Dr. Michael Nehls über Lithium und die Entstehung von Alzheimer – YouTube-Interview ab 21. August, 19 Uhr

Lithium, Alzheimer und Prävention: Dr. Michael Nehls erläutert, warum er für die Anerkennung von Lithium als essenziellem Spurenelement kämpft – und welche neuen Erkenntnisse die Forschung liefert.
Kann eine unzureichende Versorgung mit dem Spurenelement Lithium langfristig zur Entstehung von Alzheimer, Depressionen und anderen neuropsychiatrischen Erkrankungen beitragen? Davon ist der Wissenschaftler PD Dr. med. Michael Nehls überzeugt. Seit Jahren kämpft der Arzt und habilitierte Molekulargenetiker dafür, dass Lithium als essenzielles Spurenelement anerkannt wird. Seine Thesen sorgen für große Resonanz – und für kontroverse Diskussionen.
Ab Freitag, den 21. August 2026, ab 19 Uhr ist dazu ein ausführliches Interview mit Dr. Michael Nehls auf seinem YouTube-Kanal zu sehen. Zeitgleich veröffentlicht das Informationsportal ZEOLITH WISSEN eine schriftliche Zusammenfassung des Gesprächs mit weiterführender wissenschaftlicher Literatur.
Die Frage ist nicht nur, was unseren Körper belastet, sondern auch: Was fehlt unserem Körper heute?
ZEOLITH WISSEN beschäftigt sich vor allem mit den Auswirkungen einer veränderten Umwelt auf unsere Gesundheit, die in kausalem Zusammenhang mit den steigenden Zahlen chronischer Erkrankungen steht. Zentrale Themen sind dabei Umweltbelastungen, Darm- und Gehirngesundheit sowie Möglichkeiten der Prävention, vor allem mit dem Naturmineral PMA-Zeolith, das sich dank wissenschaftlicher Studien immer mehr als Grundstein moderner Präventions- und Longevity-Konzepte etabliert.
Nehls betrachtet gewissermaßen eine ganz andere Seite dieser Fragestellung: Was geschieht, wenn dem menschlichen Organismus etwas fehlt, das er für seine physiologischen Funktionen benötigt? Für ihn führt diese Frage unmittelbar zu Lithium.
Das natürliche Element Lithium kommt in Gesteinen, Böden, Wasser und Lebensmitteln vor. Die tatsächliche Aufnahme unterscheidet sich regional allerdings heute erheblich und hängt unter anderem von den geologischen Bedingungen ab. Eine Untersuchung auf den Kanarischen Inseln ermittelte beispielsweise eine durchschnittliche tägliche Lithiumaufnahme von rund 3,67 Milligramm. Europäische Bodenkartierungen wiederum zeigen erhebliche regionale Unterschiede der natürlichen Lithiumgehalte auf, die gemäß Nehls und anderen Forschern für den menschlichen Bedarf oft zu gering sind.
Lithium: essenzielles Spurenelement oder offene wissenschaftliche Frage?
Dr. Michael Nehls, Arzt, habilitierter Molekulargenetiker und mehrfacher Bestseller- Autor (u. a. «Alzheimer ist heilbar»), fordert deshalb seit Jahren die Anerkennung von Lithium als essenzielles Spurenelement. Essentielle Spurenelemente sind lebensnotwendige Mineralstoffe, die der Körper in sehr geringen Mengen (weniger als 50 mg pro Kilogramm Körpergewicht) benötigt, aber nicht selbst herstellen kann – dazu gehören etwa Eisen, Jod oder Zink.
Der Wissenschaftler argumentiert, dass eine unzureichende Versorgung mit Lithium unter anderem bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und psychiatrischen Krankheiten wie Depressionen eine bislang unterschätzte Rolle spielen könnte. Doch bis heute ist Lithium in der EU nicht als essenzieller Nährstoff anerkannt. Eine offizielle Zufuhrempfehlung existiert nicht und die wissenschaftliche Diskussion darüber ist kontrovers.
Diese Situation möchte Michael Nehls verändern. In seinem aktuellen Buch «Das Lithium-Komplott – Plädoyer für ein essentielles Spurenelement» geht er dabei weit über medizinische Fragestellungen hinaus und diskutiert auch institutionelle, wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Aspekte.
Harvard-Studie bringt Bewegung in die Lithium-Forschung
Neue Aufmerksamkeit erhielt das Thema durch eine 2025 im renommierten Fachmagazin «Nature» veröffentlichte Arbeit der Harvard Medical School. Bei Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung und Alzheimer fanden die Forscher verminderte Lithiumkonzentrationen im präfrontalen Cortex. Lithium war dabei das einzige der 27 untersuchten Metalle, das bereits bei MCI signifikant reduziert war.
Im Mausmodell führte eine etwa 50-prozentige Verringerung des kortikalen Lithiums zu verstärkter Amyloid- und Tau-Pathologie, Neuroinflammation, Verlust neuronaler Strukturen und beschleunigtem kognitivem Abbau. Sehr niedrig dosiertes Lithiumorotat konnte zahlreiche Veränderungen in den untersuchten Mausmodellen verhindern. Diese Ergebnisse sind bemerkenswert, werden aber gleichwohl weiter diskutiert.
Prävention statt Behandlung erst nach Ausbruch einer Krankheit?
Im Interview erläutert Nehls, weshalb er die derzeitige wissenschaftliche Evidenz bereits für ausreichend hält, um Lithium als essenziell einzustufen, warum Kritiker dies anders beurteilen und weshalb er die Auseinandersetzung inzwischen auch auf politischer Ebene führt.
Ein zentraler Gedanke zieht sich dabei durch das Gespräch: Moderne Medizin sollte sich nach Auffassung von Nehls stärker damit beschäftigen, welche Voraussetzungen der menschliche Organismus benötigt, um möglichst lange gesund zu bleiben, statt Erkrankungen erst zu behandeln, nachdem sie entstanden sind.
Das Interview wurde von einer Redakteurin geführt, die sowohl für ALZHEIMER DEUTSCHLAND über Alzheimer, Prävention und Neuromodulation als auch für ZEOLITH WISSEN über Umweltmedizin und Prävention berichtet. Damit treffen in dem Gespräch zwei Themenfelder aufeinander, die zunehmend miteinander verbunden werden: Umwelt, Nährstoffversorgung, Gehirngesundheit und die dringend notwendigen Maßnahmen der Prävention, die heute für uns alle gelten.
Das vollständige Video-Interview mit PD Dr. med. Michael Nehls ist ab dem 21. August 2026 ab 19 Uhr auf seinem YouTube-Kanal verfügbar. Parallel dazu veröffentlicht das Info-Portal ZEOLITH WISSEN dazu eine schriftliche Zusammenfassung des Interviews. Ergänzt wird sie durch eine Auswahl wissenschaftlicher Publikationen zu Lithium, natürlicher Versorgung, Gehirngesundheit und Alzheimer:
https://www.zeolith-wissen.de/zeolith-news/interviews/lithium-mangel-gesundheit-gehirn
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