Mosel Musikfestival: In Luxemburg erklingen drei besondere Klassik-Konzerte

Das deutsch-luxemburgische Festival gastiert am 24., 25. und 27. September in der Valentiny Foundation (Remerschen) sowie der Kreuzkapelle und dem Maison Osbourg in Grevenmacher.
Der französische Klarinettist Arthur Stockel hat sich durch seine virtuose Karriere als Solist, Kammermusiker und Orchestermusiker als leidenschaftlicher und eklektischer Musiker etabliert. Im Alter von 21 Jahren wurde er zum Soloklarinettisten des _Orchestre Philharmonique du Luxembourg_ ernannt und zeichnet sich durch seine Neugier und Leidenschaft bereits als einer der großen Musiker seiner Generation aus.
Im Rahmen seines Brahms-Projekts widmet sich Arthur Stockel gemeinsam mit seinen Kammermusikpartnern Hanna Salzenstein (Cello) und Manuel Vieillard (Klavier) einem der persönlichsten Kapitel im Schaffen des Komponisten: Die späten Klarinettenwerke, die Brahms für den Klarinettisten Richard Mühlfeld komponierte, bilden eine einzigartige Klangwelt von großer Intimität und Ausdrucksdichte.
Dieser Zyklus ist der Auftakt zu den drei diesjährigen Konzerten des Mosel Musikfestivals in Luxemburg, die am 24. September 2026 mit “Arthur Stockel & Friends” in der _Valentiny Foundation_ (Remerschen) ihren Auftakt haben. An diesem Abend können sich die Zuhörer:innen ferner auf die Sonate Nr. 1 für Klarinette und Klavier sowie das Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier op. 114 freuen, die von jener besonderen Klangwelt geprägt sind, die Brahms in seinen letzten Lebensjahren entwickelte.
Am folgenden Freitagabend (25. September, ebenfalls 20 Uhr) laden Cristina Basili (Violoncello) und Timotej Kosovinc (Gitarre) in die Kreuzkapelle nach Grevenmacher. Die beiden international gefeierten Musiker:innen verbindet das tiefe Anliegen, das Ausdruckspotenzial der Kammermusik für Violoncello und Gitarre zu erkunden und innerhalb der klassischen Tradition neue Wege zu beschreiten
Als Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe – darunter die Royal Maas Competition und die Ligita Competition – genießen sie Anerkennung für ihre künstlerische Exzellenz und ihren innovativen Geist. Ihr Repertoire umfasst sowohl klassische Werke für Violoncello und Gitarre als auch zeitgenössische Kompositionen, von denen viele aus der Feder von Timotej Kosovinc stammen, der auch kompositorisch wirkt. Mit einem besonderen Fokus auf Klangfarben, Atmosphäre und emotionaler Tiefe lassen die Darbietungen des Duos lebendige musikalische Klanglandschaften entstehen und schaffen eine einzigartige Verbindung zum Publikum.
Sie konzertieren europaweit und treten bei bedeutenden Kammermusik- und Gitarrenfestivals sowie in renommierten Konzertsälen auf. Beide Musiker gehören dem Lehrkörper der J. G. Albrechtsberger Musikschule Klosterneuburg an, dieses Ausbildungszentrum ist Partnermusikschule der Musikschule Grevenmacher. Zudem findet dieses Konzert im Kader der Musikschulpartnerschaft aus Musikschulen in europäischen Weinregionen statt.
“Mein Programm ,Quasi una Fantasia’ begreift die Fantasie als innere Freiheit und als Weg von der nächtlichen Kontemplation zur poetischen Vision. Diesen Gedanken will ich hörbar machen”, sagt die Pianistin Anne-Rose Terebesi. Eine musikalische Reise “voller visionärer Klangwelten und plötzlicher Stimmungswechsel” verspricht die Musikerin für ihr Konzert am Sonntagnachmittag, 27. September, im Maison Osbourg in Grevenmacher (17 Uhr). Sie beginnt mit dem Andante von Skrjabins Sonate-Fantasie, das von Meeresstimmungen und geheimnisvoller Ruhe inspiriert ist. Chopins Fantasie-Polonaise op.61 wirkt hiernach wie ein allmähliches Erwachen, verbindet Traum, Erinnerung und heroische Momente, die sich in der Fantasie op.49 dramatisch verdichten. Die Reise endet mit der 1838 von Robert Schumann komponierten Fantasie op.17, einem der bedeutendsten und passioniertesten Werke der romantischen Klavierliteratur.
Anne-Rose Terebesi konzertiert im In- und Ausland, unterrichtet an der regionalen Musikschule Grevenmacher und gründete 2015 “Musicadelux”, eine Konzertreihe zur Förderung junger Musiker aus Luxemburg. 2021 wurde sie als Steinway-Artist ausgezeichnet; seit 2024 ist Anne-Rose Terebesi Mitglied der Moselmusikfestival ASBL.
Tickets sind erhältlich über das Festivalbüro – Telefon: 06531-5000-95, per E-Mail an karten@moselmusikfestival.de, online über die Website www.moselmusikfestival.de – und persönlich in den 500 Vorverkaufsstellen von Ticket Regional, telefonisch zum Ortstarif aus Luxemburg unter 20301011 unter 0651-9790777.
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Von Juli bis Oktober lädt das Mosel Musikfestival das Publikum erneut ein, die Region zwischen Schengen und Koblenz neu zu entdecken. Seit mehr als vier Jahrzehnten präsentiert das größte Musikfestival seiner Art in Rheinland-Pfalz in jedem Sommer ein vielfältiges und hochkarätiges Programm mit renommierten Orchestern und Ensembles von Weltrang sowie eine erstklassige Auswahl an internationalen Künstler:innen aus den Bereichen Klassik, Jazz, Folk und Weltmusik. Im Jahre 2023 wurde dann die Luxemburger ASBL moselmusikfestival gegründet. Sie hat seither Konzerte im Miselerland organisiert.
Charakteristisch für das Mosel Musikfestival sind zugleich die außergewöhnlichen Spielstätten entlang der Mosel, die kunstvoll illuminiert die Musik einrahmen: Konzertsäle, Weingüter, Burgen, Marktplätze und Kirchen werden zur Festival-Kulisse in einer der faszinierendsten Kulturlandschaften Europas.
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