Aus Luft und Strom wird Wärme: Die Wärmebox von HanseWerk Natur kommt nach Elmenhorst

HanseWerk Natur, das zur HanseWerk-Gruppe gehört, startet mit dem Bau einer Großwärmepumpe für das örtliche Wärmenetz von Elmenhorst. Die Inbetriebnahme ist im ersten Halbjahr 2027 geplant.
Die HanseWerk-Tochter HanseWerk Natur hat jetzt mit dem Bau der neuen Wärmebox in der Kesselflickerstraße in Elmenhorst begonnen. Diese erzeugt künftig den Großteil der Wärme für das örtliche Wärmenetz. Dafür nutzt sie Strom und Wärme aus der Umgebungsluft. Die Inbetriebnahme ist für das ersten Halbjahr 2027 geplant. HanseWerk Natur, das Teil der HanseWerk-Gruppe ist, erhält hierfür Fördermittel aus der Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW).
HanseWerk Natur: Wärmeerzeugung direkt vor Ort
“Die neue Wärmebox trägt dazu bei, die Wärme in Elmenhorst größtenteils aus Erneuerbaren Energien zu erzeugen und uns unabhängiger zu machen von den globalen Energiemärkten”, erklärt Dr. Nikolaus Meyer, technischer Geschäftsführer von HanseWerk Natur, der Wärmetochter von HanseWerk. “Wir gewinnen die Wärme überwiegend aus der Umgebungsluft. Ganz nach unserem Leitbild: Wärme mit Zukunft. Wärme von hier.”
Das 3,8 Kilometer lange Wärmenetz in Elmenhorst versorgt vor allem Gewerbebetriebe, Lagerhallen und Industriegebäude. 23 Kunden sind an das Netz angeschlossen und erhalten jährlich vier Gigawattstunden Wärme. Mit der Wärmebox hat das HanseWerk-Unternehmen HanseWerk Natur ein standardisiertes Großwärmepumpenkonzept für kleinere Wärmenetze entwickelt: Die erste Wärmebox ging im Herbst 2025 in Langenhorn in Betrieb, nun kommt die Technik auch in Elmenhorst zum Einsatz.
“Mit der Wärmebox bringen wir in Elmenhorst eine neue Generation der Wärmeerzeugung an den Start”, sagt Projektleiter Morten Springer von HanseWerk Natur, das zur HanseWerk-Gruppe gehört. “Strom und Umgebungsluft übernehmen künftig rund 90 Prozent der Wärmeerzeugung. Der Erdgaskessel sichert gezielt die Spitzenlast ab. Damit setzen wir auf moderne Technik und eine verlässliche Versorgung der Betriebe.” Mit der Umstellung spart die HanseWerk-Tochter HanseWerk Natur in Elmenhorst künftig rund 700 Tonnen CO2-Äquivalente* pro Jahr ein.
*Die Bilanzierung erfolgt nach Anwendung der Finnischen Methode (gemäß AGFW Umsetzungshilfe CO?-Kostenaufteilungsgesetz (CO2KostAufG)); Emissionsfaktor: Erdgas fCO? = 0,2016 kg/kWh
Emissionsfaktor fCO? (Finnische Methode) bestehende Erzeugung aus dem Jahr 2024: 181 gCO?/kWh
Berechneter Emissionsfaktor fCO? (Finnische Methode) neues Konzept: 20 gCO?/kWh
So läuft die Bauphase ab
Seit Herbstbeginn laufen vorbereitende Arbeiten am Standort sowie erste Tiefbauarbeiten. Im nächsten Schritt wird die Wärmebox errichtet und in das bestehende Versorgungssystem eingebunden. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2027 geplant.
“Während der Bauarbeiten kann es zeitweise zu Beeinträchtigungen im Umfeld des Standorts kommen”, sagt Morten Springer. “Wir versuchen, diese so gering wie möglich zu halten und danken den Anliegern und ansässigen Unternehmen für ihr Verständnis.”
HanseWerk Natur
Die HanseWerk Natur GmbH ist einer der größten regionalen Anbieter für Wärme und dezentrale Energielösungen in Norddeutschland und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung. Die über 120 Nah- und Fernwärmenetze des Unternehmens erreichen eine Länge von rund 880 Kilometern. HanseWerk Natur betreibt etwa 1.000 Energieumwandlungsanlagen und versorgt mehr als 70.000 Privat- und Unternehmenskunden zuverlässig 365 Tage im Jahr mit Wärme – im Mehrfamilienhaus-Quartier, im Krankenhaus, in Industrie und Gewerbe.
37 Prozent der Wärme von HanseWerk Natur werden bereits auf Basis Erneuerbarer Energie oder unvermeidbarer Abwärme erzeugt. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Sektorenkopplung voran: Unter anderem durch den Einsatz moderner Großwärmepumpen leistet HanseWerk Natur einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. Die standardisierte Wärmebox versorgt dabei kleinere Wärmenetze mit hoher Wärmebedarfsdichte auf Wärmepumpenbasis. Darüber hinaus setzt HanseWerk Natur weitere Energiekonzepte um, wie das Holzgaskraftwerk in Wahlstedt, bei dem im Erzeugungsprozess Pflanzenkohle entsteht, “Kalte Nahwärme” in einem Neubaugebiet in Stolpe, oder Energielösungen auf Basis von Holzpellets, Biomethan oder Solarthermie. Mit rund 260 Anlagen und einer Erfahrung von über 30 Jahren ist HanseWerk Natur zudem einer der größten Betreiber von Blockheizkraftwerken in Norddeutschland.
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HanseWerk AG
Herr Ove Struck
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Die HanseWerk-Gruppe
Mehr als 3 Millionen Kunden in Norddeutschland beziehen Strom, Gas oder Wärme direkt oder indirekt über die von der HanseWerk-Gruppe und ihren Tochtergesellschaften betriebenen Energienetze. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seinen Partnern und Kunden moderne und effiziente Energielösungen mit den Schwerpunkten Netzbetrieb, dezentrale Energieerzeugung oder E-Mobilitätslösungen.
Die HanseWerk-Gruppe hat in den letzten Jahren über 120.000 Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energie an ihre Netze angeschlossen und betreibt parallel dazu etwa 1.000 Energieumwandlungsanlagen sowie einen Erdgasspeicher. Bis 2030 investiert das Unternehmen rund 2,5 Milliarden Euro in den Ausbau und die Effizienz des Stromnetzes.
Damit wird es möglich, künftig noch mehr Energie aus Wind und Sonne in das Netz zu integrieren. Gleichzeitig treibt die HanseWerk-Gruppe die Sektorenkopplung voran: Unter anderem durch den Einsatz moderner Großwärmepumpen leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. Mit intelligenten Ladelösungen unterstützt das Unternehmen die Elektrifizierung des Straßenverkehrs.
Die HanseWerk-Gruppe ist ein großer Ausbildungsbetrieb im Norden und engagiert sich in vielen Forschungs- und Innovationsprojekten zur Energiewende. Über die Beteiligung der elf schleswig-holsteinischen Kreise sowie von fast 400 Kommunen sind die Unternehmen der HanseWerk-Gruppe regional sehr stark verwurzelt und unterstützen eine Vielzahl sozialer und kultureller Projekte, wie das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Hamburger Straßenmagazin Hinz&Kunzt und den Schleswig-Holstein Netz Cup auf dem Nord-Ostsee-Kanal.
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