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Wettlauf mit China: Aufbau von US-Lieferketten für Kupfer stößt auf Hürden

Die US-Kupferstrategie wurde erst spät entwickelt, der Vorsprung Chinas ist in vielen Bereichen uneinholbar. Die Importabhängigkeit kann durch die bestehende inländische Pipeline und globale Partnerschaften jedoch deutlich verringert werden.

Der Kupferexplorer Gunnison Copper (ISIN: CA4028801088, WKN: A40TP4) startete Anfang Juni ein Bohrprogramm auf seinem Gunnison Kupferprojekt im US-Bundesstaat Arizona. Das Programm umfasst bis zu 120 Bohrungen mit einer Gesamtlänge von 42.000 Metern und dient der Unterstützung der laufenden Pre-Feasibility Study (PFS), der Ressourcenerweiterung, der metallurgischen Optimierung und der Ressourcenumwandlung.

Craig Hallworth, Präsident und CEO von Gunnison Copper, erläutert: Dieses Programm soll nicht nur potenziell zusätzliches Kupfer für unser Vorzeigeprojekt liefern, sondern auch die metallurgische Optimierung und die Ressourcenumwandlung unterstützen, die für den Nachweis einer Mineralreserve in unserer geplanten Machbarkeitsstudie erforderlich sind.

Gunnison Copper entwickelt milliardenschweres Kupferprojekt in Arizona

Dass die Ergebnisse des Bohrprogramms branchenweit Beachtung finden, liegt auch an der vorliegenden PEA, deren Ergebnisse durch das neue Programm noch verbessert werden könnten. Die PEA taxiert das Vorkommen bei Gunnison auf 541 Millionen Tonnen bei einem Kupfergehalt von 0,43 % und beschreibt einen Tagebau mit Haufenlaugung und SX/EW-Anlage, der sich über 21 Jahre erstreckt und direkt vor Ort Kupferkathoden der Güteklasse LME A produziert. 87.000 Tonnen pro Jahr werden demnach in den ersten 15 Jahren produziert – zu Cashkosten von 2,05 USD pro Pfund. Der diskontierte Projektwert wird auf 2 Mrd. USD geschätzt, wenn das produzierte Kupfer für 4,60 USD/lb verkauft werden kann.

Im aktuellen Marktumfeld gilt diese Preisannahme als eher zurückhaltend. Der Kupferpreis erreichte in dieser Woche den höchsten Stand seit über einem Monat. Marktteilnehmer sehen zunehmende Anzeichen für eine Verknappung des physischen Marktes in China. Innerhalb kürzester Zeit stellte sich am Spot-Markt ein Aufschlag von mehr als 60 USD gegenüber dem Shanghaier Terminmarkt ein. Der Kupferpreis wird durch einen sich verknappenden chinesischen Markt nach oben getrieben, sagt Ewa Manthey von der ING.

Marktteilnehmer rechnen zudem damit, dass Washington einen Zoll auf raffiniertes Metall erheben wird. Letzteres wird am Aufschlag für Comex-Kupfer gegenüber LME-Kupfer deutlich: Dieser Spread weitete sich Anfang der Woche auf 600 USD pro Tonne aus.

Denkbar ist ein gestaffelter Zoll auf raffiniertes Kupfer- 15 % ab Januar 2027 und 30 % im Jahr 2028. Die Entscheidung darüber wird in Kürze aus dem Weißen Haus erwartet. Die Märkte haben die tarifären Maßnahmen bereits vorweggenommen: Die Comex-Lagerhäuser weisen nach acht Quartalen mit kontinuierlichen Zukäufen einen Rekordbestand von über 630.000 Tonnen auf.

Strategie zum Aufbau von US-Lieferketten bleibt fragmentiert

Umgekehrt leeren sich die Lager in China und London. Die in den von der Shanghai Futures Exchange überwachten Lagern befindlichen, lieferbaren Kupferbestände sind seit Anfang Mai um 82 % eingebrochen, die LME-Bestände gingen im gleichen Zeitraum um 28 % zurück.

Mit den erwarteten Zöllen will Präsident Trump nicht zuletzt die inländische Kupferproduktion antreiben, deren Output deutlich unter dem Verbrauch liegt und deshalb zu einer chronischen Importabhängigkeit geführt hat. Doch der von Washington angestrebte Aufbau inländischer Lieferketten könnte schwieriger werden als gedacht.

Zwar verfügen die USA über ein gewaltiges geologisches Potenzial für mehr Kupferproduktion. Mit XXL-Lagerstätten wie Resolution Copper von Rio Tinto und BHP sowie zahlreichen anderen Projekten gibt auch die Pipeline genug her, um die Importabhängigkeit perspektivisch zumindest deutlich zu drücken.

Doch in den USA wurde Kupfer rund zehn Jahre später als in China als kritisches Metall eingestuft. Ein Zeitverlust mit Folgen: China kontrolliert über 50 Prozent der weltweiten Verhüttungskapazitäten und beherbergt vier der fünf größten Veredelungsanlagen, was dem Land trotz lokaler Konzentratengpässe einen enormen Einfluss verschafft.

Die US-Kupferstrategie dagegen wirkt weitgehend fragmentiert und leidet unter einer unvollständigen inländischen Lieferkette mit gravierendem Mangel an Schmelz- und Raffineriekapazitäten.

Auslandsabkommen sollen Zugriff auf Kupfer sichern

Nicht umsonst richtet sich der Blick der USA auch auf das Ausland. Durch Mineralienabkommen mit verschiedenen Ländern will sich Washington den Zugriff auf Rohstoffe sichern. Eine besondere Rolle spielt dabei die DR Kongo, wo China seit 20 Jahren als Investor auftritt und für 70 % der Bergbauaktivitäten verantwortlich ist. Im Dezember wurde ein Partnerschaftsabkommen zwischen den USA und Kinshasa unterzeichnet, das die US-Rolle in dem mineralienreichen Land stärken soll.

Die wichtigste westliche Beteiligung im Land ist Kamoa Copper – ein Joint Venture, das zu gleichen Teilen dem kanadischen Unternehmen Ivanhoe Mines und dem chinesischen Unternehmen Zijin Mining gehört, wobei der kongolesische Staat eine Minderheitsbeteiligung von 20 % hält. Kamoa ist derzeit eine der größten Kupferminen der Welt und entwickelt sich zur größten Kupfermine Afrikas und wahrscheinlich zur viertgrößten der Welt.

Künftig sollen mehr Rohstoffe aus dem zentralafrikanischen Land über den Atlantik verschifft werden. Im Februar unterzeichnete der Rohstoffgigant Glencore eine Absichtserklärung mit dem US-geführten Orion Critical Mineral Consortium, um diesem eine potenzielle 40-prozentige Beteiligung an den Bergbauaktivitäten des Schweizer Mischkonzerns einzuräumen.

Wo sich der US-Fokus auf große Kupfervorkommen im Ausland richtet, ist China in der Regel bereits präsent. Die Volksrepublik ist etwa bereits seit Jahren der wichtigste Abnehmer für Kupfer des weltweit größten Produzenten Chile und spielt auch auf dem peruanischen Markt eine wichtige Rolle.

Kupfer 100 % Made in USA wird mit hohen Zöllen zum gefragten Gut

Auch aufgrund der globalen Präsenz Pekings wird Washington versuchen, einen so großen Teil des inländischen Kupferbedarfs wie möglich durch heimische Produktion samt Weiterverarbeitung vor Ort abzudecken.

Gunnison Copper ist für dieses Anforderungsprofil bereits gerüstet, weil das Projekt in Arizona die künftige Produktion vollständig vor Ort vorsieht. CEO Hallworth bezeichnet die rasche Steigerung der inländischen Kupferversorgung als Hauptziel des Unternehmens.

Die Politik unterstützt Gunnison. Im Mai erhielt der Explorer die Genehmigung im Rahmen des Qualified Facility Tax Credit (QFTC) Programms der Arizona Commerce Authority, wodurch Steuergutschriften in Aussicht stehen. Für das zweite Projekt in Arizona, die bereits produzierende Johnson Camp Mine, dürfte es Steuergutschriften des Energieministeriums geben.

Die Aktie des Unternehmens hat vom Hoch im Januar aus gesehen eine kräftige Korrektur durchlaufen und testet den unteren Rand eines seit 2024 laufenden Aufwärtstrends. In einer Studie von FactSet zählte Gunnison zu den Kupferproduzenten mit dem niedrigsten Marktwert pro Tonne jährlicher Kupferproduktion. Gute Ergebnisse aus dem laufenden Bohrprogramm könnten im aktuellen Marktumfeld also rasch zu einem Katalysator für steigende Kurse werden.

Weitere Informationen zu Gunnison Copper finden Sie im Unternehmensprofil auf Miningscout.de:

www.miningscout.de/minenaktien/gunnison-copper/

Unternehmen: Gunnison Copper
TSX: GCU
WKN: A40TP4
ISIN: CA4028801088
Webseite: www.gunnisoncopper.com/

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