Berühren, ohne etwas zu wollen. Die Ausbildung Holistic Pulsing vermittelt Körperarbeit ohne Kraft.

Berührung gehört für Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Hebammen und Masseure zum Berufsalltag. Holistic Pulsing ergänzt die funktionale Arbeit um sanfte und rhythmische Impulse.
Seefeld bei München. Pflegekräfte berühren im Dienst hundertfach. Physiotherapeuten arbeiten mit den Händen, Hebammen ebenso, Masseure ohnehin. Berührung ist in diesen Berufen kein besonderes Ereignis, sondern Arbeitsmittel. Sie hat einen Zweck, ein Ziel und in der Regel wenig Zeit.
Wer diese Berufe ausübt, kennt deshalb eine Lücke im eigenen Repertoire. Für die funktionale Berührung gibt es Technik, Ausbildung und Standards. Für die Berührung, die nichts erreichen will, gibt es meist nichts. Genau in diese Lücke zielt eine Methode, die derzeit vor allem in Süddeutschland Zulauf hat.
Holistic Pulsing arbeitet mit gleichmäßigen, rhythmischen Schaukelbewegungen, die über den Körper weitergegeben werden. Die behandelte Person bleibt bekleidet und liegt entspannt auf einer Behandlungsliege. Es wird nicht geknetet, nicht gedehnt, nicht gezielt auf Muskelgruppen eingewirkt. Kein Öl, keine intensive Drucktechnik. Der Kraftaufwand ist gering – ein Punkt, der für Menschen mit körperlich fordernder Tätigkeit unmittelbar relevant ist.
Der methodische Kern liegt in der Haltung. Die pulsende Person versteht sich als Begleitung, nicht als Behandelnde. Sie bewertet nicht, korrigiert nicht und erzwingt kein Ergebnis. Absichtslosigkeit ist in der Lehre ein zentraler Begriff. Für Berufseinsteiger ist das leicht, für erfahrene Fachkräfte oft der schwierigste Teil der Ausbildung.
Warum die Qualität der Berührung trainierbar ist
Dass Berührung mehr ist als eine Frage des guten Willens, zeigt die Grundlagenforschung. Eine schwedische Arbeitsgruppe um Line Löken und Håkan Olausson wies 2009 in Nature Neuroscience nach, dass die behaarte Haut über einen eigenen Fasertyp verfügt, die C-taktilen Afferenzen. Diese reagieren am stärksten auf langsame, leichte Streichbewegungen mit etwa einem bis zehn Zentimetern pro Sekunde – und exakt dieser Bereich wird von Probanden als am angenehmsten bewertet. Schneller oder langsamer fällt die Bewertung messbar ab.
Für die Praxis bedeutet das: Tempo und Druck sind keine Geschmacksfrage. Sie sind Parameter, die man treffen oder verfehlen kann – und die sich nur in der Wiederholung einstellen. Deshalb findet die Ausbildung ausschließlich in Präsenz statt. Rhythmus und Berührungsqualität lassen sich nicht über Theorie vermitteln.
Wie intensiv Berührung als Interventionsform mittlerweile erforscht wird, zeigt eine Meta-Analyse, die 2024 in Nature Human Behaviour erschien. Ein Team um Julian Packheiser wertete 137 Studien mit knapp 13.000 Personen aus; bei Erwachsenen ging es dabei überwiegend um klassische Massage. Bemerkenswert war, dass die Häufigkeit der Anwendung stärker ins Gewicht fiel als die Dauer einzelner Sitzungen. Für Holistic Pulsing selbst liegt bislang lediglich eine EEG-Einzelfallstudie aus dem Jahr 2012 vor, die von den Autoren ausdrücklich als vorläufige Beobachtung eingeordnet wurde. Die Methode ist eine Entspannungs- und Wellnessmethode und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.
Was der Lehrgang umfasst
Die Deutsche Heilerschule in Seefeld bei München bietet die Ausbildung als dreiteiligen Präsenzlehrgang mit insgesamt 51 Unterrichtsstunden an. Das erste Wochenende behandelt Körper-Pulsing: Grundgriffe, Rhythmusfindung, Arbeitspositionen in Rücken-, Bauch- und Seitenlage, dazu Haltung und Ergonomie. Ziel ist, ruhig und präzise zu arbeiten, ohne unnötig Kraft einzusetzen.
Das zweite Wochenende gilt dem Organ-Pulsing mit Schwerpunkt Bauchraum. Inhalte sind unter anderem Bauchreflexzonen, die Organuhr aus der traditionellen chinesischen Medizin sowie energetische und psychosomatische Zuordnungen innerhalb der jeweiligen Lehre. Ebenso ausführlich behandelt werden Grenzen und Kontraindikationen. Eine medizinische Diagnostik oder Behandlung wird ausdrücklich nicht vermittelt.
Das dritte Wochenende führt zum Chakren-Pulsing, verbindet die erlernten Techniken mit Wahrnehmungsübungen und der Arbeit an den in der Chakrenlehre beschriebenen Energiezentren und fügt am Ende alle drei Ebenen zu einer vollständigen Sitzung zusammen.
Geübt wird durchgehend in wechselnden Paaren. Jeder Teilnehmer erlebt die Methode aus beiden Perspektiven und spürt dadurch unmittelbar, wie Tempo, Haltung und Berührungsqualität eine Sitzung verändern. Dozentin ist Anna Leicht, die Holistic Pulsing an der Schule unterrichtet und die Methode in ihrer Arbeit mit Energetik, Mentaltraining und achtsamkeitsbasierter Begleitung verbindet. Zwischen den Blöcken bleibt Zeit zum Üben.
Die berufliche Einordnung
Für die gewerbliche Nutzung ist Klarheit entscheidend. Holistic Pulsing ist in Deutschland kein staatlich geregelter Beruf und keine anerkannte Heilbehandlung. Das Zertifikat der Deutschen Heilerschule dokumentiert die absolvierte Ausbildung. Wer die Methode anbietet, tut dies im Entspannungs- und Wellnesskontext. Wer Krankheiten feststellen oder therapeutisch behandeln möchte, benötigt die dafür jeweils erforderliche berufliche Erlaubnis.
Bei akuten Beschwerden, frischen Verletzungen, Thrombosen, bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, in der Schwangerschaft oder bei schweren psychischen Erkrankungen muss vorab durch medizinisches Fachpersonal geklärt werden, ob eine Anwendung infrage kommt.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Ausbildung Holistic Pulsing richtet sich an Masseure, Physiotherapeuten, Pflegekräfte, Hebammen, Heilpraktiker, Coaches und Menschen aus pädagogischen oder beratenden Berufen ebenso wie an Teilnehmer ohne beruflichen Hintergrund, die die Methode für sich selbst oder im privaten Umfeld erlernen möchten.
Das nächste Seminar Holistic Pulsing beginnt am 19. Februar 2027 in der Deutschen Heilerschule, Uneringer Str. 1, 82229 Seefeld bei München. Die weiteren Termine sind der 12. bis 14. März und der 30. April bis 2. Mai 2027. Freitags beginnt der Unterricht um 17 Uhr, samstags von 9 bis 17 Uhr, sonntags von 9 bis 15 Uhr. Die Gesamtkosten betragen 1.050 Euro in drei Raten zu je 350 Euro und umfassen Unterricht, Modulskripte, Praxisübungen, die Begleitung durch die Dozentin und das Abschlusszertifikat. Informationen unter 08152 980 178 oder info@deutsche-heilerschule.de.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Deutsche Heilerschule UG
Herr Sebastian Lichtenberg
Uneringer Str. 1
82229 Seefeld
Deutschland
fon ..: 08152 980 178
fax ..: 08152 794 225
web ..: https://portal.deutsche-heilerschule.de/ausbildung-holistic-pulsing/
email : info@deutsche-heilerschule.de
In Seefeld bei München, gut eine halbe Stunde vom Ammersee entfernt, lernen Menschen an der Deutschen Heilerschule etwas, das sich schwer erklären und leicht erleben lässt: wie man jemanden berührt, ohne etwas zu wollen.
Ein Schwerpunkt der Schule ist die Holistic Pulsing Ausbildung – eine sanfte, rhythmische Form der Körperarbeit, bei der der Körper in eine gleichmäßige Schwingung gebracht wird. Ohne Kraft, ohne Öl, bekleidet. In drei Wochenenden lernen die Teilnehmer Körper-Pulsing, Organ-Pulsing und Chakren-Pulsing, üben in wechselnden Paaren und erleben dabei beide Seiten: das Pulsen und das Gepulstwerden. Die meisten sagen hinterher, das zweite habe sie mehr gelehrt als das erste.
Zu uns kommen Masseurinnen und Physiotherapeuten, Pflegekräfte, Hebammen, Coaches und Menschen, die mit alldem beruflich nichts zu tun haben und einfach lernen möchten, Nahestehende gut zu berühren. Vorkenntnisse braucht es nicht. Die Gruppen sind klein, die Begleitung persönlich, und Zeit zum Üben bleibt zwischen den Blöcken.
Holistic Pulsing ist eine Entspannungs- und Wellnessmethode und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Was es ist: eine ruhige, sorgfältige Art, mit Menschen zu arbeiten. Der nächste Lehrgang beginnt im Februar 2027.
Pressekontakt:
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