BAU & IMMOBILIEN

Was die deutschen Wohnungsprobleme lösen könnte

„WohnungsNotLuege“ von Andreas Schmidt erscheint am 12. Oktober

Deutschland redet seit Jahren über die Wohnungsnot und diskutiert dabei doch an der Wirklichkeit vorbei. Während in München, Hamburg oder Berlin die Mieten davonziehen, stehen in der Fläche Hunderttausende bewohnbare Wohnungen leer. Andreas Schmidt, seit über 30 Jahren im deutschen Immobilienmarkt tätig, zeigt in seinem Buch ‚WohnungsNotLuege‘ beide Seiten der Medaille im Detail auf und rechnet vor, warum einfach mehr bauen das Problem nicht löst, sondern teilweise sogar noch verschärft. Doch Schmidt kritisiert nicht nur, er weist vor allem auch Lösungen auf, die neben der Wohnungsproblematik sogar die Rentenfrage beantworten könnten. Erscheinungstermin des Buches ist der 12. Oktober 2026.

Das Buch ‚WohnungsNotLuege‘ ist kein politisches Pamphlet, sondern die nüchterne Bestandsaufnahme eines erfahrenen Praktikers. Schmidt stellt eine Diagnose, die in der öffentlichen Debatte bislang fehlt. Sein Credo: Deutschland hat kein Wohnungsproblem. Deutschland hat ein Infrastrukturproblem, das sich am Wohnungsmarkt zeigt und zwar an zwei Seiten zugleich. Auf der einen Seite gibt es da die überhitzten Metropolen: Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Frankfurt oder Düsseldorf. Dort fehlen Wohnungen, die Mieten ziehen davon, Kaufpreise verlassen jeden vernünftigen Bezug zum Einkommen. Auf der anderen Seite sind da Hunderttausende bewohnbare Wohnungen in der Fläche, die leer stehen, weil Bahnverbindungen fehlen, Infrastruktur verkommt und Arbeitsplätze abgewandert sind. Schmidt zeigt: Dies sind zwei Symptome derselben Problematik.

Zwölf Thesen und ein konkreter Vorschlag

Schmidt begnügt sich aber nicht damit, die Probleme zu beschreiben. Er legt zwölf Thesen und einen ergänzenden Detailvorschlag vor, die die Wohnungspolitik grundlegend neu denken: von der Forderung nach einer bundeseinheitlichen Bauordnung über die Reform der Mietpreisbremse bis zur These, dass Optimierungen bei der Deutschen Bahn eines der wichtigsten wohnungspolitischen Instrumente Deutschlands werden könnte. Den programmatischen Höhepunkt des Buches bildet die Forderung nach einem Sondervermögen ‚Wohnungsprivatisierung mit Rentenkopplung‘; umgesetzt als ein Finanzinstrument, das die Wohnungs- und die Rentenfrage in einem einzigen Mechanismus beantwortet. Bestandsmieter erwerben dabei die eigene Wohnung zu staatlich gestützten Konditionen und die Rückflüsse stärken zugleich die Rentenversicherung. Eigentumsbildung und Altersvorsorge werden zusammengeführt.

Das Buch von Schmidt ist kein Buch für wenige Experten, sondern ein gut verständliche Zukunftsentwurf für viele. Es richtet sich an wirtschaftlich und politisch interessierte Leserinnen und Leser ebenso wie an Fachleute aus der Immobilienwirtschaft, an Entscheider in Politik und Verwaltung sowie an alle, die verstehen wollen, warum sich die Wohnungsdebatte in Deutschland seit Jahrzehnten im Kreis dreht. Der Ton bleibt dabei sachlich und direkt, ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit dem Anspruch, unbequeme Wahrheiten klar auszusprechen.

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