ALLGEMEIN

Wenn Security und Compliance alles geprüft haben, ist noch lange nichts entschieden

Kral-Kommunikation sieht bei KI- und Digitalvorhaben häufig dieselbe Situation: Die Fachbereiche haben geprüft, bewertet und eingeordnet. Nur die unternehmerische Entscheidung ist noch offen.

Bild“Security hat Bedenken.”

Ein solcher Satz kann ein KI- oder Digitalprojekt für Wochen beschäftigen.

Doch was bedeutet er eigentlich?

Soll das Vorhaben gestoppt werden? Soll eine andere Lösung gewählt werden? Muss nachgebessert werden? Oder entscheidet das Unternehmen, ein Rest-Risiko bewusst in Kauf zu nehmen?

Aus einer Risikoeinschätzung entsteht noch keine Unternehmensentscheidung.

Bei meinen aktuellen Recherchen zu KI- und Digitalvorhaben im industriellen Mittelstand fällt mir immer wieder etwas Ähnliches auf: Die Fachfragen werden sehr genau beantwortet.

IT beschreibt, was technisch möglich ist. Security benennt Risiken. Compliance und Legal ordnen Anforderungen ein. Der Fachbereich erklärt, was er braucht und warum.

Damit liegen viele Informationen auf dem Tisch.

Nur die eigentliche Führungsfrage wird häufig nicht ausdrücklich gestellt.

Fast so, als sei selbstverständlich, dass die Führung aus den verschiedenen Einschätzungen schon das Richtige herauslesen werde.

Genau darin liegt das Problem.

Denn die Fachfunktionen beantworten nicht dieselbe Frage.

Eine technische Lösung kann funktionieren und dennoch ein Sicherheitsrisiko enthalten. Eine Anwendung kann rechtlich zulässig sein und trotzdem Fragen aufwerfen, die ein Unternehmen nicht einfach durch eine Freigabe abhaken kann.

Auch Security kann ein Risiko benennen, ohne damit zu entscheiden, was daraus folgt.

“Ich kenne diese Situationen aus eigener Führungs- und Sicherheitsverantwortung im Konzern”, sagt Uta-Alexandra Kral, Executive Partnerin für Führung unter Druck. “Wenn Security Bedenken äußert, muss ich wissen, worin das Risiko besteht. Aber daraus folgt doch nicht automatisch, was das Unternehmen tun soll.”

Die Fachfunktionen liefern ihre Einschätzungen aus unterschiedlichen Verantwortungen heraus.

Gerade deshalb können mehrere Einschätzungen gleichzeitig richtig sein.

Security kann zur Vorsicht raten. Der Fachbereich kann auf einen wichtigen Kunden oder einen engen Termin verweisen. IT kann eine Lösung technisch für beherrschbar halten. Compliance kann zusätzliche Bedingungen formulieren.

Keine dieser Aussagen entscheidet allein darüber, was das Unternehmen tut.

Diese Abwägung gehört zur Führung.

Organisatorische Systeme helfen dabei.

Policies legen Regeln fest. Prozesse bestimmen, wer beteiligt wird. Gremien bringen verschiedene Perspektiven zusammen. Prüfungen liefern zusätzliche Informationen.

All das kann notwendig sein.

Aber auch ein gut organisiertes System nimmt Führung nicht die Frage ab, welche Konsequenz das Unternehmen aus den unterschiedlichen Einschätzungen zieht.

Nach Krals Beobachtung entsteht deshalb Entscheidungsstau nicht immer dort, wo zu wenig geprüft wurde.

Manchmal wurde sehr viel geprüft.

Nur niemand hat ausgesprochen, dass jetzt nicht noch eine Fachfrage beantwortet werden muss, sondern eine Führungsentscheidung ansteht.

Kral fasst diese Voraussetzung unter Decision Readiness.

Eine Führungskraft muss nicht jede technische, rechtliche oder sicherheitsbezogene Antwort selbst kennen. Sie muss aber wissen, was sie eigentlich entscheiden soll und was die verschiedenen Optionen für das Unternehmen bedeuten.

Mehr zur Grenze zwischen Systemunterstützung und Führungsentscheidung erläutert Uta-Alexandra Kral im aktuellen Beitrag.
https://www.kral-kommunikation.de/wer-darf-diese-entscheidung-eigentlich-treffen

Gerade bei KI-Projekten wird diese Grenze wichtiger.

Denn technische Systeme können heute analysieren, empfehlen und Informationen verdichten. Gleichzeitig versuchen Unternehmen, Unsicherheit mit Prozessen, Freigaben und zusätzlichen Gremien zu beherrschen.

Beides unterstützt Entscheidungen.

Beides kann sie nicht ersetzen.

Am Ende bleibt eine Frage, die kein System beantwortet:

Welche Konsequenz ziehen wir als Unternehmen daraus?

Wenn bei Ihnen regelmäßig Entscheidungen zwischen den Funktionen hängen bleiben, liegt das Arbeitsfeld von Kral-Kommunikation.

https://www.kral-kommunikation.de/decision-readiness

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Kral Kommunikation
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Kral-Kommunikation arbeitet mit Führungskräften und Schlüsselrollen an der Schnittstelle von IT, Fachbereich, Compliance, Legal und Security. Im Mittelpunkt stehen kritische Entscheidungen unter Zeit-, Risiko- und Reputationsdruck sowie die Frage, wie Geschäftsleitung und Führungsverantwortliche solche Entscheidungen nachvollziehbar treffen und vertreten können.

Pressekontakt:

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