen Nutzen bieten – datenschutzorientiert, bezahlbar und digital souverän. Das heißt: unabhängig von einzelnen Technologieanbietern.
Drei digitale Hilfen, von denen alle profitieren können
Die erste Lösung übersetzt Website-Inhalte in verschiedene Sprachen – unter anderem mit einem Dienst der EU. Unternehmen können damit neue Kunden und internationale Fachkräfte erreichen, Schulen Eltern unterschiedlicher Herkunftssprachen informieren und Kommunen ihre Bürger besser erreichen. Das erleichtert die Kommunikation und kann Mitarbeitende entlasten.
Die zweite Lösung hilft beim Lernen. Mit digitalen Lernspielen, die sich nahtlos in die jeweilige Website integrieren lassen, können Schüler und Azubis selbstständig Fach- und Fremdwörter üben – etwa aus dem Unterricht, der Ausbildung oder dem Berufsalltag. Auch Lehrkräfte und Ausbilder profitieren von den zusätzlichen Lernangeboten.
Die dritte Lösung erleichtert das Lesen. Website-Besucher können sich Texte vorlesen lassen, die Schrift vergrößern oder die Darstellung an ihre Bedürfnisse anpassen. Das hilft beispielsweise Menschen mit Seh- oder Leseschwierigkeiten.
Und das ist nicht nur wegen gesetzlicher Anforderungen an die Barrierefreiheit wichtig. “Digitale Informationen nutzen nichts, wenn sie nicht verstanden werden”, erklärt Braun-Speck.
Europa hat einen eigenen Übersetzungsdienst – doch kaum jemand kennt ihn?
Besonders interessant ist die technische Grundlage der Übersetzungstools. Denn nicht nur Google und große amerikanische KI-Unternehmen können Texte automatisch übersetzen. Auch die Europäische Kommission betreibt einen eigenen Übersetzungsdienst: eTranslation.
Dieser gilt laut EU als besonders sicher und kann von berechtigten Organisationen – darunter kleine und mittlere Unternehmen, Kommunen, Schulen und Vereine – sogar kostenlos genutzt werden. Braun-Speck hat eine Website-Erweiterung entwickelt (ein WordPress-Plugin, vergleichbar mit einer App fürs Handy), die diesen europäischen Dienst einbindet. Gleichzeitig können Website-Betreiber auch andere KI-Anbieter für ihre Übersetzungen wählen.
“Warum sollten wir uns dauerhaft von einem einzigen Technologiekonzern, beispielsweise einem KI-Provider, abhängig machen, wenn es Alternativen gibt?”, fragt Braun-Speck. “Digitale Souveränität ist wichtig – schon allein aus Kostengründen.”
Digitale Souveränität bedeutet Entscheidungsfreiheit und die Möglichkeit, Anbieter jederzeit zu wechseln. Das ist besonders wichtig, wenn es um Datenschutz, Kosten und langfristige Abhängigkeiten von großen Technologiekonzernen geht. Ein weiterer Vorteil ihrer Entwicklung: Einmal erstellte Übersetzungen werden direkt auf der eigenen Website gespeichert. So müssen sie bei späteren Besuchen nicht erneut an externe Dienste zur Übersetzung übertragen werden.
Mehrsprachigkeit muss nicht mehr teuer sein
Bisher war es für viele Schulen, kleinere Unternehmen oder Vereine aufwendig, ihre Internetseiten in verschiedenen Sprachen anzubieten. Jede zusätzliche Sprache bedeutete häufig erhebliche Kosten und zusätzliche Arbeit. Vor allem sind die Datenschutzanforderungen selten erfüllt. Automatische Übersetzungen mit eTranslation und künstliche Intelligenz können das heute wesentlich erleichtern.
Braun-Speck sieht große Chancen darin: “Eine Schule sollte Eltern unabhängig von ihrer Herkunftssprache erreichen können. Und Menschen, die hier leben, lernen und arbeiten wollen, sollten Zugang zu verständlichen Informationen haben.”
Die drei Entwicklungen greifen dabei ineinander, können aber auch unabhängig voneinander eingesetzt werden: Übersetzungen helfen beim Verstehen, Lernspiele beim Aufbau von Wissen und Lesehilfen beim Lesen.
Das ersetzt weder guten Deutschunterricht noch persönliche Beratung. Aber es kann Menschen im Alltag unterstützen und ihnen mehr Möglichkeiten geben, selbstständig zu lernen. Ob beispielsweise Samira mit besseren digitalen Lernangeboten den Weg zum Studium geschafft hätte, lässt sich nicht sagen. Doch ihre Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, Sprachbarrieren frühzeitig abzubauen.
Für Braun-Speck geht es deshalb um mehr als Technik: “Es geht um Bildung, Teilhabe und berufliche Chancen. Und darum, dass Menschen ihre Fähigkeiten entfalten können – unabhängig davon, welche Muttersprache sie haben.”
Entwickelt in Stormarn – einsetzbar in Schulen, Kommunen und Unternehmen
Unter ihrer Marke tiefenschaerfe entwickelt Susanne Braun-Speck Websites und digitale Anwendungen in Kooperation mit dem Verein sii-talents. Ihre drei neuen Erweiterungen sind für das weitverbreitete Website-System WordPress vorgesehen. Schulen, Schulträger, Kommunen, Unternehmen und andere Organisationen können die Lösungen selbst einsetzen oder die Entwicklerin mit der Einrichtung und Anpassung beauftragen. Einfachere Versionen werden außerdem über den gemeinnützigen Verein sii-talents e. V. angeboten, dessen Vorsitzende Braun-Speck ist.
Weitere Informationen und Möglichkeiten zum Ausprobieren:
* Informationen: https://tiefenschaerfe.de/digitale-loesungen/
* Lernspiele ausprobieren: https://sii-talents.de/digitale-lernspiele/
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
tiefenschaerfe in Kooperation mit sii-talents
Frau Braun-Speck Susanne
Heilsauring 8
23858 Reinfeld
Deutschland
fon ..: 01724332277
web ..: https://tiefenschaerfe.de
email : s.braun-speck@tiefenschaerfe.de
Beim sii-talents e.V. fördern wir Jugendliche ab etwa 15 Jahren sowie junge Erwachsene durch demokratiefördernde Medienprojekte und Workshops zu digitaler Bildung, Medienkompetenz und BNE – zunehmend auch KI-gestützt. Die Vorsitzende Susanne Braun-Speck ist beruflich Freiberuflerin (tiefenschaerfe.de) und entwickelt u.a. Bildungskonzepte und digitale Lösungen.
Pressekontakt:
tiefenschaerfe.de in Kooperation mit sii-talents e.V.
Frau Susanne Braun Speck
Heilsauring 8
23858 Reinfeld
fon ..: 0172-4332277
email : s.braun-speck@tiefenschaerfe.de
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