Digitale Bildung stärken – MINT-Nachwuchs sichern – Ingenieurkompetenz fördern
Der ZBI betont, die Förderung digitaler und technischer Kompetenzen müsse über das Jahr 2030 hinaus gesichert und weiterentwickelt werden.
ZBI legt Positionspapier zum Digitalpakt 2.0 vor. Fokus auf technische Kompetenzen
Berlin, 26.10.2026 – Der Zentralverband der Ingenieurvereine (ZBI) hat ein Positionspapier zur Umsetzung des Digitalpakts 2.0 vorgelegt. Darin fordert der Spitzenverband, die milliardenschweren Investitionen in die digitale Bildung konsequent mit der Förderung naturwissenschaftlicher und technischer Kompetenzen zu verbinden. Ziel müsse es sein, nicht nur die digitale Ausstattung der Schulen zu verbessern, sondern auch den dringend benötigten Nachwuchs für Ingenieurberufe und technische Fachrichtungen zu sichern.
“Der Digitalpakt 2.0 darf nicht bei Tablets, WLAN und digitalen Lernplattformen stehen bleiben. Entscheidend ist, dass junge Menschen verstehen, wie Technik funktioniert, wie digitale Systeme unsere Welt verändern und wie sie selbst an Lösungen für die Zukunft mitarbeiten können”, erklärt ZBI-Präsident Dipl.-Ing. Wilfried Grunau. “Wer heute in digitale Bildung investiert, muss zugleich in die Menschen investieren, die morgen die digitale, technische und klimaneutrale Zukunft unseres Landes gestalten. Deshalb sagen wir als Spitzenverband: Digitalpakt 2.0 – gern, aber nicht ohne MINT und nicht ohne die Menschen dahinter.”
Der Digitalpakt 2.0 stellt von 2026 bis 2030 insgesamt fünf Milliarden Euro für die digitale Bildung bereit, die von Bund und Ländern je zur Hälfte finanziert werden. Der ZBI begrüßt den ganzheitlichen Ansatz des Programms, verweist jedoch auf die dadurch stärker beanspruchte Finanzierungskraft der Länder und kommunalen Schulträger sowie die Gefahr wachsender Ungleichheit zwischen den Regionen. “Digitale Bildung darf nicht vom Wohnort abhängen”, heißt es in dem Positionspapier, das sieben zentrale Handlungsfelder benennt:
1. MINT-Bildung in Schule und Grundschule stärken.
2. Ingenieurwissenschaften frühzeitig erlebbar machen
3. Übergang von der Schule ins Studium verbessern
4. Lehrkräfte qualifizieren und Quereinstiege erleichtern
5. Digitale Kompetenzen und technische Allgemeinbildung verbinden
6. Green Skills: Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammen denken
7. Bildung als durchgängige Verantwortung verstehen
Angesichts von derzeit 11,5 Millionen Schülerinnen und Schülern in Deutschland betont der ZBI, dass der Digitalpakt 2.0 nur der Anfang sein kann. Die Förderung digitaler und technischer Kompetenzen müsse über das Jahr 2030 hinaus gesichert und weiterentwickelt werden. Denn Investitionen in Bildung seien zugleich Investitionen in die Fachkräftebasis, die Innovationskraft und die Zukunftsfähigkeit Deutschlands.
“Wir brauchen eine Bildungspolitik, die nicht an den Grenzen einzelner Bildungsabschnitte haltmacht. Technischer Nachwuchs entsteht nicht von selbst. Wir müssen Interesse früh wecken, praktische Erfahrungen ermöglichen und junge Menschen auf ihrem Weg in Ausbildung, Studium und Beruf begleiten”, betont Grunau. Die Ingenieurvereine könnten dabei wichtige Partner sein, weil sie fachliche Kompetenz und unmittelbare Einblicke in die berufliche Praxis einbringen.
Das vollständige Positionspapier “Digitalpakt 2.0 – Digitale Bildung stärken, MINT-Nachwuchs sichern, Ingenieurkompetenz fördern” ist auf der Website des ZBI verfügbar: www.zbi-berlin.de/positionspapiere
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V.
Herr Dr. Heinz Leymann
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email : leymann@zbi-berlin.de
Über den ZBI:
Der Zentralverband der Ingenieurvereine (ZBI) e.V. vertritt als Spitzenverband Ingenieurinnen und Ingenieure aus den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Eisenbahnwesen, Geodäsie und Geoinformatik, Telekommunikation, Umwelttechnik sowie Wasserbau und Wasserwirtschaft. Der ZBI bündelt die fachlichen Interessen aus seinen Mitgliedsverbänden und vertritt diese gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Er setzt sich für die Stärkung des Ingenieurwesens, Innovation, eine zukunftsfähige Infrastruktur und nachhaltige Entwicklungen ein. Präsident ist Dipl.-Ing. Wilfried Grunau.
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