Transformation mit Weitblick – Chancen nachhaltiger Entwicklung in der BER-Flughafenregion

Die Entwicklung der Flughafenregion zeigt sich besonders eindrucksvoll dort, wo aus historischen Standorten neue Lebensräume entstehen.
Schönefeld, 20. Juli 2026 – Die Flughafenregion steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Ehemalige Industrie- und Militärflächen werden zu Wohn- und Lebensräumen. Rangsdorf zeigt beispielhaft, wie Kommunen diesen Transformationsprozess erfolgreich gestalten können.
Mit dem neuen Quartier BUC-36 entsteht auf dem ehemaligen Bücker-Gelände ein modernes Wohngebiet mit rund 1.000 Wohnungen für etwa 2.500 Menschen. Neben Wohnraum werden eine neue Oberschule, Sportanlagen, ein Jugendclub sowie öffentliche Freiräume geschaffen. Historische Gebäude wie die denkmalgeschützte Einfliegerhalle oder der Motorenprüfstand bleiben erhalten und werden behutsam für neue Nutzungen umgebaut. So verbindet das Projekt Denkmalschutz, nachhaltige Stadtentwicklung und moderne Architektur. Als Vorzeigeprojekt wurde BUC-36 bereits mehrfach prämiert: Erst wurde es mit dem ICONIC AWARD 2021: Innovative Architecture in der Kategorie “Urban Planning” ausgezeichnet, zuletzt konnte sich BUC-36 auch den German Design Award 2026 sichern.
Aus Alt mach Neu
“Die Flughafenregion wächst dynamisch”, sagt Helmut Barthel, Vorsitzender des Dialogforums, “damit entstehen Herausforderungen, die innovative Lösungen erfordern. Das ehemalige Bücker-Gelände zeigt eindrucksvoll, wie aus einem historisch bedeutsamen Standort, der jahrzehntelang eine Siedlungsbrache war, bis 2030 ein lebendiges Quartier wird – und das mit höchsten Ansprüchen an die Wohnqualität. Solche erfolgreichen Projekte sind wichtig, besteht doch in unserer wachsenden Region ein hoher Flächenbedarf und eine Flächenkonkurrenz zwischen Wohnen, Wirtschaft und Verkehr. Wenn es gelingt, bestehende Siedlungsflächen einer neuen, zeitgemäßen Nutzung zuzuführen, nutzt das dem sparsamen Umgang mit der knappen Ressource Boden.”
In eine neue Zukunft
Auch Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher sieht in der Entwicklung weit mehr als ein Wohnungsbauprojekt: “Mit BUC-36 schaffen wir nicht nur dringend benötigten Wohnraum, sondern entwickeln ein ganzes Quartier mit Schule, Sport- und Freizeitangeboten sowie einer leistungsfähigen Infrastruktur. Gleichzeitig bewahren wir die Geschichte dieses besonderen Ortes und führen sie in eine neue Zukunft. Davon profitiert die gesamte Gemeinde.”
Geschichtsträchtiger Ort wird transformiert
Das ehemalige Bücker-Gelände gehört zu den geschichtsträchtigsten Orten der Region. Ab 1935 produzierte die Bücker-Flugzeugbau GmbH hier ihre bekannten Schul- und Sportflugzeuge. Während des Zweiten Weltkriegs erhielt das Werk Rüstungsaufträge; zugleich wurden Zwangsarbeiter eingesetzt. Von Rangsdorf startete am 20. Juli 1944 Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg zu seinem Attentat auf Adolf Hitler in die “Wolfsschanze”. Nach dem Krieg nutzten sowjetische Streitkräfte das Gelände bis 1994. Heute wird dieser historisch bedeutsame Ort schrittweise in ein nachhaltiges Wohnquartier transformiert.
Region mit Potenzialen
Das Projekt verdeutlicht zugleich die Potenziale der Flughafenregion. Zahlreiche ehemalige Militär-, Gewerbe- und Flughafenflächen bieten die Möglichkeit, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, historische Bausubstanz zu erhalten und nachhaltige Stadtentwicklung mit kurzen Wegen, moderner Infrastruktur und hoher Lebensqualität zu verbinden. Rangsdorf zeigt, wie dieser Wandel gelingen kann – als gemeinsames Projekt einer wachsenden Region.
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