“Waffen gehören nicht in nachhaltige Fonds” – Greenvest fordert strengere Ausschlüsse in der SFDR-Reform

Greenvest fordert strengere Ausschlüsse in der SFDR-Reform: Der aktuelle Vorschlag schließt nur international verbotene Waffen aus – Investitionen in Rüstungsunternehmen bleiben weiterhin möglich.
Vaihingen an der Enz, 18. März 2026 – Die Diskussion darüber, ob Rüstungsunternehmen künftig Teil nachhaltiger Investmentfonds sein können, gewinnt in Europa zunehmend an Bedeutung. Die Fondsplattform Greenvest warnt vor einer Verwässerung nachhaltiger Kriterien und fordert im Zuge der geplanten Reform der EU-Offenlegungsverordnung für nachhaltige Finanzprodukte (Sustainable Finance Disclosure Regulation – SFDR) klarere und strengere Mindeststandards für nachhaltige Fonds.
Die aktuelle Regulierung zeigt eine zentrale Schwäche: Die SFDR ist in erster Linie eine Transparenzverordnung. Sie verpflichtet Fondsgesellschaften und andere Anbieter von Finanzprodukten dazu, offenzulegen, wie sie Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen – schreibt jedoch keine verbindlichen Ausschlüsse bestimmter Branchen oder Geschäftsfelder vor. Dadurch ist es derzeit möglich, dass Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen auch Investitionen in Rüstungsunternehmen enthalten.
“Nachhaltige Fonds müssen für Anleger nachvollziehbar bleiben”, sagt Daniel Arbeiter, Gründer und Geschäftsführer von Greenvest. “Wenn Fonds als nachhaltig gelten, erwarten Anleger zu Recht, dass bestimmte Geschäftsbereiche – etwa Waffen – konsequent ausgeschlossen werden.”
Debatte um Rüstungsinvestments gewinnt an Dynamik
Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine wird in Politik und Finanzbranche verstärkt darüber diskutiert, ob Verteidigungsunternehmen stärker als bisher in nachhaltige Finanzstrategien einbezogen werden sollten. Einige Stimmen argumentieren, dass Sicherheit eine Voraussetzung für stabile und nachhaltige Gesellschaften sei.
Aus Sicht von Greenvest darf diese Diskussion jedoch nicht dazu führen, dass grundlegende Nachhaltigkeitsprinzipien verwässert werden. Ein zentrales Prinzip nachhaltiger Geldanlage ist das sogenannte “Do No Significant Harm”-Prinzip. Es besagt, dass nachhaltige Investitionen keinen erheblichen Schaden für Umwelt oder Gesellschaft verursachen dürfen.
SFDR-Reform bietet Chance für klarere Regeln
Die geplante Reform der SFDR – häufig als SFDR 2.0 bezeichnet – soll nachhaltige Finanzprodukte künftig klarer strukturieren und besser vergleichbar machen. Diskutiert werden unter anderem neue Produktkategorien für Fonds mit Nachhaltigkeitsbezug, etwa für Transformationsinvestments (“Transition”), Fonds mit grundlegenden ESG-Strategien (“ESG”) sowie Fonds mit besonders nachhaltigen Anlagestrategien (“Sustainable”).
Außerdem sollen erstmals Mindest-Ausschlüsse für bestimmte Geschäftsbereiche eingeführt werden, etwa für Unternehmen mit hohen Anteilen an Kohleförderung oder bei schweren Verstößen gegen internationale Normen wie den UN Global Compact.
Greenvest begrüßt grundsätzlich den Versuch, nachhaltige Finanzprodukte klarer zu strukturieren und Mindeststandards einzuführen. Aus Sicht der Plattform gehen die derzeit diskutierten Regeln jedoch nicht weit genug – insbesondere beim Thema Waffeninvestments.
Ausschluss von Waffen im Reformvorschlag zu eng gefasst
Der aktuelle Reformvorschlag schließt lediglich international verbotene Waffen aus – etwa Anti-Personenminen, Streumunition sowie biologische und chemische Waffen.
Konventionelle Waffen sowie Investitionen in Rüstungsunternehmen wären damit weiterhin möglich. Dazu gehören beispielsweise Hersteller von Panzern, Kampfflugzeugen, Raketen oder militärischer Technologie – sowie Unternehmen, die an nuklearen Waffensystemen beteiligt sind.
“Der Reformvorschlag schließt nur wenige international verbotene Waffen aus. Konventionelle Waffen und Rüstungsunternehmen könnten weiterhin Teil nachhaltiger Fonds sein”, so Arbeiter. “Wenn nachhaltige Fonds weiterhin in Rüstungsunternehmen investieren können, wird für viele Anleger schwer nachvollziehbar, was nachhaltige Geldanlage tatsächlich bedeutet.”
Glaubwürdigkeit nachhaltiger Geldanlage sichern
Der Markt für nachhaltige Investmentfonds ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Gleichzeitig stehen nachhaltige Finanzprodukte zunehmend unter Beobachtung, wenn es um Greenwashing und uneinheitliche Nachhaltigkeitsdefinitionen geht.
Aus Sicht von Greenvest bietet die SFDR-Reform deshalb eine wichtige Chance, nachhaltige Geldanlage langfristig glaubwürdig zu gestalten. Klare Regeln und nachvollziehbare Kriterien könnten dazu beitragen, dass Anleger nachhaltige Fonds besser vergleichen und fundierte Anlageentscheidungen treffen können.
Hintergrund: Analyse zur SFDR-Reform
Greenvest hat die geplante Reform der europäischen Nachhaltigkeitsregulierung ausführlich analysiert. Eine detaillierte Einordnung der wichtigsten Entwicklungen rund um die SFDR-Reform finden Anleger auf der Webseite des Unternehmens: https://www.greenvest.de/sfdr-reform/
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Das Unternehmen verfolgt das Ziel, nachhaltige Geldanlagen transparenter und leichter zugänglich zu machen. Über die Partnerbanken können Depots direkt online eröffnet werden. Dabei profitieren Kundinnen und Kunden von einem vollständigen Rabatt auf den Ausgabeaufschlag sowie von zusätzlichen Nachhaltigkeitsinitiativen wie der Pflanzung von drei Bäumen für jedes eröffnete Depot.
Ein besonderer Fokus liegt auf Transparenz: Für nachhaltige Fonds stellt Greenvest detaillierte Nachhaltigkeitsinformationen bereit. Anleger können nachvollziehen, ob und in welchem Umfang ein Fonds beispielsweise in Rüstung, fossile Energien, Atomkraft oder andere kontroverse Geschäftsfelder investiert.
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