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VDAB und BdSAD warnen: Pflegeneuordnungsgesetz gefährdet bewährte Versorgungsstrukturen

Gemeinsames Forderungspapier verlangt grundlegende Nachbesserungen am PNOG

BildBerlin/Essen, 14. September 2026 – Der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e. V. (VDAB) und die Bundesvereinigung der Senioren-Assistenten Deutschland (BdSAD) e. V. warnen gemeinsam vor erheblichen Folgen des geplanten Pflegeneuordnungsgesetzes (PNOG). In einem gemeinsamen Forderungspapier machen beide Verbände deutlich: Die geplanten Neuregelungen drohen bewährte Strukturen insbesondere in der häuslichen Versorgung zu schwächen und damit genau jene Angebote zu gefährden, die Menschen mit Unterstützungs- und Pflegebedarf und ihre Angehörigen im Alltag stabilisieren.

Kritisch sehen VDAB und BdSAD insbesondere die geplanten Einschränkungen beim gemeinsamen Jahresbetrag und beim 40-prozentigen Umwandlungsanspruch sowie die vorgesehene Ausgestaltung des neuen Sozialraumbudgets. Die Verbände fordern, flexible Finanzierungsmöglichkeiten zu erhalten und professionell erbrachte Alltagsunterstützung finanziell klar von ehrenamtlicher Nachbarschaftshilfe zu unterscheiden.

Wer funktionierende ambulante Strukturen abbaut, spart nicht – er verschiebt die Kosten nur an eine andere Stelle. Professionelle Alltagsunterstützung trägt dazu bei, Selbstständigkeit zu erhalten, Angehörige zu entlasten, Krisen frühzeitig zu erkennen und Krankenhaus- oder stationäre Heimaufnahmen möglichst lange zu vermeiden.

Besonders deutlich warnen VDAB und BdSAD davor, professionelle Alltagsunterstützung auf ein starres Budget zu reduzieren. Seniorenassistenz und Alltagsbegleitung umfassen neben der unmittelbaren Begleitung auch Koordination, soziale Teilhabe und die Vernetzung mit Angehörigen, Arztpraxen, Behörden, Pflegediensten und weiteren Akteuren. Brechen diese Strukturen weg, entstehen Versorgungslücken, die weder Ehrenamt noch Nachbarschaftshilfe auffangen können.

VDAB und BdSAD fordern deshalb eine grundlegende Nachbesserung des Gesetzentwurfs. Dazu gehören unter anderem der Erhalt flexibler Leistungsansprüche, ein eigenständiger Präventionsanspruch für Pflegegrad 1, eine auskömmliche Finanzierung professioneller Angebote sowie Bestandsschutz und angemessene Übergangsfristen für bestehende Anbieter.

Die gemeinsame Botschaft ist klar: Eine Pflegereform darf funktionierende Strukturen nicht zerschlagen. Sie muss die häusliche Versorgung sichern, Wahlmöglichkeiten erhalten und diejenigen stärken, die tagtäglich dazu beitragen, dass Menschen möglichst lange selbstbestimmt leben können.

Das vollständige gemeinsame Forderungspapier von VDAB und BdSAD zum Pflegeneuordnungsgesetz ist online einsehbar unter Stellungnahme zum PNOG September 2026 – Senioren-Assistenz finden – BdSAD: Bundesvereinigung der Senioren-Assistenten e.V..

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Die Bundesvereinigung der Senioren-Assistenten Deutschland (BdSAD) e.V. mit Sitz in Berlin ist die Interessenvertretung qualifizierter Dienstleister, die begleitende Alltagsunterstützung für Senioren und Menschen mit Hilfebedarf anbieten. Der Verein setzt sich für die Anerkennung des Berufsbildes in der Gesellschaft ein und ist ein Beratungs- und Kompetenznetzwerk mit hohen Qualitätsansprüchen. Auf der Homepage bietet die BdSAD eine Suchfunktion mit der Liste aller Mitglieder als übersichtlichen und schnellen Service an.

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